In Oer-Erkenschwick gab es einen Protest der anderen Art
In Oer-Erkenschwick gab es einen Protest der anderen Art © Getty Images
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In Nordrhein-Westfalen treffen sich Fußballer nackt für ein Spiel. Mit der Aktion soll auch auf das ihrer Meinung nach kranke System Profifußball hingewiesen werden.

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Ein Protest der anderen Art.

In Nordrhein-Westfalen haben zwei Mannschaften gegen die Kommerzialisierung des Profifußballs kritisiert. Das Ungewöhnliche: Sie traten fast komplett nackt zu dem Spiel an. Lediglich Fußballschuhe und Stutzen trugen die Spieler zur Unterscheidung, die Nummern waren aufgemalt.

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Organisiert wurde die Partie vom Künstler Gerrit Starczweski. Er wolle mit der Aktion auch gegen den Schönheitswahn im Internet protestieren. "Der Fußball geht mir gerade am Arsch vorbei", erklärte Starcezwski der WAZ. Der Körper sei nur die Hülle, was zähle sei das Wesen.

Starczewski: Watzke-Aussagen blanker Hohn

Nach 2015 und 2016 fand die Aktion zum dritten Mal statt, in diesem Jahr unter dem Motto: "Das System Fußball ist krank – wir ziehen blank."

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Auch BVB-Boss Hans Joachim Watzke steht in diesem Jahr im Zentrum der Kritik. Grund dafür ist ein Talkshow-Auftritt des BVB-Geschäftsführers bei Markus Lanz. Er hatte vor einer existenzbedrohenden Lage für die Branche gewarnt, sollte die Liga nicht fortgesetzt werden.

Für Starczewski sind diese Aussagen ein Schlag ins Gesicht. Künstler wie er seien durch die Coronakrise in ihrer Existenz bedroht. "Wenn ein Watzke von Borussia Dortmund hingeht und sich beklagt, sein Verein sei in der Existenz bedroht, ist das absoluter Hohn."

Seiner Meinung nach hätte der Fußball die Chance in der Coronakrise nutzen können, ein Umdenken einzuleiten, da habe er aber nicht. "Es geht nur ums Geld. Die Kuh wird weitergemolken, obwohl sie längst schreit."