Salvatore Gambino (l.,mit David Odonkor) lief in seiner Karriere 45 Mal in der Bundesliga für den BVB auf
Salvatore Gambino (l.,mit David Odonkor) lief in seiner Karriere 45 Mal in der Bundesliga für den BVB auf © Getty Images
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Salvatore Gambino stand vor einer großen Karriere beim BVB, Verletzungen verhinderten den Durchbruch. Inzwischen ist er im "normalen" Leben angekommen, bleibt dem Fußball aber erhalten.

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Seine ersten beiden Torschüsse in der Bundesliga landeten direkt im Netz, er galt als Ausnahmetalent beim BVB.

Salvatore Gambino spielte bei den Schwarz-Gelben mit Stars wie Jan Koller, Dedé oder Tomas Rosicky zusammen, doch diverse schwere Verletzungen verhinderten die ganz große Karriere.

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Inzwischen ist Gambino 36 Jahre alt - und verdient sein Geld seit etwa einem Jahr in einem Autohaus. "Ich arbeite gerne mit Kunden, mir macht der Job sehr viel Spaß", berichtet der ehemalige Offensivspieler dem Westfälischen Anzeiger.

Gambino startet beim BVB durch

Das Autohaus Stahl in der Wallfahrtsstadt Werl im Kreis Soest ist nun sein Arbeitgeber, an den alten denkt er aber noch gerne zurück.

"Es ist immer noch sehr schön, wenn ich an die Zeit beim BVB zurückdenke", erzählt Gambino, der 45 Mal in der Bundesliga für den BVB auflief und noch immer von einigen Kunden erkannt wird.

Der damalige Dortmund-Coach Matthias Sammer holte ihn 2003 zu den Profis, im November gab er sein Bundesliga-Debüt gegen den HSV, einige Tage später gelang ihm als 19-Jähriger ein Doppelpack gegen Bayer Leverkusen.

Salvatore Gambino erzielt seinen zweiten Treffer gegen Bayer Leverkusen
Salvatore Gambino erzielt seinen zweiten Treffer gegen Bayer Leverkusen © Getty Images

"Matthias Sammer war für mich der beste Trainer, den ich in meiner Karriere hatte", sagt Gambino, der 2006 beinahe bei Jürgen Klopp gelandet wäre.

Der heutige Liverpool-Trainer war damals noch bei Mainz 05 tätig. Gambinos Zeit beim BVB ging nach insgesamt zehn Jahren im Verein zu Ende, er fuhr nach Mainz und traf sich mit Klopp, aufgrund der Nähe zu seiner Heimat entschied er sich aber für den 1. FC Köln.

Verletzungen verhindern Durchbruch

Doch der Durchbruch will auch in der Domstadt nicht gelingen. "Wenn ich gerade wieder auf dem Platz stand, warf mich eine neue Verletzung zurück", beschreibt der Ex-Profi, der unter anderem mit Kreuzbandrissen und einem Knorpelschaden zu kämpfen hatte, seine Misere. 

Schon mit 26 droht ihm das Karriereende. 2010 landet er in Italien, ehe seine Frau schwanger wird und er 2015 nach Deutschland zurückkehrt.

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Bei Westfalia Ryhnern findet er eine neue Heimat und beendet beim Oberligisten im Sommer nun endgültig seine aktive Karriere, nachdem er hauptberuflich bei einer Bank gearbeitet hatte.

"Ich kenne so viele Fußballer, die den Sprung ins normale Leben nicht geschafft haben und pleite sind oder an der Flasche hängen. Das sind mehr, als man denkt. Leider", sagte er 2017 in einem Interview.

Marvin Matip (li.) und Salvatore Gambino feiern 2008 den Aufstieg mit Köln in die 1. Bundesliga
Marvin Matip (li.) und Salvatore Gambino feiern 2008 den Aufstieg mit Köln in die 1. Bundesliga © Imago

Gambino und Odonkor: Dicke Kumpels

Nach der Bank folgte der Job im Autohaus, doch so ganz lässt Gambino der Fußball auch weiterhin nicht los. Am 15. Juni begann er seine neue Aufgabe als Co-Trainer.

An der Seite von Chef-Coach Björn Mehnert bat er die Mannschaft des Rot-Weiss Ahlen zum Trainingsauftakt für die neue Saison in der Regionalliga West.

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Und auch der Kontakt zum BVB ist nie abgebrochen. Wie der Westfälische Anzeiger schreibt, spielt er mehrere Male im Jahr für die Traditionsmannschaft der Schwarz-Gelben.

Zu einigen ehemaligen Mitspielern soll er noch sehr guten Kontakt haben. 

Zu David Odonkor, 2006 ein Teil des deutschen WM-Sommermärchens, pflegt er ein besonderes Verhältnis. "Mit ihm rede ich täglich. Da ist eine Freundschaft entstanden".