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Bis Ende August sollen in Deutschland sämtliche Großveranstaltungen untersagt bleiben. Darauf verständigte sich am Mittwoch die Regierung. Was heißt das für den Fußball?

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Hinter dem Saison-Neustart im Profifußball steht weiter ein großes Fragezeichen, das positive Zeichen der Politik blieb vorerst aus. 

Entgegen der Erwartungen bei den Klubs verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch noch nicht darauf, den Weg für Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit trotz der Corona-Pandemie ab Mai frei zu machen. 

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Im Gegenteil: Die öffentlichen Restriktionen wurden vorerst bis zum 3. Mai verlängert, daher könnte der Ball im besten Fall ab dem 8. Mai (Freitag) wieder rollen.

Keine Großveranstaltungen bis Ende August

Seit einigen Tagen wird bei den Klubs in Kleingruppen trainiert, um sich auf den "Tag X" vorzubereiten. Die Spielzeiten der Bundesliga und der 2. Liga sind seit Mitte März unterbrochen. Es stehen jeweils noch neun Spieltage aus.

Eines ist aber jetzt schon sicher: Fußballfans werden in dieser Saison nicht mehr ins Stadion gelassen. Großveranstaltungen in Deutschland sollen bis zum 31. August untersagt bleiben. Diese und weitere Maßnahmen verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend.

Söder, als Vertreter der Landeschefs, erklärte: "Bei Großveranstaltungen haben wir bis Ende August klar gesagt: Das geht nicht. Die werden auf gar keinen Fall stattfinden können.“

Darunter fallen neben Sportveranstaltungen auch größere Konzerte, Schützenfeste, Kirchweihen oder ähnliches. Die konkrete Umsetzung der Vorgabe soll in den Händen der Länder liegen. Diese müssten dann zum Beispiel entscheiden, ab welcher Größe eine Veranstaltung unter das Verbot fällt.

Söder: "Die Bundesliga war heute kein Thema"

"Die Bundesliga war kein Thema. Sie wird im nächsten Schritt Thema sein. Ob Geisterspiele möglich sind, werden wir dann diskutieren", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder  Eine Entscheidung soll erst bei der nächsten Konferenz der Kanzlerin mit den Länderchefs am 30. April fallen.

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Die DFL arbeitet bereits seit Wochen an der Logistik für die Austragung von Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Wir werden bereit sein", versprach DFL-Boss Christian Seifert zuletzt, er stellte allerdings klar: "Es darf nicht der Eindruck entstehen, der Fußball ignoriere in seiner Selbstbezogenheit die Realität."

Am 23.April wird die DFL tagen und Lösungen erarbeiten, wie es mit dem Spielbetrieb in der Bundesliga im Mai weitergehen soll. Zuletzt wurde die Zahl von 239 Personen genannt, die für den Ablauf einer Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit zugelassen werden soll. Zudem benötigt man etwa 20.000 Corona-Tests für die ausstehenden Begegnungen.

Mitentscheidend dürfte sein, wie der Fußball garantieren kann, dass durch die Ausführung der Spiele keine Gefahren einer Ansteckung bestehen und dass es keinen negativen Effekt für die Allgemeinheit geben wird. Das Szenario für einen Wiederbeginn wird derzeit von der DFL-Taskforce unter der Leitung von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer erarbeitet.