Lesedauer: 2 Minuten

München - Diego Maradona ist als genialer Fußballer bekannt geworden. Der Argentinier hat eine klare Meinung zur Gehaltsdiskussion um Spieler während der Coronakrise.

Anzeige

Diego Maradona hat Vereine, die ihren Spielern aufgrund der Coronakrise die Gehälter verweigern, scharf kritisiert.

Damit schaltete sich der ehemalige Weltklassespieler in die Diskussion ein, ob Fußballer mehr im Kampf gegen die Folgen tun könnten, beispielsweise auf ihr Gehalt zu verzichten oder es zu spenden.

Anzeige

Maradona: Spieler brauchen Gehalt

Vielmehr seien die Klubs in der Pflicht. Die einstige "Hand Gottes" wirft ihnen Sklaverei vor, die unter dem Deckmantel des COVID-19-Virus entschuldigt wird, obwohl die Klubs noch zahlen könnten.

Natürlich gebe es zahlreiche Profis, "die man nicht bezahlen müsste - das stimmt und wir alle wissen das", wird der Argentinier im Mirror zitiert. Auf der anderen Seite seien andere Spieler, die beispielsweise nicht in England, Spanien oder Deutschland unter Vertrag stehen, auf Gehalt angewiesen.

"Die können nicht umsonst spielen - nicht mal für einen Monat - und die Klubs sollten sie bezahlen", findet Maradona.

Maradona: Klubs nutzen Coronakrise aus

Er stelle fest, dass "einige Klubs (...) aus diesem Moment (der Coronakrise, d. Red.) einen Vorteil ziehen, um Zahlungen zu vermeiden". Auch vor der Krise hätten Vereine ihre "Spieler seit Jahren wie Sklaven behandelt", schilderte er seine Eindrücke von der Branche. "Es scheint so, dass es einige Vereine gibt, die immer eine Pandemie haben."

Statt Ausreden seien Taten gefragt, "weil Spieler immer noch essen müssen". Außerdem schlug Maradona vor, einen Fonds zu gründen, in den besserverdienende Profis einzahlen könnten, um von der Krise betroffenen Profis und Trainern zu helfen. Er forderte die Klubs zu entsprechender Unterstützung und Gehaltsgarantien auf.

Weltmeister mit skandalreicher Vita

Das argentinische Idol, das in den Achtzigern beim FC Barcelona und vor allem beim SSC Neapel zum Superstar aufstieg, möchte vorangehen. Der 59-Jährige, der aktuell den argentinischen Erstligisten Gimnasia betreut, wird sich mit seinen Trainerkollegen treffen und diese gegebenenfalls unterstützen.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Was Bayern ohne Kimmich alles fehlt
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    BVB muss Trainer-Haaland finden
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Sörloth: 20 Millionen für - nichts?
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    S04: Direktor Reschke vor dem Aus
  • Fussball / Transfermarkt
    5
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Überraschende Entwicklung bei Messi

Maradona gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Trotz zahlreicher Skandale und Verfehlungen besitzt er in Neapel und Argentinien unangefochtenen Heldenstatus.

Mit seinem Heimatland gewann er 1986 die Weltmeisterschaft. Vier Jahre später verhinderte Deutschland im Finale von Rom Maradonas zweiten Streich. Genauso bei der WM 2010, als Deutschland die Albiceleste mit Trainer Maradona im Viertelfinale mit 4:0 nach Hause schickte.