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Sandro Wagner fällt ein vernichtendes Urteil über den Umgang in den sozialen Medien und kritisiert außerdem einige seiner Profi-Kollegen für ihren Geltungsdrang.

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Ex-Bayern-Profi Sandro Wagner hat deutliche Kritik am Umgang mit Social Media und an der Arroganz einiger seiner Fußball-Kollegen geübt.

"Soziale Medien sind für mich ein ganz großes Übel. Mir fehlen die Worte. Wie dort miteinander umgegangen wird, so stumpf, asozial, sinnlos. Ich finde diese Entwicklung krank", sagte Wagner bei t-online.de

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Er ergänzte: "Ich sehe die Gefahr, dass unsere Kinder immer dümmer und letztlich auch unglücklicher werden. Weil sie falschen Vorbildern hinterhereifern, die eine glattgeleckte Glamour-Welt vorheucheln."

Wagner, der im vergangenen Winter nach China zu Tianjin Teda wechselte, erklärte weiter: "Und wenn ich diese ganzen kleinen Instagram-Gangster sehe mit ihren Goldketten. Im echten Leben muss Mami kommen, wenn es Probleme gibt."

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Ex-Bayern-Star: "Wir sind als Menschen nicht anders"

Zudem knöpfte sich Wagner einige seiner Fußballkollegen vor." Als Familienvater definiere ich mich null über meinen Beruf. Ich finde das immer ein wenig befremdlich, wenn Kollegen das ganze Wohnzimmer wie ein Fußball-Museum dekorieren. Müllmänner haben schließlich auch keine besonders gut geleerte Tonne dort rumstehen." 

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Er appellierte an die Kollegen: "Ich würde es gut finden, wenn sich der eine oder andere Kollege nicht so wichtig nehmen würde. Wir sind als Menschen nicht anders als beispielsweise diejenigen, die für acht Euro in der Stunde unsere ältere Generation pflegen."

Wagners Kinder müssen keine Fußball-Profis werden

Wagner lebt mit seiner Frau und den drei Kindern in China. Auf die Frage, ob sein Nachwuchs ihm nacheifern solle, meinte Wagner: "Nein, ich möchte, dass sie einfach das finden, was sie glücklich macht. Ich werde nie Druck aufbauen oder eine hohe Erwartungshaltung erzeugen, sondern sie bei allem unterstützen. Ich finde es schlimm, wenn Eltern ihre Kinder irgendwo reindrängen."

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Er sei "wirklich stolz" auf seine Kinder und seine Frau, die mit ihm ins Reich der Mitte gezogen sind. "Von Tag eins an haben sie sämtliche Gegebenheiten und die neue Kultur angenommen – dadurch hatten sie in den ersten neun Monaten eine super Zeit", erklärte Wagner. 

In der chinesischen Super League schoss Wagner bislang acht Tore in 21 Spielen für Tianjin Teda.