Julian Draxler (l.) könnte ein Vorgänger mehrerer Landsleute in Paris sein
Julian Draxler (l.) könnte ein Vorgänger mehrerer Landsleute in Paris sein © Getty Images
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München - Paris St. Germain schlägt seine Talente-Camps in Düsseldorf, Dortmund und weiteren deutschen Städten auf. Die deutschen Bundesliga-Klubs reagieren irritiert.

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Paris St. Germain startet mit Talent-Camps in Deutschland und sorgt so für Verwunderung bei der Bundesliga.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider reagiert gar mit Unverständnis und Ironie auf die geplante PSG-Einrichtung: "Ich weiß aus Vater-Sicht nicht, was den Reiz ausmacht, meinen sechsjährigen Sohn zu Paris Saint-Germain ins Camp zu schicken", zeigt sich der neue Schalke-Boss verwundert.

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"Vielleicht lernt man da Französisch, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn nicht", sagte Schneider der Funke Mediengruppe. "Sollten die auf die Idee kommen, hier Fußballklubs zu gründen, müsste man mal nachfragen, was die frühstücken."

PSG will sich deutsche Talente schnappen

Beim französischen Meister versteht man die Aufregung in Deutschland überhaupt nicht. "Ich muss darüber lachen", meint Vito Werner, Akademie-Direktor für Deutschland.

"Wir wollen hier die Kinder fördern, die es nicht in die Nachwuchsleistungszentren der Profiklubs schaffen." Von Talente-Klau könne nicht die Rede sein, das habe PSG nämlich gar nicht nötig. 

Den Anfang macht PSG in Nordrhein-Westfalen. Dort will der Klub im September eine Akademie für Jugendliche eröffnen. Standorte sind Düsseldorf und Oberhausen.

BVB bekommt Konkurrenz vor der Tür

Zudem bekommt auch der BVB Konkurrenz aus Paris. Am 1. September eröffnet nämlich die "PSG Academy" in Dortmund. Auf der Sportanlage des TuS Bövinghausen trainieren die Talente nach Richtlinien des Leistungszentrums der Pariser. 

In Dortmund direkt gab's keinen Platz, "denn in Dortmund ist der BVB meist irgendwie beteiligt und wollte das natürlich verhindern", erklärt Werner.

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In Zukunft sollen Jungen und Mädchen zwischen sechs und 16 Jahren dort professionell trainieren können.

PSG will an nationalen Wettbewerben teilnehmen

Ziel sei die Teilnahme an Freundschaftsspielen. Aber auch an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben möchte die PSG-Akademie in Kooperation mit den ansässigen Vereinen zukünftig teilnehmen. 

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Die Trainer stammen meist aus der Region und werden in Paris geschult. "Wir haben einen großen Pool, sind aber natürlich immer auf der Suche nach guten Trainern", sagt Werner. 

"Diese Akademie wird es Paris Saint-Germain ermöglichen, seine Vision vom Fußball mit jungen Deutschen zu teilen, die von dem qualitativ hochwertigen Training profitieren werden", zeigt sich PSG-Trainer Thomas Tuchel von dieser Idee angetan.