FC Ingolstadt v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
Thomas Müller und Pep Guardiola in einer intensiven Diskussion: Zusammen waren sie bei Bayern national unangefochten © Getty Images

Nach dem Debakel bei der WM hat die Nationalelf in der Nations League die nächste Enttäuschung erlebt. Ein früherer Europameister sieht den Grund für den Absturz bei Pep Guardiola.

von SPORT1

Der frühere Fußball-Europameister Hans-Peter Briegel macht die aktuelle Schwächephase der deutschen Nationalmannschaft an Pep Guardiola fest. 

Im Interview mit der italienischen Tageszeitung Repubblica kritisierte Briegel: "Einem einfachen Grundsatz folgen wir nicht mehr: Dass im Fußball das Ergebnis wichtiger ist als die Spielkontrolle. Seit Guardiola zu Bayern gekommen ist, hat sich etwas verändert."

Guardiola hatte von 2013 bis 2016 als Trainer beim Rekordmeister gearbeitet und auf starken Ballbesitzfußball gesetzt. Die Spielweise wurde von vielen Mannschaften in Europa adaptiert - inklusive der deutschen Nationalmannschaft. 

Im Sommer 2018 scheiterten das DFB-Team und andere Top-Nationen wie Spanien bei der WM in Russland dann vorzeitig. 

Briegel: Ballbesitz nicht mehr ausreichend für Erfolg

"Wir hatten den Eindruck, dass 75 Prozent Ballbesitz nötig wären, um zu gewinnen. Aber nur die Kontrolle über den Ball zu haben, ist nicht genug, um ein gutes Ergebnis zu erzielen", monierte Briegel. 

Nach dem WM-Debakel ist Deutschland in der Nations League aus Gruppe A abgestiegen. Andere Nationen haben den Weltmeister von 2014 nicht nur eingeholt, sie haben ihn überholt.

"Die jüngste Geschichte und auch der Weltmeister Frankreich haben gezeigt, dass man auch gewinnen kann, wenn man dem Gegner den Ball überlässt und selbst nur 50 Prozent Ballbesitz hat", befand Briegel. 

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