München - Im SPORT1-Podcast "Generation Fußball" will Ansgar Brinkmann niemand Anderen als Lothar Matthäus als neuen Real-Trainer. Der Kult-Kicker ist nicht alleine mit dieser Idee.

von Mathias Dexheimer

In der 8. Folge des wöchentlichen SPORT1-Podcasts Generation Fußball diskutieren der frühere Kult-Kicker Ansgar Brinkmann und SPORT1-Reporter Jochen Stutzky teils kontrovers und hitzig über viele Aufreger-Themen des vergangenen Wochenendes.

Dabei sind sich die beiden aber auch manchmal einig - beispielsweise beim Thema Lothar Matthäus.

Brinkmann und Stutzky schwärmen regelrecht vom deutschen Rekord-Nationalspieler und können nicht verstehen, dass er noch keinen Top-Klub trainieren durfte. Für Brinkmann wäre Matthäus sogar der ideale Kandidat für den Trainerposten bei Real Madrid.

Die Königlichen hatten am Montag Julen Lopetegui gefeuert und zunächst Santiago Solari als Interimstrainer installiert.

Beim Thema VfB Stuttgart kommen die Verantwortlichen schlecht weg - vor allem Sportvorstand Michael Reschke. "Öffentlichkeitsarbeit liegt ihm nicht", so Brinkmann. "Vielleicht sollte er mal wieder hinter den Kulissen arbeiten, das hat ihm in der Vergangenheit gut getan."

Jochen Stutzky, Mathias Dexheimer und Ansgar Brinkmann diskutieren über verschieden Themen rund um den Fußball © SPORT1

Einig ist sich die Runde, dass Thomas Hitzlsperger jetzt der richtige Mann für die Arbeit an vorderster Front beim VfB wäre.

Die wichtigsten Aussagen im Überblick: 

Thema VfB Stuttgart (ab Minute 5:30):

"Normalerweise hat ein Verein eine Philosophie, nach der die Spieler und Trainer ausgesucht werden. Beim VfB Stuttgart habe ich aber das Gefühl, dass sie einen neuen Coach holen und  ihm nur sagen: Mach mal, auf geht's. Eine Philosophie kann ich beim VfB Stuttgart nicht erkennen. Vielleicht sollten sie da den Hebel mal ansetzen." (Brinkmann)

"Und wenn es dann nicht klappt, was passiert denn dann? Dann muss der VfB die Scherben zusammenfegen und sich wieder etwas Neues überlegen. Vielleicht sollten sie mal eine Linie finden und eine Philosophie vorgeben. Und danach ihre Spieler und Trainer aussuchen." (Brinkmann)

"Wir halten fest: Öffentlichkeitsarbeit liegt Michael Reschke nicht. Vielleicht sollte er mal wieder hinter den Kulissen arbeiten, das hat ihm in der Vergangenheit gut getan. Dass er ein Fachmann ist, hat er schon mehrfach und konstant bewiesen." (Brinkmann)

"Hitzlsperger ist anerkannt, er ist schlau. Er hat sich Respekt verdient als Spieler und mittlerweile auch als TV-Experte." (Stutzky) 

Thema HSV (ab Minute 24:00):

"Der HSV ist von der Mentalität noch nicht in der Zweiten Liga angekommen. Wenn ich richtig hingeguckt habe, dann glauben sie beim HSV, dass sie es mit ihrer individuellen Klasse schon irgendwie hinkriegen. Aber die Zweite Liga ist wirklich sehr gefährlich. Die Kölner haben das besser angenommen."  (Brinkmann)

"Wenn Ihr ein großer Verein sein wollt, dann benehmt Euch doch bitte auch so. Ich weiß nicht, wie man den HSV dahin hat kommen lassen. Ich glaube, der HSV ist untrainierbar. Egal, welcher Trainer kommt - es läuft schief." (Stutzky)

"Der HSV braucht einen externen Berater - einen Typ wie Matthias Sammer. Felix Magath wäre nicht die optimale Lösung, der ist vorbelastet." (Brinkmann)

Thema Real Madrid (ab Minute 39:00):

"Der positiv-verrückte Ronaldo fehlt den Real-Spielern mit seiner Mentalität. Den Trainer Zinedine Zidane kann man auch hinzufügen. Wenn du in der 80. Minute im roten Bereich bist und Zidane an der Seitenlinie siehst, dann läufst du einfach nochmal mehr als bei einem anderen Trainer.“ (Brinkmann)

"Antonio Conte zu holen, der bei Chelsea diesen Fußball spielen ließ - das ist für mich mit dieser Denkweise und dem Kader nicht miteinander vereinbar. Dann kriegst du das krasse Gegenbild zu Barcelona." (Stutzky)

"Lothar Matthäus könnte Real übernehmen. Er ist prädestiniert dafür, einen großen Klub zu trainieren." (Brinkmann)

"Matthäus fände ich überragend. Ich finde, ihm wird total Unrecht getan, auch wenn er sich das selbst eingebrockt hat. Er hat sich jahrelang extrem schlecht verkauft." (Stutzky)  

"Es ist so was von unverständlich, dass dieser Mann bei einem deutschen Top-Klub noch keine Chance bekommen hat." (Brinkmann)