Karl-Heinz Rummenigge war bis 2017 Vorsitzender der ECA
Karl-Heinz Rummenigge war bis 2017 Vorsitzender der ECA © Getty Images

Karl-Heinz Rummenigge geht fest von der Einführung einer europäischen Superliga aus. Der Vorstandsboss des FC Bayern ist jedoch klar gegen diese Idee.

von SPORT1

Karl-Heinz Rummenigge geht fest von der Einführung einer europäischen Superliga aus.

"Ich vermute, dass diese Liga eines Tages kommen wird. Aber fragen Sie mich nicht, wann", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern dem Magazin 11Freunde. "Ich bin froh, dass die Gründung nicht mehr in meine Verantwortung als Chef der ECA fällt."

Rummenigge gegen Superliga

Rummenigge war von 2008 bis 2017 Vorsitzender der European Club Association (ECA), derzeit fungiert er als Ehrenvorsitzender. Seine Nachfolge trat Andrea Agnelli an.

Rummenigge selbst ist gegen eine Superliga. "Mein Bauchgefühl sagt mir, dass so ein Projekt alle nationalen Ligen beschädigen würde. Denn alle würden von heute auf morgen nur noch zweitklassig sein. Aber viele Vereine verfolgen zu sehr ihre wirtschaftlichen Eigeninteressen."

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Platini: "Brauchen keine private Liga"

Seit Jahren gibt es Diskussionen um die Einführung einer eigenen Liga für die besten Klubs des Kontinents, durch die Reform der Champions League im vergangenen Jahr wurden die Gespräche vertagt. Seit der laufenden Saison haben die großen Ligen vier Startplätze in der Champions League garantiert.

Auch der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini sprach sich gegen eine Superliga aus. "Wir brauchen keine private, geschlossene Liga, mal ganz davon abgesehen, dass die europäischen Gesetze eine private Liga bislang nicht zulassen“, sagte der Franzose.