Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist neben der Nationalmannschaft auch Teamarzt der Bayern
Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist neben der Nationalmannschaft auch Teamarzt der Bayern © Getty Images

Die Nationale Anti-Doping-Agentur widerspricht Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Dieser zweifelte zuletzt an der Wirkung von Doping im Profifußball.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat umstrittenen Aussagen von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt widersprochen. Der Arzt der deutschen Nationalmannschaft und von Rekordmeister Bayern München hatte in einem Zeit-Interview an der Wirksamkeit von Doping im Profifußball gezweifelt. 

Die NADA konterte. "Es geht im Fußball darum, die Regeneration zu beschleunigen, Verletzungen schneller und effektiver zu behandeln und damit die Rekonvaleszenz zu verkürzen. Werden dazu verbotene Substanzen und Methoden eingesetzt, ist das ebenfalls Doping", sagte eine Sprecherin der Rheinischen Post (Freitagausgabe).

NADA schließt Doping nicht aus

Weiterhin bestehe auch im Fußball die mögliche Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit durch die Einnahme von verbotenen Substanzen. Doping könne nicht auf den Missbrauch von Anabolika oder den Einsatz von Stimulanzien reduziert werden. Daher sei Doping im Fußball aus Sicht der NADA grundsätzlich nicht ausgeschlossen. 

Der 75-jährige Müller-Wohlfahrt hatte gesagt, es würde Fußballern nichts bringen, Muskelmassen anzutrainieren, "denn dann würden sie zu schwer werden". Und: "Die Elastizität ginge verloren, wie auch die Flexibilität und die Leichtigkeit. Wenn ein Spieler Stimulanzien nimmt, dann ist der Akku anschließend leer, und er erleidet im nächsten Spiel einen Leistungsabfall."

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