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Spaniens Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für Ex-Bayern-Star Xabi Alonso © Getty Images

Die spanische Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für Ex-Bayern-Star Xabi Alonso. Der 36-Jährige soll Einkünfte in Millionenhöhe nicht versteuert haben.

Dem ehemaligen spanischen Weltmeister Xabi Alonso droht wegen möglicher Steuerhinterziehung eine langjährige Gefängnisstrafe.

Die spanische Staatsanwaltschaft hat für den Ex-Bayern-Star eine Haftzeit von fünf Jahren und eine Geldstrafe von vier Millionen Euro gefordert, wie ein Gerichtssprecher in Madrid mitteilte.

Ermittlungen liefen seit drei Jahren

Alonso hatte sich vor der Mitteilung des Gerichts noch unbeeindruckt gezeigt: "Ich habe ein ruhiges Gewissen, weil ich weiß, dass ich alle Steuerangelegenheiten stets korrekt abgewickelt und mit den Behörden kollaboriert habe. Ich bin überzeugt, dass alles gut ausgehen wird", sagte Alonso der Nachrichtenagentur EFE.

Seit drei Jahren liefen bereits Ermittlungen gegen den Ex-Real-Profi, der zu den großen Stars der Furia Roja in den Glanzjahren 2008 bis 2012 zählte.

Angeblich hat der heute 36-Jährige seine Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten als Profi nicht entsprechend deklariert. Es soll sich um Einnahmen in Höhe von umgerechnet zwei Millionen Euro handeln, die über eine Briefkastenfirma abgewickelt worden sein sollen. 

Im vergangenen Sommer hatte der Mittelfeldspieler seine Karriere beendet.

Auch Ronaldo und Messi im Fokus

Auch gegen die Superstars Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona) wurde in der Vergangenheit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Spanien ermittelt.

Messi und sein Vater Jorge haben nach Auffassung des Gerichts über Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen. Messi junior wurde in erster Instanz zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt, die er allerdings nicht antreten musste.

Auch gegen Ronaldo ermitteln die spanischen Steuerfahnder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Über mehrere Jahre hinweg soll der Torjäger mittels Modells durch Briefkastenfirmen im Ausland seine Abgaben auf rechtswidrige Weise verringert haben.

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