Felix Magath war vor seiner Zeit in China Trainer des FC Fulham in der Premier League
Felix Magath wurde Anfang Dezember beim chinesischen Erstligisten Shandong Luneng entlassen © Getty Images

Mit Felix Magath findet TV-Experte Mehmet Scholl einen prominenten Unterstützer bei seiner Trainer-Kritik. Auch Magath wundert sich über die Trends in der Bundesliga.

Trainer-Routinier Felix Magath kritisiert in der Fußball-Bundesliga die Tendenz vieler Vereine zu jungen Trainern - und springt damit seinem früheren Schützling beim FC Bayern, Mehmet Scholl, zur Seite.

"Ich glaube nicht, dass die sportliche Entwicklung besser wird, wenn man nur noch junge Trainer von Nachwuchsmannschaften in der höchsten Spielklasse einsetzt", sagte der 64-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag.

Darum habe es ihn "überhaupt nicht überrascht", dass Bayern München Jupp Heynckes zurückgeholt hat: "Meiner Meinung nach ist Erfahrung im Trainerberuf sehr wichtig. Ich kann mich nur wundern über die jüngste Entwicklung in der Bundesliga."

Heidel widerspricht Scholl

Damit bekräftigte der Meistertrainer von Bayern München (2005/2006) und des VfL Wolfsburg (2009) die Einschätzung von Ex-Nationalspieler Scholl, der ebenfalls den aktuellen Trend für bedenklich hält.

Für seine Äußerungen hatte der heutige TV-Experte zunächst eher Gegenwind zu spüren bekommen. Unter anderem Schalke-04-Manager Christian Heidel hatte Unverständnis für Scholls Kritik gezeigt.

Magath bezeichnete zudem seine Trennung vom chinesischen Erstligisten Shandong Luneng vor einigen Tagen als "vorbildlich": "Im Gegensatz zu vielen Trennungen in der Bundesliga wurde dort nicht mit Schmutz geworfen, es gab keine üble Nachrede. Die öffentliche Erklärung des Vereins drückte Respekt und Zufriedenheit mit meiner Arbeit aus."

Was er in Zukunft machen möchte, weiß Magath noch nicht: "Damit werde ich mich in nächster Zeit beschäftigen und mir in Ruhe Gedanken machen, wohin ich eigentlich will."

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