A DFB Delegation At The 16th Petersburger Dialogue
A DFB Delegation At The 16th Petersburger Dialogue © Getty Images
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Reinhard Grindel zeigt sich vom Vorstoß des IFAB mit neuen Regelvorschlägen wie einer Netto-Spielzeit von 60 Minuten "irritiert". Dies sei nicht mit der FIFA abgestimmt.

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DFB-Präsident Reinhard Grindel kritisiert die Regelhüter vom International Football Association Board (IFAB) und will den Fußball in seiner jetzigen Form bewahren.

Der IFAB-Vorstoß mit einem Thesenpapier unter anderem zu einer Netto-Spielzeit von 60 Minuten sei seines Wissens "nicht so abgestimmt mit der FIFA" gewesen, sagte Grindel im Welt-Interview: "Und ich finde es dann irritierend, dass der IFAB-Geschäftsführer mit solchen Vorschlägen auf den Markt geht."

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Das vor einer Woche vorgelegte IFAB-Strategiepapier "PlayFair!" bringt ins Gespräch, sich vom alten Sepp-Herberger-Bonmot zu lösen, demzufolge ein Spiel 90 Minuten dauert. Es sei eine Option, bei jeder Unterbrechung die Uhr anzuhalten und somit eine Stunde effektive Spielzeit anzusetzen. Eine andere Anregung ist, dass sich die Spieler bei Freistößen und Eckbällen den Ball selbst vorlegen dürfen.

"Ich sehe die Vorschläge skeptisch", sagte Grindel. "Ich finde Neuerungen wie den Videobeweis oder die Torkamera sinnvoll im Profibereich, wo ein falscher Schiedsrichterpfiff über Millionen entscheiden kann. Aber ansonsten ist der Fußball gut so, wie er ist, und so soll er bitte auch bleiben."