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Sotschi - Leon Goretzka ist der große Gewinner des Confed Cups und hat nach der Gala gegen Mexiko seinen Marktwert weiter gesteigert. Effenberg rät aber von einem Wechsel ab.

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Der Anruf bei seinem Vater musste warten. Frisch geduscht beantwortete Leon Goretzka mit einer schwarzen Kulturtasche unter dem Arm immer wieder die Fragen zu seinem überragenden Auftritt im Halbfinale des FIFA Confederations Cup gegen Mexiko.

Um die zahlreichen Glückwünsche von Familie und Freunden für seinen Doppelpack innerhalb von 109 Sekunden anzunehmen, blieb erst einmal keine Zeit.

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"Ich habe den Flugmodus noch an", antwortete der Man of the Match schlagfertig auf die Frage, wie viele Nachrichten er schon erhalten habe.

Schnellster Doppelpack der DFB-Geschichte

Zuvor hatte der 22-Jährige beim 4:1 (2:0)-Erfolg in Sotschi gegen den Gold-Cup-Sieger für den schnellsten Doppelpack in der DFB-Geschichte gesorgt.

"Mir wurde der Ball zwei Mal sehr gut aufgelegt, da gehört nicht mehr viel zu, den reinzuschießen", blieb der Rekordmann danach bescheiden.

Doch Teammanager Oliver Bierhoff lobte: "Leon hat einen sehr, sehr großen Anteil am Erfolg.

Und Timo Werner meinte: "In den ersten zehn Minuten hat er alles zerbombt, was ihm vor dem Tor vor die Füße kam."

Auch in der Presse und in den sozialen Medien wurde Goretzka gefeiert.

Laufwege als Qualitätsmerkmal

Der Shootingstar stellte wie schon beim Turnierauftakt gegen Australien (3:2), als er an allen drei Toren beteiligt war, seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis.

Immer wieder stieß er aus dem defensiven Mittelfeld in die gefährlichen Räume vor, war für die Mexikaner kaum zu kontrollieren.

"Was seine ganz große Qualität ausmacht ist, dass er auch diese Wege geht", erklärte Joachim Löw:

"Beim 2:0 kommt er aus dem Mittelfeld - diesen Laufweg zu machen, das ist das Entscheidende. Der ist schwer zu verteidigen."

Der große Gewinner des Confed Cups

Ohne Frage: Der Schalker ist der große Gewinner im deutschen Perspektivteam. Der englische Guardian bezeichnete ihn als "die Entdeckung des Turniers".

"Unser Erfolg und auch der der U-21 sind pure Werbung für den deutschen Fußball", sagte Goretzka: "Jetzt wollen wir auch noch den letzten Schritt gehen und das Finale gewinnen."

Mit Teamkollege Timo Werner führt er vor dem Finale gegen Chile (So., 20 Uhr im LIVETICKER) die Torjägerliste mit drei Treffern an. 

Wichtiger ist Goretzka allerdings der Turniersieg in Russland - und danach dann die Entscheidung über seine Zukunft.

Schalke 04 will sein Juwel unbedingt halten, würde aber angesichts des Vertrags bis 2018 nur diesen Sommer noch eine Ablöse bekommen.

Marktwert deutlich gestiegen

Mit jedem Spiel beim Confed Cup ist Goretzkas Marktwert deutlich gestiegen, wie auch Ex-Nationalspieler Sebastian Kehl nach der Gala gegen Mexiko behauptete.

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Mindestens 30 Millionen Euro müssten Interessenten wie der FC Bayern für den Youngster wohl bezahlen.

Effenberg rät von Bayern ab

"Ein Wechsel zu Bayern wäre riskant, aber auch ein Statement", meinte der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

Ex-FCB-Kapitän Stefan Effenberg riet dem Shootingstar hingegen davon ab, schon im Sommer zum Rekordmeister zu wechseln:

"Es ist mir Sicherheit nicht der richtige Schritt, zu den Bayern zu gehen und zu sagen, ich stelle mich dort der Konkurrenz. Denn die Konkurrenz ist einfach zu groß", sagte Effenberg im ARD Sportschau Club.

"Er sollte auf Schalke bleiben. Denn er braucht seine Spiele, und ich bezweifle, dass er die bei den Bayern bekommt."