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Hamburg - Der Hamburger SV patzt erneut und gerät im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr immer weiter ins Hintertreffen. Keeper Sven Ulreich blickt der Realität ins Auge.

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Keeper Sven Ulreich redete nach dem nächsten schweren Patzer des Hamburger SV im Kampf um den Aufstieg Klartext.

"Natürlich muss man sich Sorgen machen", sagte Ulreich nach dem 1:1 (0:0) im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC bei Sky. Vor allem beim Blick auf die Tabelle wird den Hanseaten angst und bange. (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga)

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Ulreich: "Brauchen nicht über Aufstieg reden"

Zwar belegt der HSV mit 52 Punkten aktuell noch den Relegationsplatz, aber Verfolger Holstein Kiel hat bei zwei Punkten Rückstand noch drei Nachholspiele in der Hinterhand. Der Rückstand der Hamburger auf Platz zwei wuchs durch den 3:2-Sieg der SpVgg Greuther Fürth gegen den SV Sandhausen am Mittwoch auf fünf Punkte an. Der HSV droht damit auch im dritten Anlauf die Bundesliga-Rückkehr zu verpassen. Aus eigener Kraft kann der einstige Liga-Dino die Rückkehr ins Oberhaus nicht mehr schaffen. Es droht das Horror-Triple, der dritte verpasste Aufstieg in Serie. (Tabelle der 2. Bundesliga)

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"Es sind noch drei Spiele zu gehen, wir haben fünf Punkte Rückstand, Kiel ist noch mit drei Spielen hinter uns. Wir müssen momentan nicht über den Aufstieg reden. Wir müssen einfach unsere Spiele gewinnen. Wenn wir das nicht tun, brauchen wir nicht über den Aufstieg reden", meinte Ulreich.

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Abwehrchef Rick van Drongelen ergänzte: "Das ist im Moment natürlich scheiße. Aber wir werden bis zum Schluss alles geben. Als Fußballer spielst du, um zu gewinnen." Das gelte auch für die restlichen Spiele. "Wir müssen erstmal auf uns selbst gucken, dass wir unsere eigenen Spiele gewinnen. Dass wir es besser können als heute, ist klar."

HSV zum fünften Mal in Folge sieglos

Zum fünften Mal in Folge blieb die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune sieglos. Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit erlöste zunächst Simon Terodde (56.) den HSV mit einem erst im Nachschuss verwandelten Handelfmeter. Doch der KSC glich postwendend durch Daniel Gordon (57.) im Anschluss an eine Ecke aus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Fußballerisch haben wir es ganz gut gemacht, aber wir haben die Zweikämpfe nicht so gestaltet wie man das in der Zweiten Liga machen muss", sagte Ulreich. "Wenn man ehrlich ist, hatten wir zu wenig klare Chancen. Das Unentschieden ist verdient, aber für uns ist das zu wenig, weil die Grundtugenden wie Zweikampfverhalten und zweite Bälle einfach nicht gestimmt haben."

Thiounes Mannschaft war die große Verunsicherung durch die Rückschläge der vergangenen Wochen mit nur zwei Punkten aus vier Spielen anzumerken.

Terodde trifft erst im zweiten Anlauf

Über die Flügel konnten die Platzherren kaum Druck entfachen, und gegen die gut eingestellte KSC-Defensive fehlten andere Ideen. Zugleich leisteten sich die Hamburger im Abwehrverhalten vereinzelt Schwächen, die Karlsruhe allerdings nicht ausnutzte.

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Nach dem Wechsel stand Teroddes Fahrkarte vom Punkt sinnbildlich für die Unsicherheit des gesamten HSV-Teams: Erst nachdem KSC-Keeper Marius Gersbeck seinen schwachen Schuss nur nach vorne abprallen ließ, konnte der Torjäger zur Führung einschieben. 

Doch die Hoffnung der Gastgeber auf mehr Ruhe durch die Führung erfüllte sich nicht: Gordons Ausgleich folgte für Thiounes Team wie eine kalte Dusche. In der Folgezeit agierten die Hamburger immer hektischer und zu konzeptlos, um den dringend benötigten Erfolg noch erzwingen zu können.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)