Robert Zulj (r.) erzielte per Elfmeter den Siegtreffer für den VfL Bochum
Robert Zulj (r.) erzielte per Elfmeter den Siegtreffer für den VfL Bochum © Imago
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München - Der VfL Bochum macht mit dem Sieg in Fürth einen großen Schritt in Richtung Aufstieg. Hannover 96 patzt beim Aue-Jubiläum. Der KSC ärgert sich über den Rasen.

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Der VfL Bochum hat das Spitzenspiel der 2. Bundesliga am 24. Spieltag für sich entschieden und damit einen großen Schritt in Bundesliga-Rückkehr nach elf Jahren getätigt.

Die Bochumer setzten sich dank einer guten zweiten Hälfe mit 2:1 (1:1) bei Greuther Fürth durch und behaupten damit die Tabellenführung. (Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

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Mit 48 Punkten hat der VfL nun drei Zähler Vorsprung vor Holstein Kiel, die am Montag mit einem Sieg beim Hamburger SV (42 Punkte) jedoch gleichziehen könnten. Fürth liegt mit 43 Punkten weiter auf dem dritten Rang.

Die Highlights der Samstagsspiele am Sonntag ab 9 Uhr in Hattrick Pur - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1

Bochum erwischt besseren Start

In einem temporeichen und unterhaltsamen Spitzenspiel erwischten die Gäste den besseren Start. Bochum ging durch einen sehenswerten Schlenzer von Anthony Losilla in den Winkel früh in Führung (7.).

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Mit seinem ersten Profitor glich Anton Stach für die Gastgeber aus (18.), VfL-Keeper Manuel Riemann reagierte bei dem Aufsetzer ins kurze Eck überhaupt nicht. "Ich habe ehrlich gedacht, er geht am Tor vorbei. Dann bekam der so einen Effet", sagte Riemann bei Sky: "Ärgerlich. Ich bin einfach froh, dass die Jungs vorne zwei gemacht haben."

Nach dem Ausgleich war Fürth die aktivere Mannschaft, hatte durch Havard Nielsen (25.) und Branimir Hrgota (29.) die besseren Torchancen. Die Bochumer, ohne ihren verletzten Stürmer Simon Zoller, setzten erst kurz vor der Pause wieder offensive Akzente. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Mit seinem zwölften Saisontreffer sicherte der Ex-Fürther Robert Zulj (61., Foulelfmeter) den Bochumern den neunten Sieg in den letzten zwölf Spielen. 

Der CHECK24 Doppelpass mit Dieter Hoeneß, André Schubert und Live-Schalte zu Peter Knäbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Hannover 96 patzt bei Aue-Jubiläum

Für Hannover 96 ist der Traum vom Aufstieg dagegen wohl endgültig geplatzt.

Die Hannoveraner mussten sich bei Erzgebirge Aue trotz zwischenzeitlicher Führung mit einem 1:1-Remis zufrieden geben. Mit 35 Punkten liegt Hannover auf Rang acht deutlich hinter den Aufstiegsrängen. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Es war das 500. Zweitligaspiel für die Sachsen, die sich trotz des Remis mit 33 Punkten im Tabellenmittelfeld unmittelbar hinter Hannover halten.

Hannover und Aue auf Augenhöhe

Die Gäste bestimmten die Anfangsphase, Aue fand jedoch immer besser ins Spiel. Die Chance zum Führungstreffer verpasste Florian Krüger (12.), der an Hannovers Torwart Michael Esser scheiterte.

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Anschließend begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe, bis Ochs den von Pascal Testroet geklärten Ball abfing und das Tor für Hannover erzielte. Danach drängten die Gäste weiter nach vorne. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Im zweiten Durchgang war Aue um den Ausgleich bemüht, die Treffer von Testroet (50.) und Gaetan Bussmann (55.) zählten aufgrund von Abseitspositionen nicht. Hannover wurde zunehmend passiv, Testroet nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich aus kurzer Distanz.

KSC beendet Siegesserie von St. Pauli

Weiter vom Aufstieg träumen darf derweil der Karlsruher SC, auch wenn es im Heimspiel gegen den formstarken FC St. Pauli nur zu einem Punkt reichte.

Der KSC und St. Pauli trennten sich 0:0 - die Paulianer hatten zuvor fünf Spiele - unter anderem gegen den Hamburger SV am Montag - für sich entschieden.

KSC-Kapitän Jerome Gondorf zeigte sich bei Sky nach der Partie genervt von der heimischen Rasenqualität: "Wir haben wieder auf einem Rasen gespielt. Da ist er in meinem Garten besser, kürzer."

Karlsruhe liegt mit 40 Punkten dennoch nur noch drei Zähler hinter Fürth. Die Elf vom Millerntor befindet sich auf Platz zehn mit 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld.

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KSC dominant - aber St. Pauli setzt Nadelstiche

Die erste große Chance im Spiel besaß in der siebten Minute St. Paulis Daniel Kyereh. Aus sechs Metern scheiterte er jedoch am glänzend reagierenden Torwart Marius Gersbeck. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Die Hausherren hatten zwar ein optisches Plus, allerdings verteidigten die Hamburger geschickt und setzten in der Offensive immer wieder Nadelstiche. So hatte St. Pauli in der Anfangsphase sogar mehr Torschüsse als der KSC zu bieten.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit besaßen die Gäste die erste gute Gelegenheit. In der 57. Minute fand allerdings Rico Benatelli wiederum im starken Gersbeck seinen Meister.

Drei Minuten später scheiterte Karlsruhes Benjamin Goller nach einer schönen Einzelleistung an St.-Pauli-Schlussmann Dejan Stojanovic.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)