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Hamburg und München - Guido Burgstaller spricht vor dem Derby zwischen St. Pauli und dem HSV im SPORT1-Interview über das heiße Duell und die Zeit beim FC Schalke 04.

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Derbytime in Hamburg!

Am Montagabend trifft der formstarke FC St. Pauli im Stadtderby auf den HSV (2. Bundesliga: St. Pauli - HSV ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

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Dabei ruhen die Hoffnungen der Gastgeber auf Torjäger Guido Burgstaller. Der Österreicher, den zu Beginn seiner Zeit bei St. Pauli Nierenprobleme wochenlang außer Gefecht gesetzt hatten, trifft aktuell wie er will. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)

Burgstaller erzielte beim 3:2-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 einen Doppelpack. Er traf damit im siebten Spiel in Folge für die Kiezkicker. 

Burgstaller war im Sommer vom FC Schalke 04 gekommen, nachdem die Königsblauen um den damaligen Trainer David Wagner keine Verwendung mehr für ihn fanden.

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Im Interview mit SPORT1 spricht der 31-Jährige über seine schwierige Anfangszeit, die Gründe für den Aufschwung, das bevorstehende Derby und den FC Schalke.

SPORT1: Bei wie viel Prozent stehen Sie denn nach der Verletzung nun mittlerweile?

Guido Burgstaller: Ich fühle mich zu 100 Prozent fit. Von dem her ist alles okay.

Burgstaller: "Es war eine schwierige Situation"

SPORT1: Wie haben Sie die Zeit in Hamburg bislang erlebt?

Burgstaller: Es war eine schwierige Situation, wenn du zu einem Verein kommst und gleich verletzt bist. Die Reha hat aber gut funktioniert, ich konnte wieder schnell auf den Platz und jetzt bin ich froh, dass ich über eine längere Zeit fit bin.

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SPORT1: Was macht St. Pauli gerade so stark?

Burgstaller: Wir arbeiten gut gegen den Ball, haben gute Umschaltmomente, spielen gutes Pressing. Es ist unangenehm, gegen uns zu spielen. Natürlich ist das in gewissen Situationen immer ausbaufähig, aber daran arbeiten wir und dann hoffen wir, dass wir so weiterspielen.

SPORT1: Sie haben sieben Spiele am Stück getroffen. Das ist außergewöhnlich. Was macht so eine Serie mit Ihnen?

Burgstaller: Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen kann. Da gehören aber immer mehrere Leute dazu.

Burgstaller: "Das Paket stimmt hier"

SPORT1: Gibt es bei Ihnen aktuell etwas, was besser läuft als in den Monaten und Jahren davor?

Burgstaller: Nein, das kommt und geht. Ich fühle mich einfach wohl hier, habe Spaß. Das Paket stimmt hier. Als Fußballer ist es immer das Wichtigste, dass man Spaß hat. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

SPORT1: Am Montag geht es gegen den HSV. Wie erleben Sie die Tage vor diesem Derby in Ihrer neuen Stadt?

Burgstaller: Es knistert bei uns Spielern seit Anfang der Woche, jeder fiebert dahin. Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Wir können es kaum erwarten.

SPORT1: Beim HSV läuft es aktuell nicht so gut, bei Ihnen aber umso mehr. Welche Rollen spielen die Formkurven vor diesem Derby?

Burgstaller: Ich glaube, beim HSV wird schon wieder auf höchstem Niveau genörgelt. Wir sind momentan gut drauf, haben uns viel Selbstvertrauen erarbeitet und dann schauen wir mal, was am Montag so geht.

Burgstaller: "Wir haben Kleinigkeiten als Mannschaft verändert"

SPORT1: Ist eine besondere Stimmung im Training, in den Zweikämpfen zu spüren?

Burgstaller: Ja, klar. Ich habe schon ein paar Derbys gespielt, aber das ist jetzt mein erstes Hamburger Derby. In einer Derby-Woche herrscht immer eine spezielle Stimmung. Da ist das Training auch heißer und es geht ein bisschen härter zu. Deshalb fühlt sich das gut an.

SPORT1: Im Moment läuft es richtig gut bei St. Pauli. Werden die Ziele nochmal neu ausgerichtet?

Burgstaller: Nein. Auch im Winter, wo es nicht so gut aussah, haben wir gesagt, dass wir diesen Weg weitergehen. Wir haben Kleinigkeiten als Mannschaft verändert, das haben wir im Winter besprochen. Den Weg, den wir jetzt eingeschlagen haben, wollen wir weitergehen. Am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt. Wenn wir die Leistung der vergangenen Wochen abrufen, hoffe ich, dass noch ein paar Siege hinzukommen werden.

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Burgstaller über Schalke: "Man glaubt bis zum Schluss dran"

SPORT1: Bei Schalke 04 läuft es gar nicht. Wie blicken Sie auf die Situation bei Ihrem früheren Arbeitgeber?

Burgstaller: Ich schaue mir das an, habe noch ein bisschen Kontakt zu ein paar Spielern. Das trifft mich natürlich auch sehr hart. Ich war einige Zeit auf Schalke, hatte da eine schöne Zeit. Ich hoffe, dass Schalke da irgendwie herauskommt. Man glaubt bis zum Schluss daran.

SPORT1: Wie schwer könnte es für einen solch großen Traditionsverein wie Schalke in der 2. Liga werden?

Burgstaller: So weit will ich noch gar nicht denken und auch gar nicht darüber reden, weil das mir nicht zusteht. Ich hoffe einfach, dass es die Jungs noch schaffen, das sind gute Jungs. Ich drücke Ihnen von ganzen Herzen die Daumen.