Kickers-Coach Bernhard Trares reist mit einem Rumpftruppe nach Darmstadt
Kickers-Coach Bernhard Trares reist mit einem Rumpftruppe nach Darmstadt © Imago
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München - Die Würzburger Kickers reisen mit nur "elfeinhalb" Feldspielern zu Darmstadt 98. Dass die Partie trotzdem stattfindet, macht Trainer Berhard Trares sauer.

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Emotionale Achterbahnfahrt bei den Würzburger Kickers.

Der Zweitligist muss mit drastisch reduziertem Personal beim SV Darmstadt antreten. Grund: Nachdem ein Physiotherapeut am Anfang der Woche positiv auf Corona getestet worden war, mussten sich vierzehn Spieler in Quarantäne begeben.

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Die für den Mittwochabend angesetzte Partie gegen den FC St. Pauli wurde kurzfristig verlegt, sie soll am Mittwoch, 6. Januar um 20.30 Uhr nachgeholt werden. Nicht so jedoch die kommende Begegnung gegen die Lilien am Samstag, obwohl der Klub auch hier von einer Verlegung ausgegangen war (2. Bundesliga: SV Darmstadt 98 - Würzburger Kickers am Sa. ab 13.00 Uhr im LIVETICKER). 

"Es stimmt, die DFL möchte, dass gespielt wird, wir können nur mit elfeinhalb Spielern plus zwei Torhütern nach Darmstadt fahren", sagte Würzburgs Trainer Bernhard Trares zu SPORT1: "Ich habe mich mit der Situation inzwischen abgefunden, dass wir spielen müssen. Also werden wir es auch tun. Der Klub ist dabei gewisse Dinge einzuleiten, aber wie gesagt die DFL will, dass wir spielen. Ich trage das schon zwei Tage mit mir, bin da jetzt sehr gefasst. Ich konzentriere mich einfach auf meine Mannschaft."

Kickers mit erheblichem Personalmangel

Zuvor hatte sich der Coach auf einer Online-Pressekonferenz noch deutlich wütender gegeben: "Ich muss mich sehr zurückhalten, dass ich nicht platze. Ich möchte nicht zu viel sagen, sonst wird es unsachlich."

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Weil neben "elfeinhalb" einsatzfähigen Feldspielern nur zwei Reservetorhüter zur Verfügung stünden, könnte es zur Einwechslung eines Torwarts kommen. 

"Auch das ist ein Plan", so der gebürtige Bensheimer, dem eine Spielabsage jedoch weiter am liebsten wäre. "Ich appelliere an die Vernunft der verantwortlichen Leute. Ich appelliere, dass man aufeinander zugeht in diesen schwierigen Zeiten."

Kickers wird DFL-Regel zum Verhängnis

Dass die Partie überhaupt erst stattfinden kann, haben die Kickers unter anderem ihrer lokalen Gesundheitsbehörde zu verdanken. Diese hat vier Spieler vorzeitig aus der Quarantäne entlassen, weil man in diesen Fällen "nicht von einem erhöhten Infektionsrisiko ausgehen" könne.

Eine Spielabsage in Zeiten der Fünf-Wechsel-Regel ist laut DFL-Regularien jedoch nur dann möglich, wenn einer Mannschaft sechszehn Spieler oder weniger zur Verfügung stehen.

Dabei wird nicht berücksichtigt, ob Spieler wegen Verletzungen oder Sperren nicht einsatzberechtigt sind. Dies wird den Kickers zum Verhängnis. 

Denn so gehören auch der rotgesperrte Ewerton, sowie die Verletzten Keanu Staude und Douglas offiziell zum Kader. Dadurch stehen den Kickers theoretisch siebzehn Mann zur Verfügung, auch wenn nur vierzehn davon, darunter drei Torhüter, spielberechtigt sind.