HSV-Torjäger Simon Terodde (M.) erlebt nach starkem Saisonstart eine Flaute
HSV-Torjäger Simon Terodde (M.) erlebt nach starkem Saisonstart eine Flaute © Getty Images
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Der Hamburger SV steckt kurz vor Weihnachten tief in einer Ergebniskrise. Nach dem 0:1 im Nordduell gegen Hannover 96 rutschte das Team von Trainer Daniel Thioune aus den Aufstiegsrängen.

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Drei Pleiten in Folge, fünf Spiele ohne Sieg: Die Talfahrt beim Hamburger SV geht ungebremst weiter - doch Trainer Daniel Thioune will von einer Krise beim großen Aufstiegsfavoriten nichts wissen.

"Ich weise es weit von mir, dass wir uns in einer unruhigen Phase des Absturzes befinden", sagte Thioune nach dem 0:1 (0:1) im Nordduell gegen Hannover 96 und sprach lieber von einer "nicht allzu guten Phase". (Service: Spielplan 2. Bundesliga)

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Diese vorweihnachtliche Schwächephase, die den HSV erstmals seit dem ersten Spieltag aus den Aufstiegsplätzen rutschen ließ, weckt an der Elbe aber zwangsläufig Erinnerungen an die Vorsaison.

Damals hatten die Hamburger unter Thioune-Vorgänger Dieter Hecking genau in dieser Jahreszeit entscheidende Punkte für den Wiederaufstieg liegen gelassen.

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Soweit ist es in diesem Jahr noch lange nicht, doch die Schlagzeilen am Nikolaustag hatten es in sich. "HSV stümpert weiter", titelte die Bild am Sonntag. Und die Hamburger Morgenpost setzte mit Blick auf die zu diesem Zeitpunkt mit 17 Punkten aus zehn Spielen schlechteste Zweitliga-Ausbeute des früheren Erstliga-Dinos noch einen drauf und schrieb: "HSV historisch schlecht." (Service: Tabelle der 2. Bundesliga)

Thioune ärgert sich sehr über Niederlage gegen 96

In Hannover pustete man dagegen kräftig durch. Dank des Treffers von Hendrik Weydandt (13.) holte 96 im fünften Auswärtsspiel die ersten Punkte und kletterte ins Tabellenmittelfeld. Das obere Drittel ist angesichts von jetzt nur noch vier Zählern Rückstand zum HSV wieder in Sichtweite. "Ich bin sehr froh", sagte Trainer Kenan Kocak, dem Klubboss Martin Kind zuletzt Druck gemacht hatte.

Thioune machte aus seiner Enttäuschung dagegen keinen Hehl. "Ich ärgere mich sehr über die Niederlage. Es war unnötig", sagte der 46-Jährige. Vor allem der frühe und auch für ihn "mehr als berechtigte" Platzverweis gegen Sonny Kittel nach 25 Minuten wurmte ihn. Doch "auch mit zehn Mann hätten wir das Spiel gewinnen können. Wir haben eine Menge liegen gelassen. Wir müssen daran wachsen."

Terodde: "Bitterer Nachmittag"

Auffällig: Auch bei Hamburgs Top-Torjäger Simon Terodde läuft es nicht mehr rund. Gegen Hannover blieb er zum vierten Mal hintereinander ohne Treffer aus dem Spiel heraus. Der Angreifer sprach von einem "bitteren Nachmittag, gerade auch für mich, weil ich der Mannschaft nicht helfen konnte".

Und doch geht der Blick beim HSV nach vorne. Soll es für Thioune und Co. zu Weihnachten nicht noch ungemütlicher werden, muss in den verbleibenden drei Spielen in Darmstadt, gegen Sandhausen und in Karlsruhe dringend der Turnaround gelingen. "Letztlich werden wir und auch ich an Ergebnissen gemessen", sagte Thioune: "Und das ist auch gut so."