HSV-Stürmer Simon Terodde (l.) erzielte zwei Treffer gegen den SV Sandhausen
HSV-Stürmer Simon Terodde (l.) erzielte zwei Treffer gegen den SV Sandhausen © Imago
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München - Trotz einer durchwachsenen Leistung übernimmt der Hamburger SV dank Simon Terodde die Tabellenführung. Greuther Fürth und der VfL Bochum enttäuschen dagegen.

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Dank Torjäger Simon Terodde und eines kuriosen Sandhausen-Fauxpas hat der Hamburger SV am 12. Spieltag wieder die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen.

Der HSV setzte sich - trotz einer kurioserweise über weite Strecken der Partie mäßigen Leistung - letztlich deutlich mit 4:0 (1:0) gegen den SV Sandhausen durch. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

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Terodde erzielte die ersten beiden Treffer der Hamburger. Es waren seine Tore drei und vier innerhalb von vier Tagen, nachdem der 32-Jährige bereits am Samstag beim 2:1-Sieg bei Darmstadt 98 zweimal getroffen hatte.

"Es ist schön, dass er für uns spielt. Er ist selbst im Training eklig und immer höchst motiviert", sagte HSV-Abwehrspieler Toni Leistner. (Hamburger SV - SV Sandhausen zum Nachlesen im Ticker)

Terodde bestraft bösen Sandhausen-Schnitzer

Hamburgs Führungstreffer in der 30. Minute war allerdings ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk von Sandhausens Ivan Paurević. Dieser hätte den Ball vor Terodde leicht klären können, blieb aber stattdessen einfach weg, weil er vermutlich keinen Gegenspieler in seinem Rücken erwartet hatte.

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Sowohl zuvor als auch 30 Minuten lang danach bestimmte Sandhausen die Partie und hatte deutlich mehr Torchancen. Der HSV, der am 34. Spieltag der Vorsaison gegen den SVS mit 1:5 untergegangen war, brachte sich mit früh mit krassen Abwehrfehlern selbst in Bedrängnis. Alexander Esswein (6./7.) schlug daraus jedoch kein Kapital.

Offensiv ging bei den Hamburgern ziemlich lange auch nichts - doch nach dem zweiten Terodde-Treffer in der 67. Minute drehten die Hamburger plötzlich auf und kamen durch die Tore von Amadou Onana (78.) und Josha Vagnoman (90.+1) doch noch zum Kantersieg.

Sandhausen kann sich für die gut 60 Minuten lang ordentliche Leistung nun wenig kaufen und muss sogar befürchten, vom 15. Platz noch weiter abzurutschen. Der HSV hat die Tabellenspitze mit dem Sieg zurückerobert - Holstein Kiel kann am Mittwoch gegen den 1. FC Nürnberg bei einem Sieg jedoch wieder vorbeiziehen. (2. Bundesliga: Holstein Kiel - 1. FC Nürnberg ab 18.30 Uhr im LIVETICKER)

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Fürth gegen gegen Darmstadt unter

Beim Sprung an die Tabellenspitze profitierte der Hamburger SV unter anderem von der desolaten Leistung der SpVgg Greuther Fürth. (Service: Tabelle der 2. Bundesliga)

Das erstaunlich chancenlose Kleeblatt unterlag dem zuletzt schwächelnden SV Darmstadt 98 deutlich, aber auch in dieser Höhe verdient mit 0:4 (0:2). Die Franken, die bei einem Sieg wieder Platz eins übernommen hätten, kassierten bereits die dritte Heimniederlage in dieser Saison. (Greuther Fürth - SV Darmstadt zum Nachlesen im Ticker)

Für die überzeugenden Lilien, denen in den vorangegangenen fünf Spielen nur ein Sieg gelungen war, trafen Tim Skarke (17.), Serdar Dursun (45./49.) und Immanuel Höhn (76.). Die Gäste mussten die Partie nach Gelb-Rot für Lars Lukas Mai (83.) allerdings mit nur neun Feldspielern beenden.

Die Highlights der Freitagsspiele ab 23 Uhr in Sky Sport News HD - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1

Bochum enttäuscht in Hannover

Auch der VfL Bochum nutzte die Chance auf den Sprung an die Tabellenspitze nicht. Am 12. Spieltag unterlag der VfL nach einem schwachen Auftritt bei Hannover 96 0:2 (0:1) und fiel im Aufstiegsrennen etwas zurück. (Hannover 96 - VfL Bochum zum Nachlesen im Ticker)

Valmir Sulejmani (2.) sorgte bei seinem ersten Startelfeinsatz nach einem Turbo-Angriff für einen Traumstart der Gastgeber. Vorbereiter Marvin Ducksch erhöhte in der zweiten Hälfte per Foulelfmeter (60.). Mit dem verdienten ersten Heimsieg seit Ende Oktober vergrößerte Hannover den Abstand auf die gefährliche Zone.

"Das ist eine Riesenerleichterung", sagte Ducksch bei Sky: "Ein Kompliment an die ganze Mannschaft, die sich 95 Minuten lang total reingehauen hat. Für mich lief es zuletzt nicht gut. Das war deshalb wichtig."

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Heidenheim verteidigt stolze Heimspiel-Serie

Lediglich bei der Partie zwischen dem 1. FC Heidenheim und Jahn Regensburg fielen keine Treffer. (1. FC Heidenheim - Jahn Regensburg zum Nachlesen im Ticker)

Heidenheim konnte aber seine stolze Serie in der 2. Bundesliga fortsetzen. Denn mit dem 0:0 blieb die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt auch im 19. Heimspiel in Serie ungeschlagen. 

Mit einem Erfolg wären die Heidenheimer nach Patzern der Konkurrenten noch näher an die Aufstiegsplätze herangerückt. Regensburg bleibt im Tabellenmittelfeld.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)