DARMSTADT, GERMANY - NOVEMBER 08: Dennis Srbeny of Paderborn celebrates his team's fourth goal with teammates  during the Second Bundesliga match between SV Darmstadt 98 and SC Paderborn 07 at Jonathan-Heimes-Stadion am Boellenfalltor on November 08, 2020 in Darmstadt, Germany. (Photo by Alex Grimm/Getty Images)
Der SC Paderborn zerlegte Darmstadt 98 beim 4:0 nach allen Regeln der Kunst © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten

Am 7. Spieltag feiert Paderborn eine Torgala gegen zehn Lilien. Osnabrück springt durch einen Sieg gegen Regensburg auf Rang zwei. St. Pauli verliert gegen Karlsruhe.

Anzeige

Absteiger SC Paderborn ist mit einem typischen Offensiv-Feuerwerk endgültig wieder in der 2. Bundesliga angekommen.

Das Team von Trainer Steffen Baumgart zerlegte Darmstadt 98 beim 4:0 (3:0) nach allen Regeln der Kunst und ist nach dem anfänglichen Fehlstart nun seit vier Partien ungeschlagen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Anzeige

Nach dem siebten Spieltag liegen die Ostwestfalen sogar wieder auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Lilien nur zu zehnt

Ron Schallenberg (13.), Chris Führich (22.) und Dennis Srbeny (25.) sorgten schon in der ersten halben Stunde für klare Verhältnisse. Nach der völlig überzogenen Gelb-Roten Karte für Darmstadts Nicolai Rapp (40.) legte Srbeny (61., Handelfmeter) nach.

"Das war eine gelungene Leistung. Wir hatten einen guten Matchplan, das hohe Pressing hat sich bezahlt gemacht", sagte Doppelpacker Dennis Srbeny: "Wir haben auch in der Bundesliga nie an unserer Spielidee gezweifelt."

Auch interessant
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Die Transfer-Baustellen der Bayern
  • Fussball / Transfermarkt
    2
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Türkische Topklubs buhlen offenbar um Costa
  • Int. Fussball / Championship
    3
    Int. Fussball / Championship
    Der Abstieg von Klopps Musterschüler
  • Fußball / Bundesliga
    4
    Fußball / Bundesliga
    Bittere Story eines BVB-Transfers
  • Boulevard
    5
    Boulevard
    Der Porno-Absturz der Surf-Coffeys

Die ohne ihren an Corona erkrankten Kapitän Fabian Holland angetretenen Lilien kassierten nach fast einem Jahr wieder eine Heimniederlage.

Paderborn deckte mit hohem Pressing von der ersten Minute an die gravierenden Defensivschwächen der Gastgeber auf. Keeper Marcel Schuhen verhinderte in der ersten halben Stunde sogar einen noch höheren Rückstand. Gerade als sich die Hessen etwas stabilisierten, flog Rapp wegen eines minimalen Schubsers vom Platz. Der SCP schaltete ein paar Gänge zurück, dennoch verhinderte nur eine teils fahrlässige Chancenverwertung einen noch deutlich höheren Sieg.

Osnabrück springt auf Platz zwei

Der  VfL Osnabrück sorgt in der 2. Bundesliga dank eines überragenden Sebastian Kerk weiterhin für Furore. 

Das noch ungeschlagene Überraschungsteam von Trainer Marco Grote gewann bei Jahn Regensburg verdient mit 4:2 (2:1) und sprang vorerst hinter dem Hamburger SV überraschend auf Rang zwei. Der Jahn musste dagegen die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Sebastian Kerk trifft drei Mal 

Kerk war beim dritten Saisonsieg des VfL mit drei Toren der Mann des Tages. Das 1:1 (22.) und 4:1 (72.) erzielte der 26-Jährige per Strafstoß. Beide Male war der Mittelfeldspieler selbst gefoult worden. Kurz vor der Halbzeit war Kerk zudem mit einem sehenswerten Freistoß aus knapp 30 Metern das 2:1 (41.) gelungen. Etienne Amenyido (64.) erzielte den vierten Treffer für den VfL.

Andreas Albers (12.) hatte Regensburg in Führung gebracht, Aaron Opoku (75.) verkürzte. Max Besuschkow hätte das Spiel noch einmal spannend machen, scheiterte jedoch mit einem Handelfmeter an VfL-Keeper Philipp Kühn (77.).

Vom frühen Rückstand hatte sich der VfL nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Niedersachsen kämpften sich ins Spiel - und waren in der Folge extrem effizient. Die Oberbayern hatten zwar insgesamt mehr vom Spiel, waren aber nicht zwingend genug. 

Deutschlands Tippkönig gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Karlsruhe zieht an St. Pauli vorbei

Durch seinen ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison ist der Karsruher SC nach Punkten mit dem FC St. Pauli gleichgezogen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner setzte sich im Kellerduell bei den Hamburgern verdient mit 3:0 (1:0) durch. Beide Teams haben nach sieben Spieltagen sieben Zähler auf dem Konto, der KSC ist 15., St. Pauli fiel auf Abstiegsplatz 17 zurück. (SERVICE: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Für den Führungstreffer sorgte Marco Thiede schon in der vierten Minute, St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann sah bei dem Distanzschuss aus 25 Metern Entfernung nicht gut aus. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war Jerome Gondorf mit einem Flachschuss erfolgreich, Philipp Hofmann stellte per Kopfball den Endstand her (76.).

Die Hanseaten agierten bis in die Schlussphase hinein zu berechenbar und schematisch. Die Badener setzten bei Kontern immer wieder Nadelstiche und wirkten gefährlicher als die Norddeutschen.

"In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht auf dem Platz. Weil der KSC in den entscheidenden Situationen klar im Vorteil war, haben wir verdient verloren", sagte St. Paulis Trainer Timo Schultz am Sky-Mikrofon.