Der FC St. Pauli feierte den ersten Sieg der neuen Saison in der 2. Bundesliga
Der FC St. Pauli feierte den ersten Sieg der neuen Saison in der 2. Bundesliga © Getty Images
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Der FC St. Pauli feiert beim Heim-Debüt von Timo Schultz den ersten Saisonsieg in der 2. Bundesliga. Auch der 1. FC Nürnberg und der VfL Bochum dürfen jubeln,

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Der FC St. Pauli hat dank einer über weite Strecken furiosen Offensiveistung seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Das Team von Neu-Trainer Timo Schultz besiegte bei dessen Heimdebüt den 1. FC Heidenheim mit 4:2. (FC St. Pauli - 1. FC Heidenheim zum Nachlesen im Ticker)

Dabei bestachen die Hamburger mit gnadenloser Effizienz, hatten gegen Ende allerdings auch eine Portion Glück. Für das Team von Frank Schmidt war es die erste Saisonniederlage.

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Vor 2226 Zuschauern gingen die Norddeutschen durch den dritten Saisontreffer von Daniel Kyereh in der 26. Minute in Führung. Acht Minuten später fälschte Patrick Schmidt einen Eckball von Marvin Knoll ins eigene Tor ab.

Nicht einmal 60 Sekunden nach Wiederbeginn gelang Jannes Wieckhoff der dritte Treffer, ehe Max Dittgen (70.) erfolgreich war. Die Tore von Christian Kühlwetter (79.) und Tobias Mohr (80.) kamen zu spät. (Spielplan 2. Bundesliga 2020/21)

"Trotzdem hätten wir nicht mehr so ins Schwimmen kommen dürfen. Zum Glück haben wir uns in den letzten Minuten dann wieder gefangen", sagte Kyereh, der seinen Treffer mit einem Salto gefeiert hatte, am Sky-Mikrofon.

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Insbesondere in der ersten Halbzeit war die Gästemannschaft von Trainer Frank Schmidt das dominierende Team, ließ aber mehrere gute Torchancen liegen. Marc Schnatterer versagten im Duell mit Robin Himmelmann nach zehn Minuten die Nerven. Die Platzherren konnten eigentlich nur durch ihre Effektivität überzeugen - und stachen im richtigen Moment zu.

Aber auch nach dem Seitenwechsel lagen die Feldvorteile bei Heidenheim. Aber obwohl Schmidt schon nach einer knappen Stunde fünf frische Spieler eingewechselt hatte, gelang der erhoffte Umschwung trotz der beiden späten Tore nicht mehr. 

Mühl köpft Nürnberg ins Glück

Lukas Mühl hat dem 1. FC Nürnberg am zweiten Spieltag unterdessen einen verdienten Heimsieg beschert. (1. FC Nürnberg - SV Sandhausen zum Nachlesen im Ticker)

Der 23 Jahre alte Verteidiger, der bereits am Wochenende zuvor beim 1:1 des Club bei Jahn Regensburg getroffen hatte, köpfte in der 77. Minute einen Eckball von Johannes Geis zum 1:0 (0:0) ins Tor des SV Sandhausen. Überschattet wurde die Partie von der Verletzung von Denis Linsmayer, der per Trage vom Feld gebracht wurde.

Bis dahin hatte den Franken in einem munteren Spiel der letzte Punch gefehlt, zudem hielt Gästetorhüter Martin Fraisl vor 6505 Zuschauern hervorragend. Wir wussten, dass es schwer werden wird", sagte Trainer Robert Klauß nach seinem "hochverdienten" ersten Sieg mit dem Club bei Sky und ergänzte: "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Die Mannschaft ist glücklich und erleichtert."

Die früh anlaufenden Sandhäuser sorgten zunächst für großes Durcheinander bei den Nürnbergern. Torhüter Christian Mathenia verhinderte dabei mit Glanzparaden bei den Schüssen von Niklas Nartey (2.) und Diego Contento (5.) einen schnellen Rückstand. (Tabelle der 2. Bundesliga)   

Erst danach fing sich der Club, kämpfte sich in das von Fouls immer wieder unterbrochene Spiel und besaß zahlreiche Chancen. Fraisl reagierte vor allem gegen Robin Hack (29.) großartig.

Nach der ersten halben Stunde war Nürnberg spielbestimmend, setzte die Gäste stark unter Druck und unterband zudem deren Umschaltspiel. Der letzte entscheidende Pass aber wollte dem Club nicht gelingen, auch Flanken und Eckbälle blieben zu oft ergebnislos. Den Club wiederum rettete bei einem der seltenen Konter der Gäste der Pfosten beim Schuss von Daniel Keita-Ruel (62.), ehe Mühl dann Köpfchen bewies.

Zollers Geniestreich lässt Bochum jubeln

Auch der VfL Bochum durfte jubeln - dank eines Geniestreichs von Simon Zoller. Das Team von Trainer Thomas Reis gewann beim Karlsruher SC durch Zollers sehenswertes Lupfer-Tor (14.) von der Strafraumkante mit 1:0 (1:0) - der erste Sieg bei den Badenern seit zehn Jahren und gleichzeitig der erste Saisonsieg. (Karlsruher SC - VfL Bochum zum Nachlesen im Ticker)

Mit vier Punkten nach zwei Spieltagen setzte sich der VfL, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Gerrit Holtmann (68.) in Unterzahl spielte, im oberen Tabellendrittel fest. Der KSC, der in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, steht hingegen noch immer punkt- und torlos da.

Die Bochumer, die am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli (2:2) einen sicher geglaubten Sieg durch zwei späte Gegentore noch aus der Hand gegeben hatten, taten sich schwer. Die Gäste besaßen vor 1200 Zuschauern zunächst zwar leichte Spielvorteile, der Führungstreffer durch Zollers drittes Tor im dritten Pflichtspiel der Saison hatte sich aber nicht abgezeichnet. Glück hatte Bochum nach einer halben Stunde, der Kopfball von Karlsruhes Stürmer Babacar Gueye traf nur die Latte.

Der KSC war in der Folge überlegen, aber vor dem gegnerischen Strafraum nicht zielstrebig genug. Gueye (66.) vergab per Kopf eine riesige Möglichkeit zum verdienten Ausgleich.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)