Markus Kauczinski ist Trainer von Dynamo Dresden
Markus Kauczinski ist Trainer von Dynamo Dresden © Imago
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Dynamo Dresden kann einen Verbleib in der 2. Bundesliga offenbar vergessen. Der Antrag auf Aufstockung wird abgelehnt. Der Klub kann die Begründung nicht nachvollziehen.

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Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden ist mit seinem Vorschlag zur Aufstockung der 2. Liga gescheitert.

Wie die Sachsen bestätigten, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem Klub am Freitag mit, dass der entsprechende Antrag auf der Mitgliederversammlung Anfang August nicht zur Abstimmung gestellt wird. Auf SID-Anfrage wollte die DFL dies nicht kommentieren. Am Nachmittag hatten bereits die Bild und das Fachmagazin kicker darüber berichtet.

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Dresden: "Begründung nicht nachvollziehbar"

"Die Begründung der DFL ist für die SGD nicht nachvollziehbar und verkennt wesentliche Aspekte unserer Position", drückte der Verein in einer Stellungnahme sein Unverständnis über die Entscheidung aus.

Dresden sieht sich durch den Neustart der 2. Liga nach der Coronapause enorm benachteiligt. Die Mannschaft musste wegen mehrerer positiver Coronatests, die der Klub mittlerweile anzweifelt, in Quarantäne. Das geballte Programm im Anschluss mit neun Spielen in 28 Tagen sei eine gravierende Wettbewerbsverzerrung gewesen. Dynamo war schließlich als Tabellenletzter abgestiegen.

"Es ist unverständlich, dass die sportliche Integrität des Wettbewerbes in der 2. Bundesliga offenbar keinerlei Rolle spielt. Anders lässt sich die ablehnende Haltung der DFL nicht erklären", sagte SGD-Geschäftsführer Michael Born.

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Auch Wiesbaden wäre drin geblieben

Laut kicker habe es am 17. Juli Gespräche zwischen DFL und Dynamo gegeben, vier Tage später sei der Antrag auf Aufstockung eingereicht worden. Der Vorschlag soll eine Vergrößerung der 2. Liga auf 19 oder gar 20 Teams vorgesehen haben. In letzterem Fall wäre Dresdens Mit-Absteiger SV Wehen-Wiesbaden auch in der Zweitklassigkeit verblieben.

Der kicker zitierte aus einem DFL-Antwortschreiben an den Verein. Auch da sich Dresden für den Fall einer Ablehnung des Antrages auf der Versammlung Rechtsmittel vorbehalte, sehe "das DFL-Präsidium im Interesse der gegenwärtigen Mitglieder des DFL e.V. davon ab, die Mitgliederversammlung mit diesem Thema zu befassen", hieß es.

 Als weiteren Grund für die ausbleibende Abstimmung führte die DFL gegenüber der SGD an, dass der eingereichte Vorschlag nach Rücksprache mit den DFL-Clubs auf der Mitgliederversammlung nicht mehrheitsfähig sei. Dies kritisiert der achtmalige DDR-Meister vehement, da eine solche Rücksprache "mit vereinzelten Vereinen der Liga keinen repräsentativen Charakter/Anspruch" haben könne.