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Der Hamburger SV trennt sich von Dieter Hecking. Ein Nachfolger für den ehemaligen Bundesliga-Trainer wird bereits gehandelt.

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Die Zeit von Trainer Dieter Hecking beim Hamburger SV ist zu Ende.

Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt konnten sich in mehreren Gesprächen nicht auf die Bedingungen einer weiteren Zusammenarbeit einigen. Die Entscheidung, nicht mehr gemeinsam weiterzumachen, gab der Klub am Samstag offiziell bekannt.

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Heckings Vertrag hätte sich nur bei Aufstieg automatisch verlängert. Als Nachfolger wird Dimitrios Grammozis gehandelt.

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"Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen", sagte Dieter Hecking in einer offiziellen Mitteilung des HSV : "Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung." 

Er wolle der Vereinsführung auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen "die nun nötigen Schritte zu gehen. Ich danke allen Kollegen, Mitarbeitern, der Mannschaft und den Verantwortlichen des HSV für die zurückliegenden Monate. Ich bedaure, dass wir das Ziel nicht erreicht haben."

Boldt will Hecking angemessen verabschieden

Grammozis war zuletzt bei Darmstadt 98 verantwortlich und führte die Lilien in der abgelaufenen Saison auf den fünften Tabellenplatz - nur zwei Punkte hinter dem HSV. Bereits im Februar hatte sich der 41-Jährige Grieche gegen eine Vertragsverlängerung bei den Hessen entschieden, die ihm nach SPORT1-Informationen einen Kontrakt über ein weiteres Jahr angeboten hatten. Grammozis hatte auf zwei Jahren bestanden. Für den HSV wäre er nun frei verfügbar.

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Für den gebürtigen Wuppertaler wäre es eine Rückkehr, von 1998 bis 2000 war Grammozis als Spieler an der Elbe aktiv.

Der HSV gab jedoch bekannt, Hecking "angemessen zu verabschieden", bevor man die Nachfolge regeln wolle. Dies sei Boldt ein persönliches Anliegen. "Ich bedanke mich im Namen des HSV für die sehr gute und vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit", sagte der Sportvostand: "Dieter hat sich voll auf unsere Aufgabe eingelassen. Es ist für uns alle enttäuschend, dass wir das sportliche Saisonziel am Ende nicht erreicht haben."

Abschied hatte sich angedeutet

Nach einer Analyse der Saison und Gedankenaustausch zur Planung der kommenden Spielzeit soll Hecking bereits ein Treffen mit Boldt am Mittwoch ernüchtert verlassen haben. Seitdem kam es offenbar zu einem weiteren Meeting, das aber auch keine Annäherung mehr mit sich brachte. 

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Der HSV hatte es im zweiten Jahr in Folge verpasst, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen und muss 2020/21 erneut in der 2. Bundesliga ran. 

In Hamburg stehen zudem finanzielle Einschnitte bevor. Investor Klaus-Michael Kühne soll kein Interesse mehr an den Namensrechten für das Volksparkstadion haben, zudem soll Hauptsponsor Emirates vor dem Abflug stehen. 

Hecking war erst im vergangenen Sommer als Hoffnungsträger nach Hamburg gekommen. Mit seiner ruhigen, sachlichen Art sollte er den Klub in ruhige Fahrwasser bringen und den Aufstieg sichern. Doch gerade nach der Corona-Pause geriet der HSV aus der Bahn und gab mehrfach Punkte in den letzten Spielminuten ab. Am letzten Spieltag hätte ein Sieg zumindest für das Erreichen der Relegation gereicht - es folgte ein Desaster.

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Mit Material des Sportinformationsdiensts (SID)