Lesedauer: 3 Minuten

Über sieben Jahre nach seinem Abschied kehrt Dieter Hecking zum 1. FC Nürnberg zurück. Bei der Trainersuche spricht der ehemalige HSV-Coach mit Legende Mintal.

Anzeige

Die Rückkehr von Dieter Hecking zum 1. FC Nürnberg ist perfekt.

Wie der Club am Montag mitteilte, wird der 55-Jährige neuer Sportvorstand beim fränkischen Zweitligisten. Hecking war bereits von 2009 bis Dezember 2012 als Trainer für die Nürnberger tätig.

Anzeige

Er werde bei seiner "neuen Herausforderung all meine Erfahrung, die ich in 30 Jahren Bundesliga als Spieler und Trainer gesammelt habe, einbringen und voranmarschieren", ergänzte der studierte Sportmanager, der erstmals in seiner Karriere als Vorstand arbeitet.

Eine Ausstiegsklausel sei in seinem Vertrag nicht verankert, versicherte Hecking bei seiner Vorstellung am Montagnachmittag. Sein Kontrakt läuft bis 2023.

Trainer? Mintal und Weinzierl Kandidaten

Auf Hecking wartet eine schwere Aufgabe. Er muss nun bei den finanziell angeschlagenen Franken, die den Absturz zuletzt nur ganz knapp verhindert hatten, möglichst schnell einen neuen Coach finden.

Zuletzt leitete das Interimsduo Michael Wiesinger und Marek Mintal die Nürnberger Profis. Der frühere FCN-Torjäger Mintal sei für ihn ein "Ansprechpartner", sagte Hecking. Interimstrainer Michael Wiesinger übernimmt wieder die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums.

Als Favorit auf den vakanten Posten wird bereits Markus Weinzierl (45), der 2019 beim VfB Stuttgart entlassen worden war, gehandelt. Auch Dimitrios Grammozis (zuletzt Darmstadt) wird genannt. Zu dieser Personalie wollte sich Hecking auf der PK nicht äußern, stattdessen sei es "wichtig, dass beim Club erstmal Ruhe einkehrt".

Ob der FCN zudem einen Sportdirektor installiert, ist noch offen. Martin Przondziono (51), zuletzt beim SC Paderborn tätig, gilt als Kandidat.

Große Erwartungen an Hecking beim 1. FC Nürnberg

Die Erwartungen in Hecking beim Club sind jedenfalls groß. Man freue sich, "einen derart renommierten und hoch angesehen Fußball-Fachmann wie Dieter Hecking für unseren Club gewonnen zu haben", sagte FCN-Aufsichtsratschef Thomas Grethlein.

Neben Hecking, der Nachfolger des glücklosen Robert Palikuca wird, war auch noch Benjamin Schmedes vom VfL Osnabrück im Gespräch gewesen. Der 35-Jährige sagte jedoch ab. "In den letzten Tagen haben wir zahlreiche intensive Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. Das gehört zu einer seriösen Beurteilung bei der Findung des richtigen Sportvorstands dazu", sagte Grethlein: "Am Ende sind wir überzeugt, die bestmögliche Wahl getroffen zu haben."

Hecking hatte zuvor bereits in der Vereinsmitteilung erklärt, er wolle dafür sorgen, dass "der Club wieder bessere Zeiten erlebt. Als Trainer habe ich den 1.FC Nürnberg bereits kennengelernt und kann den Club und sein Umfeld, so denke ich, ganz gut einschätzen. Eines ist klar: wir haben viel Arbeit vor uns - und was wir jetzt brauchen ist Aufbruchsstimmung. Ich hoffe, dass alle mitziehen."

Alle Video-Highlights des DFB-Pokals in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Champions League
    1
    Fussball / Champions League
    Flick: Das hat sich Kovac gewünscht
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Briten zweifeln an Sancho-Bekenntnis
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Özil spricht über Zukunft
  • Tennis / WTA
    4
    Tennis / WTA
    Wie Graf und Agassi Bouchard helfen
  • Fußball / Champions League
    5
    Fußball / Champions League
    Pressestimmen: Atalanta wie Bayern

Palikuca, Canadi und Keller scheitern beim Club

In der vergangenen Saison waren beim Club die von Palikuca geholten Trainer Damir Canadi und Jens Keller gescheitert. In der Relegation gegen den Drittligisten FC Ingolstadt (2:0, 1:3) war die Rettung im Rückspiel erst in buchstäblich letzter Minute gelungen.

Hecking und der HSV hatten vor knapp drei Wochen nach dem erneut verpassten Aufstieg ihre Zusammenarbeit beendet.

Beim Club arbeitete er drei Jahre lang erfolgreich als Trainer, er rettete die Franken 2010 über die Relegation vor dem Abstieg aus der Bundesliga und erreichte danach die Plätze sechs und zehn.