Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer durchlebt mit dem Karlsruher SC eine schwere Zeit
Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer durchlebt mit dem Karlsruher SC eine schwere Zeit © Getty Images
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Der Karlsruher SC erlebt derzeit turbulente Zeiten. Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer erklärt bei SPORT1, warum er trotz der Krise guter Dinge ist.

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Mitten in der Coronakrise kämpft der Karlsruher SC weiter intensiv um die Vermeidung der Insolvenz. Eine Planinsolvenz in Eigenverwaltung wäre eine Möglichkeit zur Entschuldung. Diese soll aber auf Wunsch der Vereinsführung auch vermieden werden.

Der Zweitligist teilte am Mittwoch mit, dass die hierfür aufgenommenen Gespräche mit Gläubigern und Partnern "in eine gute Richtung" liefen und es "positive Signale" gebe, den Verein weiter zu unterstützen.

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Oliver Kreuzer, Geschäftsführer Sport des KSC, gibt sich kämpferisch und hofft noch auf Geldgeber. "Es ist unser aller Ziel, eine Plan-Insolvenz zu vermeiden. Ob uns das gelingt, sollten wir in den kommenden drei Wochen wissen", sagte der 54-Jährige zu SPORT1.

Entscheidung bis zum 15. Mai

Sollte es der Führung, gemeinsam mit dem beratenden Rechtsanwalt Dirk Adam, allerdings nicht gelingen, das Verfahren abzuwenden, soll bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15. Mai die Zustimmung der Vereinsmitglieder zu einem entsprechenden Insolvenzverfahren eingeholt werden.

Im Februar wurde Trainer Alois Schwartz bei den Badenern entlassen, wenig später legte das Coronavirus den Fußball lahm. Für Kreuzer ist die aktuelle Situation alles andere als leicht. "Sie ist derzeit, wie auch in der 1. Liga angespannt", beschreibt er die Lage durch die Pandemie.

Ein Szenario würde den auf Platz 17 rangierten Karlsruhern jedoch sicher helfen: Ein Saisonabbruch, durch den kein Team absteigen würde - wie es am Dienstag im Handball beschlossen wurde. Doch Kreuzer glaubt "dass die Saison wie geplant zu Ende gespielt werden kann".

"Je früher, desto besser"

Aktuell steht der 9. Mai als geplanter Neustart der Bundesliga und 2. Liga im Raum. Doch es gibt auch öffentlichen Gegenwind für die Pläne. Für Kreuzer jedoch kann es nicht schnell genug wieder losgehen. "Je früher, desto besser", betont er - auch wenn die Voraussetzungen dafür derzeit schwierig erscheinen: "Ich bitte zu bedenken, es hat noch kein Mannschaftstraining stattgefunden.“

"Der Fußball möchte keine Sonderstellung", sagt Kreuzer zwar - schiebt dann aber hinterher: "Aber er ist nun mal ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft.“

Die 36 Profivereine warten derzeit sehnsüchtig auf die Millionenbeträge der TV-Gelder. "Wie alle Vereine der 1. und 2. Liga sind wir auf die TV Einnahmen angewiesen", sagt Kreuzer. Über Insolvenzpläne in Eigenregie möchte er sich noch keine Gedanken machen. "Über das Thema Planinsolvenz sprechen wir dann, wenn sie kommen sollte."