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Das neue HSV-Führungsduo Jonas Boldt und Frank Wettstein sieht den Verein trotz der Corona-Krise und des Wirbels um die Ablösung von Vorstandschef Hoffmann gut aufgestellt.

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Die verbliebenen Vorstandsmitglieder Jonas Boldt und Frank Wettstein vom Zweitligisten Hamburger SV haben vor überzogenen Erwartungen an den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Marcell Jansen gewarnt.

"Ich denke, wir sollten Marcell Jansen zunächst ausreichend Zeit gewähren, um sich in diesem Amt einzufinden und dann in Abstimmung mit den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats und uns als Vorstand die Schwerpunkte der Tätigkeit festlegen", sagte Wettstein in einem Doppel-Interview mit Boldt auf der Vereins-Homepage.

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Der Aufsichtsrat des HSV hatte am vergangenen Samstag den Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann nach internen Streitigkeiten freigestellt. Als Reaktion traten der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Max-Arnold Köttgen und Vereins-Vizepräsident Thomas Schulz von ihren Aufsichtsratsämtern zurück, Jansen folgte auf Köttgen. Die bisherigen Aufgaben Hoffmanns werden unter Boldt und Wettstein aufgeteilt.

Stimmen, die den Stereotyp des Chaos-Klubs wieder einmal bestätigt sehen, hält Boldt entschlossen entgegen. "Wir haben kompetente Fachbereiche, hungrige Mitarbeiter und eine Dynamik, die in die richtige Richtung geht. Wie gut wir bereichsübergreifend miteinander kommunizieren und Themen vorantreiben, auch und gerade jetzt bei erschwerter Kommunikationslage in Home Offices, gefällt mir sehr. Dieser Organismus lebt", sagte er: "Ich erkenne beim HSV jede Menge Zusammenhalt."

Abseits der eigenen Umstrukturierungen belastet auch die Coronakrise den Verein. Mehr als 100 Mitarbeiter gehen ab April für zwei Monate in Kurzarbeit, die Profis erklärten sich zu einem Gehaltsverzicht bereit. Die genaue Höhe soll besprochen werden, "sobald noch etwas klarer ist, wie weitreichend und schwerwiegend die Folgen sein werden und wenn überhaupt erst einmal feststeht, wie diese Saison fortgeführt wird", sagte Boldt.

Der derzeit ruhende Spielbetrieb belastet auch die Finanzen des Klubs, in seiner Existenz sei der HSV aber nicht gefährdet.

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"Wir denken in vielen Szenarien. Bei dem von allen Profiklubs favorisierten gehen wir davon aus, dass in absehbarer Zeit wieder Fußball gespielt werden kann. Bis dahin gilt es natürlich, möglichst liquiditätsschonend zu agieren und nicht notwendige Bestellungen derzeit zu unterlassen. Mit den vorhandenen Liquiditätsreserven kommen wir durch die nächsten Monate, auch über den 30. Juni 2020 hinaus", sagte Wettstein.