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Bakery Jatta blickt auf den kräftezehrenden Wirbel rund um die Identitätszweifel an seiner Person zurück. Der HSV-Profi verrät, wie schwer diese Zeit war.

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Bakery Jatta hat den kräftezehrenden Wirbel um seine Person abgehakt und schaut nur noch nach vorne.

Er versuche, "die negativen Energien von mir fernzuhalten und das Geschehene hinter mir zu lassen", sagte der 21-Jährige in einem Interview mit dem Klubmagazin HSVlive: "Ich weiß, ich kann das schaffen. Denn ich bin in Hamburg, beim HSV und bei diesen Menschen zu Hause. Zuhause ist da, wo man Frieden findet."

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Im Sommer des vergangenen Jahres hatten nach einem Bericht der Bild, die wiederholt Zweifel an Jattas Identität aufwarf, mehrere Zweitligisten nach Spielen gegen den HSV Protest eingelegt. Die Vorwürfe erhärteten sich nicht. (2. Bundesliga: Hamburger SV - FC St. Pauli am Samstag ab 13 Uhr im SPORT1-Liveticker)

"Niemand kann sich vorstellen, wie ich mich in dieser Zeit gefühlt habe", sagte Jatta nun: "Ich wurde öffentlich an den Pranger gestellt. Aber wofür? Was hatte ich verbrochen? Ich habe mich gefühlt, als wollte man mich wegsperren, mich ins Gefängnis stecken."

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Jatta: "Es war lediglich eine Zeitung"

Er habe aber auch stets gedacht, "dass nicht alle Menschen in Deutschland so denken, sondern dass es lediglich eine Zeitung war", sagte Jatta den Klubmedien.

"Zum Glück bekam ich in dieser Phase extrem viel Unterstützung von so vielen Menschen. Allen voran vom Trainer, der viel mit mir gesprochen hat. Und von Jonas Boldt (Sportvorstand, d. Red.), der mir nur einmal in die Augen schaute, und ich wusste sofort, dass er bedingungslos hinter mir steht."

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Jatta, der 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, fühlt sich in der Hansestadt pudelwohl.

"Ich habe gelernt, dass ich diszipliniert sein muss im Leben, denn das hier ist Deutschland, es ist eine ganz andere Kultur und Mentalität als in meinem Heimatland", sagte er: "Daran passe ich mich an und versuche, nicht nur ein guter Fußballer zu sein, sondern vor allem ein guter Mensch."