Der vermeintliche Ausgleichstreffer von Patrick Schmidt ist Grund für den Einspruch von Dynamo Dresden
Patrick Schmidt (M.) erzielte den Anschluss für Dresden, das Ausgleichstor zählte nicht © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Dynamo Dresden kassiert gegen Darmstadt eine bittere Pleite. Nach einem Videobeweis wird der Ausgleich zurückgepfiffen. Heidenheim nähert sich Platz drei.

Anzeige

Dynamo Dresden hat im Abstiegskampf nach zwei Partien ohne Niederlage wieder eine Pleite kassiert und damit einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der Rückstand des Tabellenletzten auf Relegationsrang 16 beträgt nach wie vor drei Punkte. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag Darmstadt 98 mit 2:3 - und das nach einigem Ärger um Schiedsrichter Michael Bacher und den Videobeweis. Die Spieler verstanden zunächst die Entscheidung nicht, von den Zuschauerrängen flogen Bierbecher auf den Rasen.

Anzeige

Beim Stand von 2:3 in der 72. Minute erzielte Patrick Schmidt den Ausgleich für Dresden, den der Referee nach Videobeweis jedoch zurückpfiff.

Schmidt: "Für uns sehr bitter"

"Für mich war es von Angang an klar, dass ein Tor war", sagte Schmidt bei Sky über die umstrittene Entscheidung. "Ich sehe, dass der Ball vom Gegner kommt. Daher konnte ich auch nicht verstehen, was das so lange kontrolliert wurde. Anscheinend war davor ein Zweikampf, der mit der Situation gar nichts zu tun hatte. Für uns war es sehr bitter."

Der Schiedsrichter habe erklärt, dass irgendein anderer Spieler, der im Abseits stand, den Gegner beim Eingreifen gehindert hätte, so Schmidt weiter. Tatsächlich ist auf den TV-Bildern ist zu sehen, dass sich Dresdens Jannis Nikolaou beim Freistoß zu nah am Tor befandt und einen Gegenspieler leicht behinderte.

Die Highlights der Freitagsspiele ab 22.30 Uhr in Sky Sport News HD - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1

Makieniok sieht Rot

Bei der Szene, die dann letztlich zum Tor führte, stand der aber nicht mehr im Abseits. Dennoch akzeptierte Dynamo-Angreifer Schmidt die Entscheidung: "Wenn es Abseits war, dann ist es Abseits. Dafür ist der Videoassistent da. Natürlich hätten wir heute lieber gehabt, dass es ihn nicht gibt. Aber ihn gibt's halt."

In der 76. Minute sah Dynamo-Neuzugang Simon Makienok wegen eines Fouls an Darmstadts Keeper auch noch die Rote Karte. Dabei war er erst sechs Minuten zuvor eingewechselt worden.

"Wenn man sieht, wie viele Pfosten- und Lattenschüsse wir zudem hatten, war das ein verdienter Sieg. Wir fahren jetzt mit einem schönen Gefühl nach Hause", sagte Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis bei Sky, gab aber auch zu: "In der Situation, als der Schiedsrichter auf Abseits entschieden hat, haben wir Glück gehabt."

Meistgelesene Artikel

Heidenheim nähert sich Rang drei

Im zweiten Spiel gewann der 1. FC Heidenheim mit 1:0 beim SV Sandhausen und näherte sich bis auf einen Punkt dem dritten Rang.

Jetzt aktuelle Fanartikel der 2. Bundesliga bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Tim Kleindienst (16.) sorgte vor 4726 Zuschauern mit seinem achten Saisontreffer für Heidenheims ersten Sieg nach der Winterpause und für Sandhausens erste Heimniederlage seit dem zweiten Spieltag. Der SVS hat aber noch ein Polster von sieben Punkten auf Relegationsrang 16.