Mario Gomez hatte in den letzten Spielen große Probleme mit dem VAR
Mario Gomez erzielte fünf Abseitstore in den vergangenen drei Spielen © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten

Der VfB Stuttgart lässt im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga erneut Punkte liegen. Mario Gomez' kurioser VAR-Fluch setzt sich auch in Darmstadt fort.

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Der VfB Stuttgart hat den erhofften Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz verpasst - auch weil ein knappes Abseitstor von Mario Gomez aberkannt wurde.

Der Torjäger der Schwaben redete sich nach dem 1:1 (1:1) beim SV Darmstadt 98 seinen Frust über den Videobeweis von der Seele. (LIVETICKER zum Nachlesen

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"Wenn ich das Bild sehe, ist das für mich gleiche Höhe. Wenn ich sehe, wo der Ball ist und wo mein Knie ist, kann man mir nicht erzählen, dass ich im Abseits stehe", sagte Gomez über die entscheidende Szene in der 66. Minute bei Sky.

Gomez' VAR-Fluch geht weiter

Zuvor hatte Borna Sosa mit dem Pausenpfiff (45.) die Darmstädter Führung durch Tobias Kempe (20.) ausgeglichen. Der zurückgenommene Treffer von Gomez war bereits das fünfte Tor des früheren Nationalstürmers in den vergangenen drei Spielen, das durch den VAR wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt wurde.

"Stürmer, die auf Pässe angewiesen sind und seit 20 Jahren mit der Abseitslinie spielen, werden extrem bestraft durch den Videobeweis", haderte Gomez. "Dann müssen wir lauter Messis kaufen, die an der Mittellinie mit dem Ball loslaufen und dann die Tore schießen."

Gomez: "... dass ich ihnen 20 Jahre auf die Eier gegangen bin"

Gomez ergänzte: "Das ist einfach so ein Bullshit. Von sechs solcher Szenen zählen drei, wenn es keinen Videobeweis gibt, dann bin ich okay damit, weil es sich dann ausgleicht. Vielleicht ist das die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dass ich ihnen 20 Jahre auf dem Platz auf die Eier gegangen bin."

Abschließend freute er sich auf sein baldiges Karriereende. "Ich bin wirklich froh, dass es für mich nicht mehr fünf Jahre geht, weil das macht so keinen Spaß!", betonte Gomez.

Er habe noch Fußballspielen gelernt mit der Devise "im Zweifel für den Angreifer", führte der 34-Jährige weiter aus: "Aber diesen Zweifel gibt es nicht mehr. Es wird so lange mit dem Lineal daran herumgemalt, bis es Abseits."

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Hinter dem zuletzt schwächelnden Hamburger SV gehen die Stuttgarter (beide 30 Punkte) von Relegationsplatz drei aus in die Rückrunde, Herbstmeister Arminia Bielefeld hat vier Zähler Vorsprung auf das Verfolgerduo. (Service: TABELLE der 2. Bundesliga)

Castro hadert mit Chancenverwertung

"In der zweiten Halbzeit haben wir vorne Riesenchancen gehabt. Wenn du diese Chancen machst, gewinnst du hier und springst auf Platz zwei", ärgerte sich Stuttgarts Gonzalo Castro bei Sky, fügte aber hinzu: "Das Positive ist, dass wir viele Chancen haben." 

Tobias Kempe (20.) hatte die Darmstädter, die ein Vier-Punkte-Polster auf Relegationsrang 16 in die am Freitag beginnende zweite Saisonhälfte mitnehmen, in Führung gebracht. Borna Sosa (45.) sorgte dafür, dass der Bundesliga-Absteiger nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Serie auf fremdem Platz wieder punktete.

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Stuttgarts Trainer Tim Walter hatte Silas Wamangituka für Daniel Didavi in seine Startelf beordert. In der vergangenen Woche hatte die französische Sporttageszeitung L'Equipe berichtet, dass Wamangituka unter falscher Identität spiele. Walter wies dies aber entschieden zurück.

Pfosten verhindert späten VfB-Siegtreffer

Der VfB startete zwar druckvoll, aber offensiv zu harmlos, Kempe nutzte hingegen die erste gefährliche Gelegenheit des Spiels nach einem schnellen Gegenstoß eiskalt. In der Folge waren die Lilien das gefährlichere Team, der Ausgleich durch Sosa umgehend vor dem Pausenpfiff kam überraschend.

Mario Gomez (55.) vergab in der intensiver geführten zweiten Halbzeit die Riesenchance zur Stuttgarter Führung, wenig später wurde dem Ex-Nationalspieler ein Treffer wegen knapper Abseitsstellung aberkannt (66.). Philipp Förster (78.) traf in der Stuttgarter Schlussoffensive nur den Pfosten.