Beim Spiel zwischen Dresden und St. Pauli ist es zu einem unschönen Vorfall gekommen
Beim Spiel zwischen Dresden und St. Pauli ist es zu einem unschönen Vorfall gekommen © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Dynamo Dresden wird von einem Neonazi-Skandal heimgesucht. Zwei Ordner tragen T-Shirts mit einem Totenkopf und nationalsozialistischer Aufschrift.

Anzeige

Der deutsche Fußball-Osten wird erneut von einem Neonazi-Skandal erschüttert.

Nach den Vorfällen rund um den Drittligisten Chemnitzer FC ist jetzt Zweitligist Dynamo Dresden betroffen.

Anzeige

Was war passiert? Die Fanhilfe St. Pauli twitterte ein Foto von zwei Ordnungskräften, die am Samstag vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli (3:3) im Sitzplatzbereich des Gästeblocks zugegen waren und T-Shirts mit nationalsozialistischen Aufschriften trugen. Auf der Rückseite der T-Shirts war ein Totenkopf plus Aufschrift zu sehen: "3. DIVISION FÜR SICHERHEIT DES DEUTSCHEN VOLKES."

Wenn du hier klickst, siehst du Twitter-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Twitter dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit, alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
Alle Akzeptieren
Einmal Akzeptieren

Die beiden Männer sollen vor der Aufnahme den Dienst quittiert und ihre Westen abgenommen haben, nachdem sie dazu aufgefordert worden waren, Deutschland-Banner am Gästeblock zu entfernen.

Jetzt das aktuelle Trikot des FC St. Pauli bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE 

Dynamo verurteilt Vorfälle

In einer Stellungnahme verurteilte Dynamo die Geschehnisse: "Wir haben uns nach dem Spiel mit den Verantwortlichen unseres Ordnungsdienstes in Verbindung gesetzt und um eine Stellungnahme zu den getragenen T-Shirts jener Ordnungskräfte gebeten. In dieser ersten Erklärung hat uns unser Dienstleister garantiert, dass der Vorfall vorbehaltlos und mit aller Konsequenz aufgeklärt werden wird", erklärte Geschäftsführer Michael Born.

Und weiter: "Wir sind fassungslos darüber, weil diese beiden Personen unseren Verein schwer beschädigt haben. Diese beiden Ordner werden nie mehr direkt oder indirekt bei Veranstaltungen der SG Dynamo Dresden eingesetzt werden. Wir prüfen zudem weitere juristische Schritte. Sowohl unser Dienstleister als auch wir als Verein stehen unmissverständlich für Humanität und Menschlichkeit sowie gegen Rassismus und Diskriminierung ein."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / DFB-Team
    1
    Fussball / DFB-Team
    Schweinsteiger kann Löw gefährden
  • Fussball / Champions League
    2
    Fussball / Champions League
    DFB-Rückkehr? Hummels wird deutlich
  • Int. Fussball / Premier League
    3
    Int. Fussball / Premier League
    Klopp: Rührende Botschaft an van Dijk
  • SPORT1 VIP Loge
    4
    SPORT1 VIP Loge
    Contentos Frau hilft Bayern-Talenten
  • Motorsport / Formel 1
    5
    Motorsport / Formel 1
    F1-Teamchef bricht Lanze für Vettel

Polizei ermittelt gegen Ordner

Der Totenkopf war das Symbol der SS-Totenkopf-Division, eine Einheit der Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs. Durch das öffentliche Tragen verfassungsfeindlicher Symbole machten sich die beiden Ordner strafbar. "Wir haben diesen Hinweis bereits an die zuständigen Kollegen weitergeleitet", erklärte die Polizei Sachsen.

Bei den Vorfällen in Chemnitz war im März im Stadion eines verstorbenen Neonazis gedacht worden, ehe Anfang August Kapitän Daniel Frahn wegen seiner Nähe zu Neonazis gefeuert wurde, da er sich in einem Auswärtsspiel, als er aufgrund einer Verletzung nicht auflaufen konnte, im Gästeblock mit vermeintlich rechtsradikalen Fans aufhielt und auch bei den Vorkommnissen im März negativ aufgefallen war.