Lesedauer: 3 Minuten

André Schubert wechselt vom Drittligisten Eintracht Braunschweig in Liga zwei zu Holstein Kiel. Noch wenige Tage vorher hatte sich das noch ganz anders angehört.

Anzeige

Dieser Wechsel wirft Fragen auf. Zweitligist Holstein Kiel hat nach wochenlanger Suche einen Nachfolger für Tim Walter gefunden.

André Schubert wechselt mit sofortiger Wirkung von Eintracht Braunschweig zu den Störchen und erhält an der Förde einen Vertrag bis Sommer 2021. Das gaben die Norddeutschen am Sonntag bekannt. Über die Wechsel- und Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Anzeige
Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Europa League
    1
    Fussball / Europa League
    UEFA-Strafe: Eintracht ohne Fans
  • Tennis / WTA
    2
    Tennis / WTA
    Sexismus-Eklat um Görges
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Schwachstellen des Favre-Systems
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Das sagt Nübel zum Torhüter-Zoff
  • Fussball
    5
    Fussball
    Özil: Sie haben es geschehen lassen

Walter hatte es nach einer erfolgreichen Saison mit Platz sechs zum VfB Stuttgart gezogen. SPORT1 weiß, dass die Braunschweiger Schuberts Nachfolger am Montag zum Trainingsauftakt präsentieren werden.

Einvernehmliche Trennung?

Von einer einvernehmlichen Trennung war am Sonntag die Rede. Doch war es das wirklich?

Pikant: Noch vor etwas mehr als einer Woche hatte Schubert einen Abgang aus Braunschweig praktisch ausgeschlossen. "Ich fühle mich in Braunschweig sehr wohl", hatte er in einem Interview mit der Braunschweiger Zeitung gesagt (Überschrift: "André Schubert hat mit Braunschweig noch viel vor"): "Zudem darf ich sagen, dass ich alle bisherigen Transfers in Abstimmung mit dem Verein vorbereitet und verhandelt habe. Ich würde ja nicht mit neuen Spielern sprechen sowie die Vorbereitung planen, wenn ich kurz vor dem Absprung stünde."

Es waren offenbar nicht nur Lippenbekenntnisse von Schubert. Denn nach SPORT1-Informationen hat sich der 47-Jährige in der vergangenen Woche klar zur Eintracht bekannt, doch habe es vom Klub kein klares Bekenntnis gegeben. Darauf wartete Schubert vergeblich. Jetzt wird die Trennung als einvernehmlich verkauft. Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich am Sonntag bei der Eintracht keiner näher dazu äußern, es wurde lediglich auf die Pressemitteilung verwiesen.

Gerüchte um Schubert

Aktuelle Gerüchte, wonach das Verhältnis zwischen einigen Eintracht-Profis und dem Fußballlehrer negativ behaftet gewesen sei, bestätigten sich nicht, erfuhr SPORT1 aus dem Umfeld der Löwen. Der Klassenerhalt war ein zu großer Kraftakt, der nicht möglich gewesen wäre, heißt es, wenn das Verhältnis zwischen Schubert und dem Team nicht gestimmt hätte.

In Kiel freut man sich auf Schubert. Mit ihm habe man einen Trainer verpflichtet, der "von Nachwuchsarbeit über Auf- und Abstiegskampf bis Champions League schon auf einen weitreichenden Erfahrungsschatz zurückblicken kann", sagte Kiels Sportchef Fabian Wohlgemuth. "Er hat hohe Erwartungen an sich selbst und an seine Mannschaft, ist ein akribischer, leidenschaftlicher Arbeiter und verfolgt einen klaren Plan. Er vermittelt seine Vorstellungen und Anforderungen an sein Team durch einen klaren Führungsstil, vorgelebtes Engagement und eine deutliche Ansprache."

Vorfreude auf die neue Aufgabe

Schubert, um den es nach dem geglückten Klassenerhalt mit Braunschweig schon länger Wechselgerüchte gegeben hatte, freut sich "sehr" auf die neue Aufgabe. "Holstein hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen und spielt einen attraktiven und offensivorientierten Fußball", sagte er.

Jetzt aktuelle Fanartikel der 2. Bundesliga bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Vor seinem Engagement in Braunschweig war Schubert unter anderem bei Borussia Mönchengladbach (Trainer der U23 und bei den Profis), bei der deutschen U15-Nationalmannschaft, beim FC St. Pauli sowie dem SC Paderborn tätig. Am Mittwoch wird er bei einer Pressekonferenz offiziell in Kiel vorgestellt.