Kiel - Holstein Kiels Trainer Tim Walter spricht bei SPORT1 über die Ziele mit seinem neuen Klub, die Euphorie an der Förde und Liga-Konkurrent Hamburger SV.

von Niclas Löwendorf

57.000 Zuschauer werden das Auftaktspiel der 2. Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Holstein Kiel (20.30 Uhr im LIVETICKER) im Stadion verfolgen.

Die Euphorie ist nicht nur beim Absteiger riesig - auch in Kiel fiebert man der neuen Saison entgegen. Da ist der neue Trainer Tim Walter keine Ausnahme: "Ich spüre, welche Vorfreude herrscht, dieses Spiel spielen zu dürfen. Von daher steckt es einen selber natürlich auch an. Wir nehmen es so an, wie es kommt und freuen uns auf die Begegnung."

(Highlights des Spiels 22.30 Uhr im TV auf SPORT1 in Sky Sport News HD: Die 2. Bundesliga)

Kiel vor Duell mit HSV optimistisch

In der vergangenen Saison hatte Kiel nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst, war erst in der Relegation am VfL Wolfsburg gescheitert. Dennoch geht der Klub nun als klarer Außenseiter ins Duell mit dem HSV (SERVICE: Zweitliga-Aufstiegscheck).

Tim Walter glaubt dennoch an einen Auftaktsieg: "Wir fahren nicht hin, um zu verlieren, sondern um etwas Positives rauszuholen und zu gewinnen."

Beim Saisonziel ist der 42-Jährige jedoch deutlich zurückhaltender: "Ich habe es schon oft gesagt: Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen. Wenn wir am Ende mehr Siege als Niederlagen haben, dann bin ich sehr, sehr zufrieden."

Aber was, wenn sich der Cheftrainer zwischen dem Aufstieg und einer Platzierung vor dem HSV entscheiden müsste? Walter meint dazu: "Völlig egal, mir geht's nur um uns. Was der HSV macht, ist mir völlig egal."

Scheitern in der Relegation verarbeitet

Die vergangene Spielzeit hat Walter abgehakt."Wir haben 15 Neue geholt, da bleibt gar keine Zeit, an missglückte Chancen zu denken. Weil die Aufbruchsstimmung, die herrscht, auch durch die Neuzugänge zugegen ist. Die Jungs, die da waren, wissen das. Und die Jungs, die neu sind, versuchen alle anderen mitzunehmen." 

Das gilt dann auch für Walter selbst. Zu Erinnerung:  Der Nachfolger von Markus Anfang hatte in der zurückliegenden Saison noch die zweite Mannschaft des FC Bayern gecoacht und war in der Regionalliga Bayern auf Rang zwei gelandet.

Eine solche Platzierung dürfte mit seinem neuen Verein Kiel trotz des überragenden dritten Rangs 2017/'18 nun indes erneut sehr schwer zu realisieren sein.