Lewis Holtby brachte den HSV in Führung und widmete das Tor dem verletzten Jairo
Lewis Holtby brachte den HSV in Führung und widmete das Tor dem verletzten Jairo © Getty Images

Hamburg - Der Hamburger SV ist in der 2. Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Gegen Arminia Bielefeld feiert der HSV den zweiten Sieg in Serie und klettert in der Tabelle.

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Der Hamburger SV kommt in der 2. Bundesliga immer besser in Fahrt.

Zum Abschluss des 3. Spieltags feierte der Bundesliga-Absteiger gegen Arminia Bielefeld mit einem 3:0 (1:0) den zweiten Sieg in Serie. Mit nun sechs Punkten schoben sich die Hamburger auf Platz drei vor, einen Punkt hinter dem Führungsduo 1. FC Köln und Union Berlin. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

HSV-Sportvorstand Ralf Becker zeigte sich bei Sky zufrieden: "3:0 hört sich wahnsinnig deutlich an, es war aber eng. Doch wir haben alles reingehauen und sind froh, dass wir gewonnen haben."

Holtby denkt beim Tor an Jairo

Lewis Holtby (9.) nutzte eine Unordnung in der Arminia-Defensive und köpfte das Team von Trainer Christian Titz früh in Führung. Beim Torjubel hielt der das Trikot von Jairo in die Luft. Der Stürmer hatte in der vergangenen Woche im Training eine schwere Knieverletzung erlitten. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Im zweiten Durchgang sorgte Pierre-Michel Lasogga mit einem späten Doppelpack (76., 88./FE) für die Entscheidung und sicherte dem HSV den ersten Heimsieg. "Die Torraumszenen waren begrenzt, dann ist es schön, wenn die Arbeit mit zwei Toren belohnt wird", sagte Lasogga. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Die Bielefelder, mit vier Punkten Tabellenzwölfter, ärgerten sich über die erste Niederlage. "Das Ergebnis ist ein Tor mindestens zu hoch, wir hatten auch gute Chancen", sagte Florian Hartherz. Arminia-Trainer Jeff Saibene meinte: "Wir haben einiges gut gemacht, müssen aber Fehler abstellen."

HSV zieht an St. Pauli vorbei

Für die Hamburger, die ihre Heimpremiere gegen Holstein Kiel (0:3) noch verloren hatten, ging es im Montagsspiel auch um die Chance, den ungeliebten Stadtrivalen FC St. Pauli mit einem Sieg in der Tabelle wieder zu überflügeln. "Ich würde unseren Fans gerne den Wunsch erfüllen", sagte HSV-Coach Titz vor der Partie. Das Hauptaugenmerk liege allerdings "auf Arminia Bielefeld und dem Heimsieg". Nur so könne man sich oben festsetzen.

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Titz ahnte wohl, dass dieses Unterfangen schwer genug werden würde. Bielefeld agierte vor 46.934 Zuschauern im Volksparkstadion ziemlich clever, ging bissig in die Zweikämpfe und hatte im ersten Abschnitt sogar ein Chancenplus.

Pollersback im Glück

Die größte Gelegenheit vergab Andreas Voglsammer kurz vor der Pause. Nach einem katastrophalen Querpass von Rick van Drongelen stand Arminias Angreifer plötzlich frei vor HSV-Keeper Julian Pollersbeck, der das Leder im Rückwärtslaufen an der Strafraumgrenze zu fassen bekam. Ob strafbares Handspiel oder nicht konnte selbst das Fernsehbild nicht eindeutig klären.

Und der HSV? Er überzeugte mit großer Einsatzbereitschaft, viel Ballbesitz - und starken Standards. So war es kein Wunder, dass Holtby nach einer Ecke aus dem Hinterhalt traf. Vom genesenen Kapitän Aaron Hunt (Wadenprobleme) war unterdessen zunächst kaum etwas zu sehen.

Ganz anders Khaled Narey. Der Offensivspieler drückte der Partie im zweiten Durchgang seinen Stempel auf. Wenn es gefährlich wurde, dann über ihn. Doch seine Abschlüsse (48., 63. und 64.) verfehlten das Ziel knapp.

Die größte Chance für die Gäste vergab Keanu Staude, dessen Schuss aus halblinker Position am langen Pfosten vorbeirauschte (67.). Wenig später sorgte Lasogga für die Vorentscheidung - erst per wuchtigem Abschluss, dann vom Punkt. Der bullige Angreifer hatte schon vor Wochenfrist im Pokal bei TuS Erndtebrück (5:3) doppelt getroffen.