Martin Bader ist seit Februar Sportvorstand beim 1. FC Kaiserslautern
Martin Bader ist seit Februar Sportvorstand beim 1. FC Kaiserslautern © Getty Images

Der 1. FC Kaiserslautern steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die 3. Liga ab. Auf Sportvorstand Martin Bader wartet in den nächsten Wochen viel Arbeit.

Der 1. FC Kaiserslautern muss nach der 2:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld erstmals in der Vereinsgeschichte den Gang in die 3. Liga antreten.

Für Martin Bader war die dramatische Partie auf der Bielefelder Alm "ein Sinnbild der gesamten Saison". Auf den Sportvorstand des FCK wartet jetzt jede Menge Arbeit.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Lauterer Abstieg von Sky und aus der Mixed Zone zusammen:

Martin Bader (Sportvorstand 1. FC Kaiserslautern): "Natürlich ist der Abstieg ein Tod auf Raten gewesen. Natürlich haben wir immer wieder versucht, das Ganze noch am Leben zu halten. Die Mannschaft hat heute alles daran gesetzt drinzubleiben. Das Spiel war ein Sinnbild der gesamten Saison."

… über die Planungen für 3. Liga: "Als ich im Februar angefangen habe, war uns relativ früh klar, dass wir mehr Gehirnschmalz in die Planungen für die 3. Liga investieren müssen, als dass wir uns an die 2. Liga klammern können. Auch aufgrund der Vertragssituationen. Es ist leider so, dass nahezu 90 Prozent der Spieler keine Verträge für die 3. Liga haben. Das schmerzt, weil wir natürlich den einen oder anderen gerne mitgenommen hätten. Darüber hinaus fehlen uns auch Transfererlöse, das macht es nicht einfacher. Nichtsdestotrotz haben wir in den letzten Wochen mit vielen Spielern gesprochen und haben auch von ganz vielen Spielern Signale empfangen und ich bin zuversichtlich, dass wir den einen oder anderen von der Aufgabe überzeugen können."

… über Lizenzauflagen: "Wir haben einige Sponsorenverträge für die 3. Liga schon unterschrieben. Ich bin sehr optimistisch, dass die restlichen Unterlagen pünktlich eingereicht werden und dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir die Lizenz bekommen werden. Aber wir wissen alle, dass die 3. Liga wirtschaftlich eine Riesen-Herausforderung werden wird."

… über die Vorbereitung auf die 3. Liga: "Wir stellen uns der Verantwortung. Solange wir die Lizenz nicht schwarz auf weiß haben, gibt es einige Unwägbarkeiten. Es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Aber wir sind optimistisch, dass wir ein guter Verein in der 3. Liga sein werden, mit den Problemen, die ein großer Verein dort eben haben wird. Es gilt, die Leute wieder mitzunehmen. Der FCK ist ein toller Verein, momentan wirklich am Boden, aber den jetzt wieder gemeinsam aufzurichten, kann für alle Beteiligten eine schöne Herausforderung sein."

Michael Frontzeck (Trainer 1. FC Kaiserslautern): "Es ist bitter für den Klub, für die Pfalz, für die ganze Region. Wenn man die vergangenen drei Monate betrachtet, die Leistungen und die Leidenschaft, dann ist es ein Witz, dass die Mannschaft runtergeht. Wir sind heute bis zum Schluss im Spiel geblieben, auch wenn es zu zehnt schwer war, alle Dinge zu verhindern. Es ist schade und tut mir weh für die Mannschaft."

Jeff Saibene (Trainer Arminia Bielefeld): "Ich habe ein lachendes Auge für unsere Leistung und das Resultat, aber natürlich auch ein weinendes Auge für Kaiserslautern. Wir sind heute gut ins Spiel gekommen, aber Kaiserslautern hat seine Chancen effizient genutzt. Nach der roten Karte haben wir natürlich alles auf eine Karte gesetzt. Zwei Minuten vor Schluss habe ich noch gesagt: Das geht nie im Leben Unentschieden aus – und wir hatten dann Glück, dass Kaiserslautern nicht vorher das 3:2 gemacht hat."

Fabian Klos (Arminia Bielefeld): "In dem Moment tut es mir leid für die Lauterer. Sie haben aufopferungsvoll gespielt und alles probiert. Auf diese Weise abzusteigen ist umso bitterer. Ich hoffe, dass sie schnell wiederkommen."

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