Hamit Altintop erzielte das späte Remis © Getty Images

Dirk Schuster droht das erste Spiel nach seiner Rückkehr zu Darmstadt zu verlieren. Hamit Altintop trifft aber in der 94. Minute zum Ausgleich gegen Fürth.

Hamit Altintop hat das Comeback von Trainer Dirk Schuster bei Zweitligist Darmstadt 98 gerettet.

Eine missglückte Flanke des ehemaligen Bayern-Profis landete in der Nachspielzeit (90.+4) zum 1:1 (0:1) im Kellerduell bei Greuther Fürth im Tor. Der Bundesliga-Absteiger überwintert damit auf Relegationsplatz 16, Fürth liegt mit einen Punkt Rückstand auf dem ersten Abstiegsrang. (DATEN: Die Tabelle der 2. Liga)

"Ein glücklicher Punkt"

"Die Mannschaft hat bis zum Schluss an ihre Chance geglaubt", sagte Schuster nach dem Last-Minute-Ausgleich. "Mit einem Sonntagsschuss in der letzten Sekunde ist es dann natürlich ein glücklicher Punkt."

Vom letztlich glücklichen Punktgewinn lässt sich Schuster allerdings nicht blenden. "Trotzdem haben wir genug Baustellen, die wir in der Winterpause bearbeiten müssen."

Für Fürths Cheftrainer Damir Buric war der Punktverlust "es ein sehr bitterer Moment, weil wir nicht für unsere Art Fußball zu spielen belohnt worden sind."

Wittek mit dem Traumfreistoß

Ein Traumtor per Freistoß von Maximilian Wittek (45.) ließ Fürth vom sechsten Saisonsieg träumen. Doch am Ende freute sich Schuster 582 Tage nach seinem Abschied aus Darmstadt über einen Punkt. Seine Mannschaft ist aber seit zwölf Spiele sieglos. (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

8210 Zuschauer sahen am Ronhof knallharten Abstiegskampf mit vielen giftigen Duellen und wenigen spielerischen Höhepunkten. Schuster hatte fünf Profis in die Startelf berufen, die er noch aus seiner ersten Darmstädter Zeit kannte (Sulu, Holland, Sirigu, Kempe, Platte), doch eingespielt wirkte 98 nicht. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Fürth hatte mehr vom Spiel, Jürgen Gjasula traf mit einem abgefälschten Schuss die Latte (12.). Darmstadt versuchte es mit Felix Platte (6./41.), ehe Wittek aus 28 Metern traf. 98 aber kämpfte verbissen, Yannik Stark sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt im Januar gegen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern.

Nach einer Stunde stellte Schuster vom 4-2-3-1-System auf 4-4-2 um, mit Ergänzungsstürmer Jamie Maclaren bekam sein Team mehr Abschlüsse und hatte am Ende Glück.