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Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg dreht gegen den 1. FC Union Berlin erstmals seit 1984 wieder einen 0:2-Rückstand zur Pause. Die Aufstiegsfeier des Sport-Clubs muss deshalb warten.

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Der 1. FC Nürnberg hat die Aufstiegsentscheidung zugunsten des SC Freiburg nochmals vertagt.

Der drittplatzierte Club erkämpfte sich am Samstag nach einem 0:2-Rückstand ein 6:2 (0:2) gegen den 1. FC Union Berlin.

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Niclas Füllkrug war dreifacher Torschütze für die Franken in der zweiten Halbzeit. Der FCN liegt allerdings sieben Punkte hinter dem Tabellenführer aus dem Breisgau zurück (Tabelle der Zweiten Liga).

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Elfmetergeschenk für den Club

Adrian Nikci (3.) und Damir Kreilach (22.) schossen die Eisernen aus Köpenick vor 30.384 Zuschauern mit 2:0 in Führung (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Tim Leibold (48.) gelang das 1:2, Füllkrug (60., Foulelfmeter) sorgte zunächst für den Ausgleich (Statistiken zum Spiel).

Allerdings war der Strafstoß eine Fehlentscheidung, denn Füllkrug war von Mitspieler Hanno Behrens im Strafraum umgestoßen worden.

"Er (Schiedsrichter Martin Thomsen, Anm. d. Red.) war nicht Schuld daran, dass wir am Ende sechs Dinger bekommen, aber er hat natürlich das Spiel in einer entscheidenden Phase mit beeinflusst", kritisierte Union-Trainer Andre Hofschneider bei SPORT1.

Kroos: "In der Höhe verdient"

Füllkrug (67.) gelang dann auch das 3:2 für die Hausherren. Guido Burgstaller (75.), erneut Füllkrug (90.) und Even Hovland (90.+2) stellten den Endstand her.

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"Wir haben auch zuvor 18 Spiele hintereinander gemacht, in denen wir die erste Hälfte nicht verkackt haben. Heute war es so und vielleicht brauchten wir das, um uns dann hier wieder reinzuballern", sagte Füllkrug am SPORT1-Mikrofon.

Für die Freiburger hatte er kein Mitleid: "Nils Petersen ist ein Kumpel von mir. Für den freut es mich, dass er getroffen hat. Aber aufsteigen müssen sie so schnell nicht."

Unions Felix Kroos meinte: "Das ist bitter, aber es ist in der Höhe verdient. Wir haben einfach nicht gut gespielt."

Mit nun neun Punkten Vorsprung auf St. Pauli ist dem Club der Relegationsplatz kaum mehr zu nehmen. Für Nürnbergs Trainer Rene Weiler jedoch noch kein Grund zu jubeln: "Nein, das ist ja rechnerisch noch alles möglich. Aber grundsätzlich müssen wir nicht um den Brei herumreden. Diesen Platz geben wir nicht mehr her."

Serie der Eisernen reißt

Nach zwei Niederlagen konnte der Club wieder einen Dreier feiern, während die Berliner nach vier Spielen erstmals wieder verloren.

Die Gastgeber brauchten nach dem schnellen Rückstand eine halbe Stunde, um besser ins Spiel zu kommen. Dabei gelang dies vor allem durch Standardsituationen.

In der 29. Minute wurde allerdings ein Treffer von Füllkrug nicht gegeben - er hatte seinen Gegenspieler Roberto Puncec gestoßen.

In der zweiten Halbzeit gab es einen einzige Sturmlauf der Nürnberger, Union konnte nur noch gelegentlich kontern. Der Druck war am Ende für die Eisernen zu groß.