FUERTEVENTURA, SPAIN - MARCH 12:  FREIZEITSPORT: JOGGEN 2000, Fuerteventura, 12.03.00  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Das Training sollte nicht abrupt beendet werden © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Das Aufwärmen kennen die meisten Hobbysportler - aber was kommt nach dem Training? Cool Down nennt sich das. Bringt das überhaupt etwas? Was sollte man dabei beachten?

Anzeige

Der Puls rast, das Herz pocht, der Schweiß klebt überall - was aber kommt nach dem Sport? Wenn man sich richtig ausgepowert hat, kann danach ein sogenanntes Cool Down helfen, das Herz-Kreislauf-System wieder einzupegeln.

"Das hängt aber von der Intensität und Sportart ab", erklärt Orthopäde Axel Klein. Er ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP).

Anzeige

Bei Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen empfiehlt Klein nach intensivem Training ein aktives Cool Down, also moderates Weiterbewegen wie Auslaufen oder Ausschwimmen. Umgekehrt heißt das: Nicht einfach abrupt aufhören oder stehen bleiben, denn das kann in extremen Fällen auch bis zur Ohnmacht führen.

Intensität richtet sich nach subjektivem Empfinden

Je nach Intensität des Trainings sollte man sich mindestens fünf bis zehn Minuten Zeit für das Abkühlen nehmen. Als Faustregel gilt: Der Puls sollte danach bei unter 100 Schlägen pro Minute liegen. "Aber da gibt es individuelle Unterschiede", so der Mediziner.

Meistgelesene Artikel
  • Handball / HBL
    1
    Handball / HBL
    Gensheimer rechnet mit HBL-Abbruch
  • Fussball / Transfermarkt
    2
    Fussball / Transfermarkt
    Nächstes Kanada-Juwel zu Bayern?
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    Verhandelt Coutinho mit neuem Klub?
  • Mehr Sport
    4
    Mehr Sport
    Corona: Real-Legende verstorben
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Pavard: Bayern wird bald CL holen

Was aber gilt überhaupt als intensiv? "Zum einen spielt hier die Pulsfrequenz eine Rolle, vor allem aber auch das subjektive Empfinden", erklärt Klein. Denn was als anstrengend empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Moderates Dehnen reicht nach intensivem Training

Oft sieht man auch Hobbysportler, die sich vor und nach dem Auspowern recken und strecken. Klein rät da zur Mäßigung: "Müde Muskeln sollte man nicht massiv stretchen." Besser seien moderate Dehnübungen. Wer sich ausgiebig strecken möchte, sollte das eher mit ausgeruhten Muskeln oder nach weniger anstrengendem Training tun.

Nach dem Krafttraining sieht Klein eher wenig Handlungsbedarf für ein Cool Down: "Normalerweise werden da keine andauernden Pulsspitzen erreicht." Auch hier rät der Experte vom extremen Stretchen ab - moderate Dehnungsübungen genügen. Ausnahmen seien lediglich sehr anstrengende Übungen wie etwa Klimmzüge.