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Nachdem er sich in den letzten Monaten zum Star entwickelt hat, ist KAISER von RunAway zu Cloud9 gewechselt, um damit seiner Familie zu helfen.

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Der südkoreanische Reinhardt-Star

Im Endspiel der APEX Season 2 stand Lunatic-Hai mit RunAway ein echter Underdog gegenüber. In der vorherigen Saison noch auf dem letzten Platz, hatte das Team es anschließend geschafft, sich bis ins Finale zu kämpfen.

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Einer der Jungs im pinken Pulli ist Ryu-Sang "KAISER" Hoon. In der zweiten Saison hat er sich zum Star entwickelt und spielt Reinhardt auf absolutem Weltklasse-Niveau – sogar bis ins Finale des wichtigsten Overwatch-Turniers der Welt.

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Der Gürtel ist im letzten Loch

Wer die südkoreanische eSports-Szene kennt, der denkt nun an ein Stardasein, hochprofessionelle Infrastruktur und viel Geld. Aber dem ist nicht so. RunAway ist ein Amateurteam, das vom Support-Spieler Runner gegründet wurde. Neben seiner Spielerkarriere managt er das Team und trägt sämtliche Kosten.

Das Training fängt Abends an und geht meist bis tief in die Nacht. RunAway kann sich kein Teamhaus leisten und so teilt KAISER sich weiterhin ein Apartment mit seiner Mutter. Die lauten Ansagen beim Training würden sie wecken, also muss KAISER in einem Internetcafé trainieren.

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Auch finanziell ist die Situation alles andere als optimal. Die Familie hat Geldprobleme und ohne echtes Gehalt hat KAISER kein Einkommen. KAISERS Anteil der rund 40.000 $ Preisgeld vom zweiten Platz der APEX Season 2 hielt nicht lange vor. Auf Twitter erklärt er warum: "Ich habe fast mein ganzes Preisgeld ausgegeben, um Schulden abzuzahlen und danach war nicht mehr viel übrig."

Ein schwerer Abschied

KAISER befindet sich nach einem Angebot von Cloud9 in einer Zwickmühle. Er möchte um jeden Preis bei seinem Team bleiben, doch das ist finanziell nicht möglich: "Für mein Herz und meinen Kopf war es sehr kompliziert und verwirrend. […] Abgesehen vom Finanziellen lief es für mich nie besser. Es gibt nie einen wirklich guten Zeitpunkt für so etwas, […] aber ich hatte nicht viel Zeit, mich zu entscheiden. Ein Gehalt, ein Teamhaus, ein guter Sponsor."

Er entscheidet sich letztendlich, wie einst schon ein weithin bekannterer Kaiser vor ihm, nach Amerika zu gehen. Trotz der schlechteren Konkurrenz lässt sich dort deutlich mehr Geld verdienen.

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Vom Tellerwäscher zum NA-Star

Bei Cloud9 wird er in einem Teamhaus wohnen und dort die ganze Nacht hindurch trainieren, ohne dass er damit jemanden beeinträchtigt. Das Geld, das er verdient, schickt er nach Hause zu seiner Mutter.

Trotzdem ist die Situation für KAISER nicht gerade einfach, schließlich ist er tausende Kilometer entfernt von Freunden und Familie. Besonders der Abschied von seinem alten Team fällt ihm schwer.

"Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie oft ich mich bei Runner entschuldigt habe und er ließ mich durchgehend wissen, dass es okay sei. Ich habe mich Runner und dem Team mit Loyalität und Respekt hingegeben und ich fühle nichts als Reue, dass ich das Team auf diese Art verlasse."

Als er im Teamhaus ankommt, umarmt er jedes einzelne Mitglied von Cloud9. Mit Bishop und xepheR sind auch schon zwei weitere Koreaner im Team, die ihm die Eingewöhnung erleichtern. Hervorragendes Englisch spricht er bereits.

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Angekommen in der neuen Heimat

Mittlerweile hat er sich mit seinem neuen Zuhause und dem plötzlichen Abgang von RunAway angefreundet: "Ich schämte mich und dachte 'Warum ist Geld so wichtig…' aber ich habe gelernt, dass man allein von Loyalität nicht leben kann."

Auch um sein altes Team macht er sich mittlerweile keine Sorgen mehr: "Als ich das Match zwischen RunAway und Kongdoo.UNCIA sah, war ich sehr erleichtert und merkte, dass sie auch ohne mich erfolgreich sein können."

Er wird nicht der letzte koreanische Star sein, der seinen Weg in die USA findet. Mit dem baldigen Beginn der Overwatch-League wird die Region für alle Overwatch-Spieler ein lukratives Ziel werden.