Mit G2 holte er den siebten Titel & macht das Team nun neben Fnatic zum Rekordmeister der LEC. Fabian "GrabbZ" Lohmann ist Deutschlands erfolgreichster eSports-Coach
Mit G2 holte er den siebten Titel & macht das Team nun neben Fnatic zum Rekordmeister der LEC. Fabian "GrabbZ" Lohmann ist Deutschlands erfolgreichster eSports-Coach © Riot Games
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Mit G2 holte er den siebten Titel und macht das Team nun neben Fnatic zum Rekordmeister der LEC. Fabian "GrabbZ" Lohmann ist Deutschlands erfolgreichster eSports-Coach.

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Es wirkte fast schon niedlich, als die Spieler von G2 Esports die Trophäe der LEC in Jogginghosen und Shorts emporrecken durften. Soeben hat die Erfolgstruppe zum dritten Mal in Folge den Titel der League of Legends European Championship gewonnen, doch anstatt sich von hunderten Fans lautstark bejubeln zu lassen, fiel die Feier vergleichsweise winzig aus.

Aufgrund der anhaltenden Coronakrise wurde der gesamte Ligabetrieb samt Playoffs und Finale ausschließlich online ausgetragen. Trotz wiedriger Umstände und neuer Strukturen, zeigte sich G2 gewohnt dominant. Einer der Erfolgsgaranten  ist der deutsche Ausnahme-Coach Fabian "GrabbZ" Lohmann, der G2 Esports nun schon zum dritten Mal in Folge zum Titel führte. SPORT1 hat mit dem Meistermacher gesprochen.

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Fabian "GrabbZ" Lohmann - G2s Supercoach

SPORT1: Zunächst und wie immer, vielen Dank das du dir für uns die Zeit nimmst. Direkt zur ersten Frage: Der Split war unglaublich skurril, wenn man das so sagen darf. Die ersten Spiele fanden noch in Berlin statt, dann ging es in die Pause und dann wurde der Rest der Saison online ausgetragen. Wie hast du den Split erlebt und auch den nun erfolgten Triumph?

GrabbZ: Seltsam. Gerade, weil die Atmosphäre eines Stadions fehlt. Aber klar, den Umständen entsprechend konnte man nichts anderes machen. Es fühlt sich aber auch belohnend an, weil wir von Anfang an wussten, wir können den Titel holen, auch mit dem Swap von Caps Mid-Lane zu Caps Bot-Lane. Interessanterweise haben alle anderen immer wieder gesagt, G2 ist lange nicht so gut wie sie mal waren, der Wechsel von Caps und Perkz bringt nichts. Aber wir wussten immer: wir können gewinnen und werden gewinnen. 

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SPORT1: Jetzt kam es im Halbfinale zu einem erneuten Aufeinandetreffen mit den MAD Lions, die euch im Zuge der Playoffs ja bereits geschlagen haben. Beim Re-Match habt ihr gefühlt kurzen Prozess mit den Ligakonkurrenten gemacht, und gegen Fnatic ging es im Finale noch mal eine Ecke heftiger zu. Wie habt ihr euch darauf vorbereitet beziehungsweise an euch gearbeitet?

GrabbZ: Tatsächlich fiel das Spiel gegen Fnatic vom Draft her wesentlich einfacher aus, als gegen die MAD Lions. MAD sind ein Team, die können Kalista und Syndra spielen; Fnatic musste hier in Game eins bereits mit einem Bann von Yuumi, Syndra und Kalista einsteigen und wirken entsprechend rigide und wenig adaptiv. Aus unserer Sicht sind auch die Champion-Pools von Fnatic durchsichtiger als die von MAD Lions, zumindest ist das unsere Auffassung. Entsprechend einfach war es für uns, einen passenden Matchplan aufzustellen.

SPORT1: Das hat man dann wieder deutlich sehen können. Jetzt ist aber erst einmal Pause und dann steht der Summer Split an - wie bereitet ihr euch auf diesen vor?

GrabbZ: Da das MSI in diesem Jahr verschoben wurde, geht es jetzt erst einmal nach Hause und mit der Familie ein wenig ausspannen - natürlich je nachdem wie das aufgrund des Coronavirus möglich ist. Aber grundsätzlich wollen wir entspannt in den Summer Split starten und dann zum MSI peaken (Das MSI wurde in diesem Jahr auf Juli, während des Summer Splits geschoben, Anm. d. Red.). Es wird zwar schwer, dann zurückzukommen und direkt die Playoffs zu spielen, darüber mache ich aktuell mir ein paar Gedanken, aber ich bin trotzdem felsenfest davon überzeugt, dass wir auch dann einen guten Weg finden werden.

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SPORT1: Absolut verständlich. Eine letzte Frage: Eines der Erfolgsrezepte des Teams ist nicht nur der starke Roster, sondern auch die Fähigkeiten des Teams an sich. Glaubst du, dass G2 mit den Laneswaps von Perkz, der ja zweimal hin und her wechselte und Caps ein Erfolgsrezept für andere Teams sein kann? In Korea wechselte ja bereits mit Chovy ein Spieler von der Mid- zur Top-Lane, wenn auch nur vorübergehend.

GrabbZ: Ich glaube, so wie wir das handhaben dürfte das im gesamten Profibereich einzigartig sein. Das liegt auch daran, dass wir als Team anders strukturiert sind, als andere. Wir schauen in der Gesamtheit auf das Spiel, nicht auf einzelne Lans an sich. Der Wechsel von Mid auf Bot hat daher auch gut funktioniert. Aber generell? Ich denke, die Top-Teams, also wirklich die besten Teams der Welt, wären grundsätzlich dazu in der Lage.

SPORT1: Vielen Dank dir, nochmals Glückwünsche an das ganze Team und schönen “Urlaub”, kann man sagen oder?

GrabbZ: *lacht* Na klar! Haha, jetzt wird angestoßen!