Faker während der Group Stage der World Championship 2017
Faker während der Group Stage der World Championship 2017 © Riot Games / lolflikr

Lee "Faker" Sang-hyeok ist der berühmteste eSports-Star der Welt. Doch im Augenblick befindet sich der Koreaner in der Krise. Teil 2 der Serie um SKT Faker.

von Florian Merz

Auch nach der Niederlage im Finale der World Championship und den Playoffs hält SK telecom T1 an Faker fest.

Doch langsam aber sicher verliert auch das erfolgreichste eSports-Team von League of Legends den Glauben an den dreifachen Weltmeister und "God of eSports".

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Teil 1 der Faker-Serie: Weltmeister am Ende: SKT Faker

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Hoffnung: Summer Split

Die ehemaligen koreanischen Champions fokussierten sich, während die Liga-Konkurrenz beim Mid-Season Invitational antrat, auf den Summer Split. Alles sollte anders werden, besser. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und vielleicht  sogar der Gewinn der Trophäe war das erklärte Ziel.

Doch allen Kampfansagen zum Trotz hatte SKT weiterhin mit großen Problemen zu kämpfen. Noch immer wurden Partien abgegeben und selbst schwächere Teams wie MVP oder Liganeuling Griffin schlugen den Altmeister.

Zwar konnten Faker und Co. das eine oder andere Spiel gewinnen, dennoch fehlte es SK telecom T1 an Konstanz. Auf zwei gewonnene Spiele folgte eine weitere Pleiteserie. Es musste eine Veränderung her.

Der Fall des Fakers

Tatsächlich geschah diese zu Ungunsten des Superstars. Bereits in der Partie zwischen SKT und MVP saß Faker auf der Bank und wurde im Rift vom Youngster Pirean ersetzt.

Nach der Niederlage gegen kt Rolster augenscheinlich dauerhaft. Zum Leidwesen Fakers muss gesagt werden, dass SKT nach dem Wechsel auf der Midlane zu einer richtigen Siegesserie ansetzte.

Wachablösung?

Vier Spiele in Folge konnte das Werksteam des Telekommunikationsunternehmens gewinnen und vier Spiele in Folge saß Faker auf der Bank. Eine Wachablösung?

Selbst auf reddit wurde das Thema Faker heißdiskutiert und auch das Wort "Wechsel" fiel häufiger.

Während einige aufgrund der derzeitigen Rolle als Ersatzmann darauf spekulieren, halten andere wiederum seinen Status bei SK telecom T1 dagegen. Kaum ein anderer Spieler ist weltweit so bekannt, wie der koreanische LoL-Star.

Fakers Gesicht wird stets mit SKT in Verbindung gebracht. Darüber hinaus soll auch sein Gehalt, das laut einem Bericht von dotesports in die Millionen geht, weiter ein Grund für den Verbleib des Spielers sein. Auch der ehemalige Profispieler und Ex-SK-Gaming-Mitglied Christoph "nRated" Seitz sieht Faker noch lange nicht am Ende.

"Faker ist ein sehr starker Einzelspieler und man muss einfach sehen, dass er in einem Team gut funktionieren kann, aber es im Moment nicht tut", ordnet er für SPORT1 ein: "Ich denke, dass das weniger an ihm, als an seinem Umfeld und Lineup liegt. Ich glaube auch, dass die Coaches wissen was sie tun, wenn sie ihn rausnehmen und versuchen die Fehler, die um ihn herum bestehen, auszumerzen. Ich bin auch der Meinung, dass es keine dauerhafte Lösung sein wird."

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League of Legends: Der Fall von Faker - Teil 1 - Finalniederlage

Weiter geht es in der Geschichte um Fakers gegenwärtige Situation im zweiten Teil der Serie.

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