H2k und Paris Saint-Germain arbeiten zusammen für einen Platz im neuen Franchise-System der EU LCS
H2k und Paris Saint-Germain arbeiten zusammen für einen Platz im neuen Franchise-System der EU LCS © Riot Games / lolflickr

In der Vergangenheit besaß Paris Saint-Germain ein eigenes LoL-Team. Nach ausbleibendem Erfolg wurde das Projekt eingestammt, soll nun aber reaktiviert werden.

von Florian Merz

Laut einem Bericht von ESPN haben sich PSG und H2k-Gaming gemeinsam für einen Platz im neuen Franchising-System der EU LCS in League of Legends beworben.

Die Partnerschaft selbst wird Mutmaßungen zufolge ähnlich verlaufen, wie mit dem aus Asien stammenden Dota-2-Team LGD. Dieses ging in der Vergangenheit ebenfalls eine Kooperation mit dem französischen Hauptstadtclub ein und trat bereits im Zuge des The Internationals 2018 unter dem Kürzel PSG.LGD an. 

Auch in League of Legends versuchte sich PSG schon in Season sieben in der EU Challenger Series mit unter anderem dem französischen Ex-Profispieler Bora "YellOwStaR" Kim, der jahrelang beim Erfolgsvereins Fnatic gespielt hat, als Head of Esports. Dort hatte das Team allerdings nur mäßigen Erfolg, weshalb die Auflösung nach nur einem Jahr in der LoL-Szene folgte. 

Neues Modell mit US-Anleihen

Die EU LCS wird im kommenden Jahr komplett umgestaltet und ähnlich der Schwesterliga, der NA LCS, zu einem Franchise-Produkt geformt.

Das bedeutet so viel, dass Teams fest in der Liga verankert sind; Relegationen und Ab- wie Aufstiege entfallen komplett. Darüber hinaus können neue Teams nur in Absprache mit dem bestehenden Teilnehmerfeld in die Liga eingeführt werden. Das Ganze erinnert stark an bestehende Strukturen der in den USA beheimateten NBA und NFL, die ähnlich funktionieren.

Interessanterweise gehörte H2k-Gaming zu den Teams, die sich im Vorfeld gegen die neue Ligastruktur ausgesprochen haben. Laut der Organisationsleitung sei es ein unzureichendes System, um ein Unternehmen zu führen. Auch Jos Mallant, Besitzer der ebenfalls in der EU LCS antretenden Unicorns of Love ist kein Fan davon. Laut ihm würden dadurch einige Teams in finanzielle Schwierigkeiten geraten, um überhaupt in der Liga antreten zu können.

Tatsächlich müssen die einzelnen Teams im Vorfeld zum Spring Split 2019 bei Riot Games eine längere Bewerbungsphase durchlaufen und sich faktisch in die Liga einkaufen. Sollte der Entwickler von League of Legends grünes Licht geben, so liegen die Beitrittskosten zwischen acht und zehn Millionen US-Dollar. Auch ist wenig darüber bekannt, welche Teams sich beworben haben. Zumindest H2K beziehungsweise PSG.H2k (Anm. d. Red.) ist eines davon.

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