© Riot Games
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In der NA LCS sind die Teams der Saison bekannt. Drei NBA-Teams kaufen sich in den Ligabetrieb ein. FC Bayern und Co. könnten Ähnliches in der EU LCS machen.

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Von Mike Koch

Die NA LCS hat einen Riesen-Hit gelandet: Mit dem neuen Franchise-System haben sich nicht nur alte Organisationen in der Liga gehalten, sondern es wurde auch großen, finanzkräftigen Namen ein Platz in League of Legends geschaffen.

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Drei NBA-Orgas starten ins Millionen-Geschäft eSports ein

Die Golden State Warriors, die Houston Rockets und die Cleveland Cavaliers steigen neu in das LCS-Geschehen ein und bringen ihre eigenen Organisationen mit sich.

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Während der aktuelle NBA-Meister rund um Steph Curry mit den Golden Guardians eintritt, ist es für Houston Clutch Gaming und für LeBrons Organisation die 100 Thieves.

Gerüchten zufolge gehen die Summen für einen Platz in der NA LCS in den zweistelligen Millionen US-Dollar-Bereich – kein Wunder, dass nun finanzkräftige Organisationen, wie die aus der NBA, Interesse zeigen.

Wird die EU LCS auch auf Franchising setzen?

Der Markt in Nordamerika ist deutlich ansprechender für Franchising - seien es Organisationen, die eine größere Reichweite haben oder die dazugehörigen Spieler wie Bjergsen. Dazu kommt, dass in NA schon alle großen Sport-Ligen auf ein Franchise-System setzen.

Europa hingegen setzt bisher weiterhin auf ein normales Liga-System, wie es aus den Sportarten auf dem alten Kontinent bekannt ist.

Was würde sich für Europa verändern, wenn Riot Games als Publisher hier auch ein ähnliches System umsetzen will?

Wie die Fußballklubs Geld in die EU LCS bringen könnten

Schon jetzt ist mit dem FC Schalke 04 ein international anerkannter Fußballverein in der EU LCS aktiv. Zuvor war auch schon Paris Saint-Germain in der Challenger Series.

Nach mehreren enttäuschenden Nichtaufstiegen in die Oberklasse entschied man sich aber, wieder aus dem League of Legends-Betrieb auszusteigen.

Andere internationale Marken-Vereine könnten bei einem möglichen Franchising der EU LCS aber dem Ideal der Schalker folgen.

Champions League-Teilnehmer wie der AS Rom, Sporting Lissabon oder Pep Guardiolas Manchester City haben schon jetzt ein Auge auf den eSports geworfen: In FIFA haben sie bereits eigene Spieler unter Vertrag.

Bundesliga-Derbys in der EU LCS?

Aber auch auf deutscher Ebene gibt es einige Teams, die sich ein Vorbild am Liga-Konkurrenten Schalke 04 nehmen könnten.

Der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg oder der erst kürzlich eingestiegene RB Leipzig sind hier wohl die ersten Kandidaten – auch sie haben schon FIFA-Spieler unter Vertrag.

Aber auch der Liga-Krösus Bayern München prüft laut Medienberichten einen Einstieg in den eSports, ebenso wie der Hamburger SV und Werder Bremen.

Die traditionellen eSports-Organisationen werden überrannt

Einen offensichtlichen Nachteil hat das Franchising für eSports-Begeisterte aber. Langjährige eSports-Organisationen können mit den lukrativen Angeboten der Sport-Vereine nicht mithalten.

Gleiches ist schon in der NA LCS geschehen. Die Immortals, die sich sogar zur World Championship 2017 spielten, werden in der kommenden Saison nicht mehr in der nordamerikanischen Liga antreten – zu stark und zu finanzkräftig war die Konkurrenz.