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Berlin - Am Samstag eröffnen der LCS-Champion Fnatic und Team Vitality die Play-Offs des Spring Splits. Der Titelverteidiger steht erstmals vor dem vorzeitigen Aus.

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In allen sechs LCS-Splits gelang es dem aktuellen Titelverteidiger, ins Finale einzuziehen. Ganze fünf dieser Endspiele gewann Fnatic sogar und ist damit mit Abstand das erfolgreichste LCS-Team im gesamten Westen. Nun scheint diese Serie vor dem Ende zu stehen.

IEM änderte nichts

Nach dem überraschenden Final-Einzug bei den IEM World Championship in Katowice erhofften sich Fnatic-Fans einen nahtlosen Übergang in den LCS-Alltag. Diese Hoffnung wurde aber rasch zunichtegemacht.

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Fnatic verlor drei der verbleibenden vier Matches in der EU LCS. Lediglich gegen Schlusslicht Giants Gaming sprang ein Sieg heraus, sodass der Titelverteidiger am Ende nur auf dem sechsten Platz landete. Diesen wollten Origen, die Unicorns of Love und auch Fnatic selbst gänzlich vermeiden, denn dadurch lautet der Erstrundengegner in den Play-Offs VItality.

Inkonstanz überwiegt

Jungler Spirit ist weiterhin inkonstant in seinen Leistungen und im Vergleich zum Spring 2015 meistens eine Enttäuschung gewesen. Gamsu überzeugte nur in wenigen Partien und die Bottom-Lane zeigte immer wieder große Schwächen in der ersten Hälfte des Spiels.

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Ein paar wenige Lichtblicke wie das erste Match gegen Origen oder die Rückrunden-Partie gegen G2 Esports wurden von den vielen schlechten Leistungen überschattet, die den Verantwortlichen ernsthaft zu denken gegeben haben. Fnatic geht als klarer Außenseiter in das Best-of-Five gegen Vitality und könnte erstmals das Finale eines LCS-Splits verpassen.

Vitality: Fokuspunkt Top-Lane

Einzelne Niederlagen änderten kaum etwas am positiven Gesamtbild von Vitality: Top-Laner Cabochard bekam, wie schon bei Gambit Gaming, vom eigenen Jungler viel Aufmerksamkeit. Und diese nutzte er, um seinen Gegenspieler zu unterdrücken und das Spiel an sich zu reißen – meistens mit Erfolg.

Es wird insbesondere an Spirit und Gamsu liegen, Vitalitys vorhersehbaren Fokus auf der Top-Lane zu kontern. Gleichzeitig bewies das Team aber auch, dass es mehr kann, als in jeder Partie auf Cabochard zu setzen. In einem langen Best-of-Five wird sich Fnatic einiges einfallen lassen müssen, um zu bestehen.

Star-Ensemble ohne Synergie

Für Team SoloMid war die reguläre Saison in Nordamerika ähnlich ernüchternd. Abermals mit großen Ambitionen und einem fast vollständig neuen Lineup gestartet, wurde rasch klar, dass es ein langer Weg an die Spitze sein würde.

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Wie Fnatic verlor der Fan-Favorit der NA LCS die letzten drei Begegnungen nach Katowice und landete auf dem ungeliebten sechsten Platz. Gleichzeitig war diese reguläre Saison die schlechteste aller Zeiten in der Geschichte der Organisation.

Kurzer Aufschwung

In der vierten und fünften Woche schien es so, als würden die Mitspieler so langsam zueinander finden. Vier Siege in Folge sollten den Wendepunkt markieren, doch diese Illusion verschwand rasch wieder.

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Es folgten Niederlagen gegen Team Dignitas, Team Liquid, Renegades und NRG eSports, die, vor allem auch aufgrund der Tatsache, wie sie zustande kamen, von Vielen Fans und Experten als "peinlich" bezeichnet wurden.

Mit Hai präsentierte sich Cloud9 über weite Strecken souverän und geht ohne jeden Zweifel als klarer Favorit in das prestigeträchtige Duell gegen TSM. Mid-Laner Jensen war einer der Kandidaten für den MVP-Titel und definitiv der stärkere im Fern-Duell mit Team SoloMids Star Bjergsen. Alles andere als ein Erfolg von Hai und seinen Mitspielern wäre eine große Überraschung.