Die Drachenkönigin wird zum zweiten Mal mit dem Nerf-Hammer traktiert.
Die Drachenkönigin wird zum zweiten Mal mit dem Nerf-Hammer traktiert © Blizzard Entertainment
Lesedauer: 4 Minuten

Blizzard hat eine weitere Runde Kartenänderungen für Hearthstone angekündigt. Acht Karten wurden verändert, wieder trifft es den Demon Hunter am ärgsten.

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Am 14. Juli werden die neuesten Balance-Änderungen in Hearthstone implementiert. Von den acht veränderten Karten sind gleich drei Demon Hunter Karten dabei. Denn obwohl die Klasse wieder und wieder abgeschwächt wurde, die Dominanz auf der Ladder ist bislang ungebrochen. Aber auch andere mächtige Decks die aktuell die Meta bestimmen werden vom Nerf-Hammer getroffen. 

Demon Hunter - weiter runter

Blizzard hatte die Demon Hunter Karten ja ein bisschen stärker als den Durchschnitt designed, gerade auch weil die neue Klasse die anderen erstmal einholen musste. Nicht zuletzt dank des deutlich kleineren Karten-Pools. Doch scheinbar haben die Entwickler übertrieben, denn seit seinem Release Anfang April wurde der Demon Hunter ein ums andere mal abgeschwächt. Das erste mal nur einen Tag nach seinem Release, der schnellste Nerf den es je von Seiten Blizzards gab. Und die Änderungen kamen keineswegs zu früh. Trotz Allem konnte sich die Klasse bis heute in der Riege der besten Decks behaupten.

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Mittlerweile wurden zehn Demon Hunter Karten generfed, jetzt kommen drei weitere hinzu:

Kayn Sonnenzorn

Bisher: 3 Angriff, 5 Leben

Jetzt: 3 Angriff, 4 Leben

Kriegsgleven von Azzinoth

Bisher: (5) Mana

Jetzt: (6) Mana

Metamorphose

Bisher: Eure Heldenfähigkeit wird zu "Verursacht 5 Schaden". Wechselt nach dem zweiten Einsatz zurück.

Jetzt: Eure Heldenfähigkeit wird zu "Verursacht 4 Schaden". Wechselt nach dem zweiten Einsatz zurück.

Drei Karten die in nahezu jedem Demon Hunter Deck zu finden sind werden deutlich abgeschwächt. Unspielbar werden sie dadurch aber noch lange nicht. Ob und wie sie noch ihren Platz in den Decklisten finden wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Es könnte aber reichen um den Demon Hunter von seinem Thron zu stoßen. Doch nicht nur er wird etwas in die Schranken gewiesen, auch andere Klassen sind betroffen.

Krieger, Magier und Druide 

Nicht nur der Demon Hunter bekommt kleine aber spürbare Änderungen ab. Den Anfang macht der Krieger:

Korsarenbeute

Bisher: Zieht eine Waffe und verleiht ihr +1/+1

Jetzt: Zieht eine Waffe und verleiht ihr +1 Haltbarkeit

Hier wird also der Schaden-Output des Kriegers ein bisschen reduziert ohne die beliebte Synergie mit Waffen wie Ankarr, Schocklanze oder Schraubcalibur zu zerstören. weiter geht es mit dem Magier:

Drachenmagierin

Bisher: (6) Mana

Jetzt: (7) Mana

Eine absolute Auto-Inklusion in jedem Magier-Highlander-Deck. Durch den Kampfschrei, der die Kosten des nächsten Zaubers auf 0 reduziert konnte man bislang schon für die 6 Mana mächtige Zauber wie Schöpfungskraft, Tieffrieren oder Yogg-Sarons Puzzlebox spielen. Das ist jetzt erst einen Zug später möglich. Als nächstes ging es dem Druiden an den Kragen:

Glückspilze

Bisher: (2) Mana

Jetzt: (3) Mana

Die absolute Draw-Engine des Druiden wird ein Mana teurer, damit ist es aber immer noch möglich vor dem Glühwürmchenschwarm oder der Exotenhändlerin Zug die Hand aufzufüllen. Die Druiden sollten diese Änderung gut verkraften können. Dasselbe kann man vom Schurken nicht behaupten...

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Vorbei mit den 0-Mana-Albernheiten

Die Schurken machten sich Karten zunutze die 0 Mana kosten um dann in einzelnen Zügen mit mächtigen Edwin Van Cleefs oder Rastloser Abenteurer zuzuschlagen. Diese Suppe wird ihnen jetzt ordentlich versalzen.

Galakrond, der Albtraum

Bisher: Kampfschrei: Zieht eine Karte. Sie kostet (0). 

Jetzt: Kampfschrei: Zieht eine Karte. Sie kostet (1)

Galakrond, die Apokalypse

Bisher: Kampfschrei: Zieht zwei Karten. Sie kosten (0). 

Jetzt: Kampfschrei: Zieht zwei Karten. Sie kosten (1)

Galakrond, Azeroths Ende

Bisher: Kampfschrei: Zieht vier Karten. Sie kosten (0). 

Jetzt: Kampfschrei: Zieht vier Karten. Sie kosten (1)

Und auch vor neutralen Karten machen Blizzard nicht halt: Drachenkönigin Alexstrasza wurde ja bereits etwas abgeschwächt und konnte sich fortan nicht selbst generieren. Jetzt gehen die Entwickler noch einen Schritt weiter:

Drachenkönigin Alexstrasza

Bisher: Kampfschrei: Erhaltet 2 zufällige andere Drachen auf die Hand, wenn Euer Deck keine Karte mehrfach enthält. Sie kosten (0).

Jetzt: Kampfschrei: Erhaltet 2 zufällige andere Drachen auf die Hand, wenn Euer Deck keine Karte mehrfach enthält. Sie kosten (1).

Die eSports-Community nimmt die Änderungen bislang sehr positiv auf. Doch es gibt einen Kritikpunkt:

Das Blizzard einen dermaßen in das Meta eingreifenden Patch zwei Tage vor der Masters Tour veröffentlicht bedeutet für die Spieler natürlich eine Menge Druck. Sie müssen binnen wenigen Stunden herausfinden welche Decks nach den Nerfs die besten sind und werden sicher nicht unbedingt ausgeschlafen bei der Masters Tour antreten.