Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Erbe der Drachen © Blizzard/Sport1
Lesedauer: 7 Minuten

Hearthstones neueste Erweiterung "Erbe der Drachen" ist kurz davor abzuheben. Im ersten Teil unserer großen Vorschau geht es um die Karten der neutralen Klasse!

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Wie bei jeder neuen Hearthstone-Erweiterung, machen die neutralen Karten den Löwenanteil aus. Während dieses Mal für die einzelnen Helden-Klassen entweder zehn oder elf neue Karten erscheinen, wird der neutrale Karten-Pool um 45 brandneue neutrale Karten aufgestockt, die ab dem 10. Dezember in allen Hearthstone-Modi spielbar sein werden. 

(Arten-)Vielfalt ist Key

"Erbe der Drachen" steht - Wer hätte es gedacht? - ganz im Stern von Karten, die als Drachen deklariert worden sind. Insgesamt werden sieben neue Drachen den Weg in das Spiel finden. Doch nicht nur die geflügelten Bestien, auch andere bekannte Hearthstone-Stämme werden Zuwachs bekommen. Im neutralen Set werden neben den sieben neuen Drachen, vier neue Wildtiere, jeweils drei neue Mechs sowie Piraten, zwei neue Elementare, zwei neue Murlocs und ein neuer Dämon dafür sorgen, dass auch weiterhin jeder Stamm ausreichend repräsentiert bleibt.   

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Neben der gesicherten Artenvielfalt sieht das neue neutrale Set nach einem bunten Karten-Potpourri an schon da gewesenen, neu interpretierten oder gar erstmaligen Synergie-Möglichkeiten aus. Auf die (wahrscheinlich) besten, interessantesten oder verrücktesten dieser Karten soll im folgenden ein genauerer Blick geworfen werden. 

Manareduktion = Tempo = Sieg?

In einer kommenden Meta, in der höchstwahrscheinlich Drachen die Hauptrolle spielen werden, fällt besonders eine neutrale Karte sofort ins Auge: "Frizz Zündelnest". 

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

In einem Deck, das auf Drachen-Synergie abzielen wird, ist "Frizz" ein Auto-Include. Abgesehen von ihrem starken 5/4-Body eignet sich ihr Kampfschrei "Verringert die Kosten von Drachen in Eurem Deck um (2)." überragend, um sich mit nachfolgenden starken Tempo-Zügen einen entscheidenden Vorteil sichern zu können. Das "Frizz" selbst nur 4 Mana kostet, rundet das Design der Karte perfekt ab. Ein solch starker Kampfschrei sollte natürlich so früh wie möglich im Spiel aktiviert werden, um die Kosten von möglichst vielen, sich noch im Deck befindenden Drachen-Karten, reduzieren zu können. "Frizz" wäre damit wahrscheinlich sogar ein Kandidat für die Starthand, was für eine 4-Mana-Karte generell eher ungewöhnlich erscheint. 

Tempo generieren durch Mana-Kosten-Reduktion. Was für "Frizz Zündelnest" gilt, gilt ebenso für die nächste Karte, die höchstwahrscheinlich ihren Weg in die kommende Standard-Meta finden wird: "Drachenkönigin Alexstrasza".

Hearthstone Descent of Dragons
Hearthstone Descent of Dragons © Blizzard

Der 8/8er-Body ist für neun Mana verhältnismäßig teuer. Ihr Kampfschrei "Erhaltet 2 zufällige Drachen auf die Hand, wenn Euer Deck keine Karte mehrfach enthält. Sie kosten (0)." macht diesen Umstand aber wieder um ein Vielfaches wett. Zufällige Effekte sind Teil der Hearthstone-Welt und inzwischen unter den Spielern auch in gewissem Maße akzeptiert, dennoch wird, gerade auf den höheren Rängen, versucht den Zufall so klein wie möglich zu halten. Für die "Drachenkönigin Alexstrasza" und ihren auf Zufall basierenden Kampfschrei verhält es sich aber anders. Es geht schließlich um Drachen.

Diese sind im Hearthstone-Universum meist genauso, wie man sie sich in der realen Welt vorstellen würde: groß und stark. Und in Hearthstone mit teilweise spielentscheidenden Fähigkeiten. Gleich zwei dieser Karten umsonst spielen zu können - und damit theoretisch im gleichen Zug wie die "Drachenkönigin Alexstrasza" selbst -  birgt nicht nur das Potenzial in einem Zug mit drei riesigen Drachen die Vorherrschaft auf dem Spielfeld für sich zu bestimmen, sondern sich auch durch die schon oben angesprochenen spielentscheidenden Fähigkeiten einen immensen Vorteil für den weiteren Verlauf der Partie zu verschaffen.

...und hat jemand schon einmal daran gedacht, das es theoretisch auch möglich wäre, dass einer der beiden zufällig generierten Drachen eine weitere "Drachenkönigin Alexstrasza" sein könnte? 

Natürlich muss das Deck in dem die Drachenkönigin effektiv gespielt werden kann, ein sogenanntes Highlander-Deck sein. Ein Deck, in dem jede Karte nur einmal vorkommt. Da dieser Deck-Archetyp momentan aber durch alle Helden-Klassen hinweg ein fester Bestandteil der Meta ist, sollte diese Bedingung kein allzu großes Hindernis darstellen.

Wiederholt sich die Geschichte?

Einer der Drachen die durch den Kampfschrei der "Drachenkönigin Alexstrasza" für null Mana generiert werden kann, ist so stark, dass er höchstwahrscheinlich auch seinen Weg in das ein oder andere Deck findet, ohne das dieses unbedingt auf Drachensynergien ausgerichtet ist: der "Riesenwelpling".

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Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Diejenigen, die Hearthstone schon etwas länger spielen werden sich erinnern. An eine Zeit, in der ein Drache mit dem gleichen Kampfschrei "Zieht eine Karte." fester Bestandteil in so gut wie jedem relevanten Deck gewesen ist, bis er von Blizzard in die Hall of Fame aufgenommen und damit aus dem Standard-Modus verschwunden ist. Die Rede ist vom "Azurblaue[n] Drachen".

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Der "Riesenwelpling" hat zwar nicht den Zauberschaden-Effekt, dafür aber jeweils einen Angriff und ein Leben mehr als sein blauschimmernder Vorgänger. Das Potenzial, dass diese Karte hat, sollte am Weg des "Azurblauen Drachen" gut erkennbar sein, da dieser hauptsächlich aus einem Grund in die Hall of Fame aufgenommen wurde: Nämlich, dass die Karte so gut war, dass sie jahrelang in fast jedem Deck gespielt wurde und damit eine gewisse Eintönigkeit in die Meta brachte. Blizzard, deren Ziel es ist für eine abwechslungsreiche, sich immer wieder erneuernde Meta zu sorgen, wird ein besonderes Auge auf den "Riesenwelpling" und seine Nutzungsrate haben. Es kann gut sein, dass sich die Geschichte des "Azurblauen Drachen" im Fall des "Riesenwelplings" in Form von Nerfs über kurz oder lang wiederholen könnte.

Galakronds Herold

Was "Frizz Zündelnest" für Drachen-Decks darstellt, wird "Kronx Drachenhuf" für Decks darstellen, die um die neue Heldenkarte "Galakrond" aufgebaut sind. 

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Spezifischer Card-Draw ist seit jeher einer der stärksten Effekte, die eine Karte haben kann. (Stichwort Zufall reduzieren.) Wenn diese Karte mit ihrem spezifischen Card-Draw dann auch noch eine unglaubliche mächtige Karte zieht, kann man sich fast sicher sein, dass die Kombination beider Karten ihren Weg in die Meta finden wird. Doch damit nicht genug. Der Nachteil, den Karten mit spezifischen Card-Draw-Effekten haben, ist oft der, dass wenn die spezifische Karte, die gezogen werden soll, schon gezogen worden ist, den Effekt der gespielten Karte verpuffen lässt und diese dann sozusagen nur noch als Blanco-Karte ohne jeden weiteren Nutzen gespielt werden kann. Nicht im Falle von "Kronx Drachenhuf".

Sollte die spezifische Karte, in dem Fall die neue Helden-Karte "Galakrond", schon im Laufe des Spiels gezogen und ausgespielt worden sein, verpufft "Kronx" Effekt nicht, sondern könnte, je nach Spielsituation, sogar noch stärker werden. Anstatt als Blanco-Karte ohne Effekt (was bei einem 6/6er-Body immer noch recht stark wäre...) gespielt zu werden, lässt "Kronx Drachenhuf's" Kampfschrei bei bereits gespielten "Galakrond" zwischen vier sogenannten Verwüstungs-Karten wählen. Allesamt mächtige Zauber, die darüber hinaus mit null Mana-Kosten auch noch sozusagen gratis gespielt werden können.

Hearthstone ©

Mit "Frizz Zündelnest", "Drachenkönigin Alexstrasza", dem "Riesenwelpling" und "Kronx Drachenhuf" kommen vier, auf den ersten Blick extrem mächtige Karten in das Spiel. Der nächste Teil der großen Erbe-der-Drachen-Vorschau widmet sich denjenigen Karten, bei denen es vielleicht einen zweiten oder sogar dritten Blick bedarf, um sich ihrem theoretischen Potenzial bewusst zu werden.

Stay tuned!