Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard/Sport1
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Morgen ist es so weit: "Erbe der Drachen" hebt ab! Der zweite Teil der großen Vorschau wird sich den "Hidden Gems" des neutralen Karten-Pools widmen.

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Nachdem im ersten Teil der Vorschau mit "Frizz Zündelnest", "Drachenkönigin Alexstrasza", dem "Riesenwelpling" und "Kronx Drachenhuf" die Karten vorgestellt worden sind, die mit ziemlicher Sicherheit ihren Weg in die kompetitive Meta finden werden, wird im zweiten Teil der Blick auf die Karten gelenkt, die einem nicht gleich ins Auge springen, bei genauerer Betrachtung aber durchaus das Potenzial haben Einfluss auf die Meta zu nehmen.

Den Anfang macht eine Karte, die im Alleingang dafür sorgen könnte, dass ein Deck-Archetyp deutlich komplizierter zu spielen sein wird als zuvor.

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Anti-Highlander-Tech-Karte im Anflug

Seit der "Retter von Uldum"-Erweiterung ist vor allem (wieder einmal) ein Archetyp in den Fokus gerückt. Die Rede ist vom "Highlander"-Archetyp, bei dem das Deck keine Karte mehrfach enthält. Erstmals 2015 mit Karten wie"Reno Jackson" oder später dann mit "Raza de[m] Gefesselte[n]" aufgetaucht, erlebte das Highlander-Deckformat letzten Sommer seine Renaissance, als mit den Rettern von Uldum weitere Karten wie "Elise die Erleuchtete", "Brann der Dinozähmer" oder natürlich "Zephrys der Große" dazukamen und den Archetyp wieder zurück in die kompetitive Meta brachten. 

Vor allem "Zephrys der Große" fand seinen Weg in allerlei gute Decks wie den Highlander-Jäger, den Highlander-Magier oder natürlich als Teil einer unendlichen Kombination im Quest-Druide. All diese Archetypen könnten, ab dem Release von "Erbe der Drachen" erhebliche Probleme bekommen. Grund dafür ist der "Unglücksalbatros"

Erbe der Drachen: Schamane
Erbe der Drachen: Schamane © Blizzard

Mit seinem Todesröcheln-Effekt "Mischt 2 Albatrosse (1/1) in das Deck Eures Gegners.", sorgt der "Unglücksalbatros" nach seinem Ableben dafür, dass Karten mit Effekten, die nur Auslösen, wenn keine Karte mehrfach im Deck vorhanden ist, vorerst nicht mehr aktiviert werden können. Zumindest so lange, bis ein Albatros gezogen wurde. Das der "Unglücksalbatros" mit Kosten von 3 Mana, aber einem Body von 4/3 verhältnismäßig billig daherkommt und zwei 1/1er-Diener keinem Gegner, egal in welcher Situation, dem Sieg näher bringen wird, macht den "Unglücksalbatros" auch spielbar, ohne das sein Effekt zwangsweise nur zum Verhindern von Highlander-Strategien genutzt werden muss.

Zusätzlich ist der "Unglücksalbatros" als Wildtier deklariert, was ihn aufgrund der bekannten Wildtier-Synergien vor allem für den Jäger interessant macht. Auch in der Arena wird er eine gern gepickte Karte sein.    

Während der "Unglücksalbatros" hauptsächlich eine effektive Stör-Strategie gegen den Highlander-Deck-Archetyp darstellen kann, könnte die nächste Karte effektiv gegen ein komplettes Deck-Format sein. 

Kleiner "Untergangsverkünder"?

Grundsätzlich kann man sagen, dass es drei vorherrschende Deck-Formate gibt: Control, Combo und Aggro. Eine Karte, die die letzten Jahre gerne als probates Mittel gegen aggressive Decks gespielt wurde, war und ist der "Untergangsverkünder". Gerade in frühen Phasen des Spiels, kann die Fähigkeit des "Untergangsverkünder[s]"  dafür sorgen, dass der Gegner Minimum einen Zug, wenn nicht sogar das ganze Board verliert. Mit Erbe der Drachen kommt nun eine Karte ins Spiel, die eine billigere Alternative zum "Untergangsverkünder" darstellen könnte. Die Rede ist von der "Wasserbombe".

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Billig deshalb, weil sie zum einen nur 1 Mana kostet - der Untergangsverkünder kostet 2 - und zum anderen nur von seltener Wertigkeit ist, was ihre Herstellung deutlich billiger macht, als vergleichsweise die des Untergangsverkünders, der von epischer Seltenheit ist. Ihr Effekt "Fügt ALLEN Dienern zu Beginn Eures Zuges 5 Schaden zu." sollte ausreichen, um die meisten Diener - vor allem zu Beginn des Spiels - zu vernichten. Für alle Control-Decks, die Probleme haben nicht direkt in den ersten Zügen von Aggro-Decks überrannt zu werden, könnte die "Wasserbombe" sicherlich eine gute Möglichkeit darstellen, um dem effektiv entgegenzuwirken. 

Drachenabfangjäger

Bei "Erbe der Drachen" stehen, wie der Name schon verrät, der Stamm der Drachen im Mittelpunkt. Insgesamt 26 neue Drachen werden ab dem 10. Dezember in Hearthstone spielbar sein. Bei einer solchen Anzahl an spezifischen Stamm-Karten wäre es mehr als verwunderlich, wenn daraus nicht das ein oder andere Drachen-Deck entstehen würde. Für alle diejenigen, die den Wirkungsradius der geflügelten Bestien effektiv eindämmen möchten, hat Blizzard die perfekte Karte entworfen: den "Drachenmalwilderer".

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Mit seinem Kampfschrei "Erhält +4/+4 und Eifer, wenn Euer Gegner einen Drachen kontrolliert." ist der "Drachenmalwilderer" DIE Anti-Drachen-Karte des Erbe-der-Drachen-Sets. Eine Karte, die für gerade einmal 4 Mana unfassbar billig für einen potenziellen 8/8er-Body daherkommt und darüber hinaus durch Eifer zusätzlich noch sehr reaktiv ist. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass ab dem Release der neuen Erweiterung Drachen-Decks die Hearthstone-Meta beherrschen, wird der "Drachenmalwilderer" in so gut wie jedem Deck mindestens einmal, eher aber zweimal zu finden sein. 

Billiger, billiger, halber Preis?

Zu guter Letzt soll noch eine ganz spezifische Karte genauer unter die Lupe genommen werden: Der "Tentakelterror".

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Zu allererst einmal sollte der Blick auf die puren Statistiken der Karte geworfen werden: 6/5 bei nur 5 Manakosten ist ein unglaublich gutes Preis-Leistungsverhältnis innerhalb der bekannten Hearthstone-Welt. Doch ist es der Kampfschrei des "Tentakelterror[s]", der die Karte noch interessanter macht. Sein Kampfschrei "Jeder Spieler zieht eine Karte. Ihre Kosten werden vertauscht." eröffnet vor allem für Deck-Archetypen, die viele sehr teure Karten spielen ganz neue Möglichkeiten.

Vor allem für die Klasse des Druiden, der durch seine Ramp-Fähigkeiten, viele Möglichkeiten hat, deutlich früher als der Gegner teurere Karten ausspielen zu können, stellt der "Tentakelterror" und sein Kampfschrei eine gute Option dar, um nicht nur eine Karte zu ziehen, sondern diese im Idealfall im weiteren Verlauf des Spiels auch für weniger Mana spielen zu können, als ursprünglich vorhergesehen. Bei überproportional vielen teuren Karten im eigenen Deck, ist die Chance natürlich größer, dass genau dieser Idealfall eintritt und man selbst nicht nur stärkere Karten für weniger Mana spielen kann, sondern, dass der Gegner auch noch mehr Mana zahlen muss, um vergleichsweise schwächere Karten spielen zu können. Ein Fest für jedes Deck mit hohen Manakosten. Unabhängig davon ob Diener- oder Zauberkosten (Hallo, Big-Spell-Mage?).

Wer nach diesen etwas detaillierteren Kartenvorstellungen Lust darauf bekommen hat, sich sein eigenes Bild vom neuen neutralen Karten-Set von Erbe der Drachen zu machen, findet alle 45 dazugehörigen Karten in der Galerie.

Im nächsten Teil der großen Erbe-der-Drachen-Vorschau wird es um die neuen Karten-Sets der Klassen Druide, Jäger und Magier gehen. Es werden neue Mechaniken, neue Archetypen und natürlich wieder jede Menge Drachen analysiert und vorgestellt werden.

Bis dahin...stay tuned!