Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard/Sport1
Lesedauer: 7 Minuten

Nach den neutralen Karten, den Karten-Sets des Druiden und des Jägers, ist im fünften Teil des großen Erbe-der-Drachen-Spezials die Magier-Klasse an der Reihe.

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Im Gegensatz zur Jäger-Klasse (zum Artikel: hier), die Karten für bis zu sechs denkbare spezifische Deck-Archetypen neu hinzugewonnen hat, wurde der Fokus bei der Magier-Klasse hauptsächlich auf zwei Themenfelder gelegt: Drachen und Elementare. Von zehn insgesamt für den Magier erschienen Karten sind zwei als Drachen deklariert und zwei weitere haben entsprechende Synergie-Effekte mit den geflügelten Bestien. Auch bei den Elementaren verhält es sich ähnlich: Drei Elementare plus ein Nebenquest, der sich direkt auf die astralen Naturgeister bezieht.

Magierzauber Version 2.0

Mit "Erbe der Drachen" kam mit den Galakrond-Heldenkarten eine Mechanik in das Spiel, die stark an eine neumodische Version von "C'Thun" erinnert: Durch viele unterschiedliche Karten wird eine zu Beginn des Spiels nicht übermäßig starke Karte nach und nach verbessert, bis diese durch das permanente Verstärken so mächtig geworden ist, dass sie das Spiel direkt entscheiden kann oder seinem Besitzer zumindest einen spielentscheidenden Vorteil verschaffen kann. 

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Auch gab es schon Karten, die beispielsweise die Heldenfähigkeit der einzelnen Klassen verbessert haben. Was mit "Justiziarin Treuherz" angefangen und seinen vorläufigen Höhepunkt mit "Baku der Mondschlingerin" zu Zeiten der "Der Hexenwald"-Erweiterung gefunden hat, wird nun mit "Malygos, Aspekt der Magie" fortgeführt. Nur, dass es dieses Mal nicht die Heldenfähigkeit ist, die verbessert wird, sondern bekannte Zauberkarten der Magierklasse. 

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Der Kampfschrei von "Malygos, Aspekt der Magie" besagt nämlich genau das: "Entdeckt einen verbesserten Magierzauber, wenn Ihr einen Drachen auf der Hand habt.". Insgesamt sind es neun hauptsächlich aus dem Basis-Set des Magiers bekannte Zauber, bei denen entweder der Effekt der Karte verstärkt oder der Effekt gleichgeblieben, dafür aber die Mana-Kosten des Zaubers reduziert worden sind. 

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Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Es wird spannend zu sehen sein, in welche Art von Deck-Archetyp "Malygos, Aspekt der Magie" passen könnte. Denkbar wäre sowohl in einem Aggro- als auch Control-Deckformat. Mit den verbesserten Versionen des Feuerballs, dem Frostblitz oder den Arkanen Geschossen würden aggressive Magier-Decks weitere Tools bekommen, die beim Gegner eine Menge direkten Schaden verursachen könnten. Gleichzeitig hätten die angesprochenen Karten durchaus das Potenzial kontrolliert gespielt zu werden. Vor allem die verbesserten Ausgaben der Arkanen Explosion, der Verwandlung oder der Arkanen Intelligenz könnten extrem starke Optionen in einem Control-Deck darstellen.

Karten, die so flexibel in ihrer Spielweise sind, haben meist gute Chancen eine relevante Rolle in der Meta einnehmen zu können. Neben der Neuauflage von "Malygos" könnte das Magier-Set sogar noch eine zweite Karte dieser Art hinzugefügt bekommen haben..

Aufgewärmt schmeckt (doch) besser?

Ob nun Karten wie das "Wasserelementar", der "Manazyklon" oder die Heldenkarte "Frostlich Jaina", die die wohl stärkste auf Elementar-Synergie ausgerichtete Magier-Karte war - Elementare sind seit jeher ein integraler Bestandteil der Magier-Klasse. So verwundert es nicht, dass sich in der neuen Erweiterung, trotz des Fokus auf Drachen, auch wieder ein paar der astralen Naturgeister wiederfinden. "Chenvaala" könnte dabei die elementare Version von "Malygos, Aspekt der Magie" und seiner flexiblen Spielweise darstellen.

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Hearthstone Descent of Dragons © Blizzard

Ihr Kampfschrei "Ruft einen Elementar (5/5) herbei, nachdem Ihr in einem Zug 3 Zauber gewirkt habt." mutet im ersten Moment wie ein Remake der niemals gespielten legendären Priester-Waffe "Drachenseele" in Form eines Dieners an...und damit weder sonderlich interessant oder erfolgsversprechend. Wer sich aber mehr als einen Moment Zeit nimmt wird erkennen, dass der Effekt zwar ein und derselbe ist, doch "Chenvaala" ganz andere Grundvoraussetzungen als die "Drachenseele" hat. Der Grund dafür? Die Zugehörigkeit zur Magier-Klasse und damit vor allem die Möglichkeit auf Kombinationen mit zwei magierspezifischen Klassenkarten: Dem "Zauberlehrling" und dem "Manazyklon". 

Diese beiden Karten waren zusammen mit der Kombination aus "Bergriese" und "Ruf des Beschwörers" ein fundamentaler Bestandteil eines Magier-Decks, dass die Meta zeitweise dominiert hat. Während die Riesen in Verbindung mit "Ruf des Beschwörers" die Win-Kondition dieses Decks darstellten, war die Kombination "Zauberlehrling" x "Manazyklon" für das Drumherum zuständig. Je nach Matchup, konnte damit entweder aggressiv oder abwartend und kontrolliert gespielt werden. Mit "Chenvaala" wäre dieser Flexibilität nicht nur weiter denkbar, sie würde je nachdem, ob nun Aggressivität oder Kontrolle angebracht wären, die Kombination noch stärker werden lassen und neben kostenlosen zufälligen, aber meist sehr brauchbaren, weil der Magier-Klasse-angehörigen Zaubern, zusätzlich das Spielfeld mit 5/5er-Dienern füllen.

Mit einem 2/5er-Body für nur 3 Mana ist "Chenvaala" außerdem robust genug gebaut, um - vor allem im early game - auch mehr als einen Zug auf dem Spielfeld zu überleben und so ihre Fähigkeit auch mehrmals genutzt werden könnte.

Dra-mentar? Ele-chen? Hauptsache Hybrid!

Bei zwei solch flexibel spielbaren Karten wie "Chenvaala" und "Malygos, Aspekt der Magie", stellt sich abschließend die Frage, ob diese Flexibilität nicht auch in ein Deck münden könnte, in dem beide Karten gemeinsam funktionieren würden.

In der Historie von Hearthstone sind Hybrid-Decks (= zwei ursprünglich für sich stehende Deck-Archetypen in einem Deck vereint. In diesem Fall wären es Drachen und Elementare.) generell meist nicht sehr erfolgreich gewesen. Durch die Begrenzung von 30 Karten pro Deck, mussten meist beide Hybrid-Teile Einbußen hinnehmen, die der andere Teil nicht gleichwertigen ersetzen konnte, sodass beide Parteien am Ende doch wieder getrennte Wege gegangen sind, da sie für sich gesehen alleine besser funktionierten. Mit "Erbe der Drachen" ist mit der "Drachenmagierin" nun aber mindestens eine Karte erschienen, die sowohl mit dem einen, als auch mit dem anderen Hybrid-Teil synergieren könnte.

Hearthstone Decent of Dragons
Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Der Kampfschrei "Euer nächster Zauber in diesem Zug kostet (0), wenn Ihr einen Drachen auf der Hand habt." ist zwar in erster Linie auf Drachen im Deck ausgelegt, könnte aber auch mit Karten wie dem "Manazyklon" oder eben "Chenvaala" sehr starke Kombinationen ermöglichen. Ähnlich verhält es sich mit dem "Arkanatem".

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Hearthstone Decent of Dragons © Blizzard

Auch hier ist die Karte wieder an Drachen-Synergie gebunden. Doch ihre geringen Kosten und die Fähigkeit einen weiteren Zauber zu entdecken, machen auch sie automatisch interessant für Kombination mit "Chenvaala", dem "Manazyklon", dem "Zauberlehrling" oder im besten Fall eben allen Dreien zusammen.

In der Theorie hört sich das mehr als plausibel an. Doch ob das alles am Ende als Grundgerüst für ein erfolgreiches Meta-Deck ausreicht, wird die Zeit zeigen. Spannend wäre die Vorstellung eines funktionierenden Drachen-Elementar-Hybriden allemal.

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Wer sich das komplette Set noch einmal genauer ansehen möchte, findet alle neuen Magier-Karten von "Erbe der Drachen" in der Galerie.

Im nächsten Teil des großen Hearthstone-Erbe-der-Drachen-Spezials wird sich alles um den Paladin drehen.

Bis dahin...stay tuned!