TimKalation über FIFA 21
TimKalation über FIFA 21 © TimKalation / EA Sports / SPORT1
Lesedauer: 5 Minuten

Er streamt für hunderte Zuschauer und hat sich in der Welt der deutschen FIFA-Szene einen Namen gemacht: TimKalation. Für Sport1 haut der FIFA-Experte kräftig in die Tasten!

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Ein neues FIFA-Jahr und wie immer ist es begleitet von Hoffen und Bangen. 

Dieses Jahr durch die COVID-19 Pandemie etwa 14 Tage später erreichte es die vorfreudigen Hände aller Fußballbegeisterten Gamer.

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Aller? Ein schneller Blick zu EA SPORTS Dauerrivalen KONAMI und ihrem alljährlichen Pro Evolution Soccer (PES) zeigte, dass FIFA auch dieses Jahr wieder die Nase vorn haben wird, wenn es um die Anzahl der Spieler geht. Zumal PES, beeinflusst durch die Pandemie, sogar nur ein "2021 Season Update" veröffentlichte und sich auf eine neue Engine (Unreal) für PES 2022 konzentriert.

Zurück zu FIFA 21 und den Hoffnungen. Hoffnungen, die immer wieder ähnlich sind: die meisten wünschen sich neue Spielmodi für FIFA Ultimate Team, die bitte weniger "schwitzig" sind, fairere Belohnungen, weniger Fehler im Spiel, ausbalanciertes Gameplay und natürlich mehr "Packluck".

Dann gibt es die Fans des Karrieremodus die auf das Ausbessern teils Jahre alter Fehler hoffen und doch bitte ein paar neue Features. Und natürlich die kleine, aber feine Pro Clubs-Community. Die sich für den vielleicht potenziell interessantesten und kompetitivsten aller Modi mehr Liebe wünschen.

Mehr und bessere Kommunikation mit den Spielern wünschen sich alle, bessere Server sowieso.

Ich stelle also fest; die Hoffnungen sind weiterhin unerschütterlich. Und? Wie sieht es aus?

FIFA 21. Nun.

Tatsächlich arbeitete EA SPORTS an ein paar Änderungen in jedem Modus. Den Löwenanteil erhielt selbstverständlich das finanzielle Zugpferd "Ultimate Team". Aber, ist das so selbstverständlich? Aus finanzieller Sicht zum aktuellen Stand sicherlich. Sind die die Umsätze in "Ultimate Team" doch jedes Jahr gigantisch mit steigender Tendenz.

Nur stellen Teile der Community die berechtigte Frage, ob nicht auch andere Modi neue Erlösmöglichkeiten böten, so denn man diesen die angesprochene "Liebe" zuteil kämen ließe. Und man ist, motiviert durch die schleppende Evolution von Karriere- und Pro Clubs-Modus, durchaus bereit Ingame-Käufe zu akzeptieren. Wenn es denn sein muss.

Ich konzentriere mich nun mal auf die positiv aufgenommenen Änderungen in "Ultimate Team".

Dass man sich zum Start viele Coins durch Rivals-Platzierungen verdienen kann ist sehr belohnend. Dem Ruf nach sinnvollem Einsatz von Silberspielern wurde durch passende Aufgaben Rechnung getragen.

Auch das eigene, editierbare Stadion, wurde positiv aufgenommen. Wobei da abgewartet werden muss, wie sich farbige Linien und Tornetze auswirken werden. Wenn man am Ende das Gefühl hat in einem Zirkus zu spielen, ist das nicht unbedingt förderlich für die Immersion.

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Die spannendste Neuerung ist für viele der Koop-Modus bei dem man mit einem Freund gemeinsam Rivals oder Squad Battles spielen kann.

Also alles herrlich? Leider nein. Einige gute Ansätze gibt es; das ist positiv. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass EA SPORTS wiederkehrende Probleme nicht in den Griff bekommt und zwar etwas behebt, aber andere Probleme dazu kommen. Oder aber Neuerungen nicht konsequent zu Ende gedacht sind.

Nein, ich formuliere es anders: Neuerungen, sowie Änderungen die kontrovers gesehen werden können, werden nicht verständlich erklärt. 

Ein Beispiel? Okay.

Man hat bislang für jedes Weekend League Spiel 400 Rivals Punkte bekommen. Dies sollte ein Goodie für Weekend League Spieler sein, da die aufgebrachte Zeit für die Weekend League von der Zeit für Rivals Spiele abging. Gleichzeitig zählte unbegrenzt jedes Rivals Spiel für den wöchentlichen Punktestand dazu. Eine Belohnung für Vielspieler und gleichzeitig eine willkommene "Beschäftigung" nach der Weekend League von Montag – Donnerstag.

Nun wurde dieses System so geändert, dass nur noch 30 Rivals Spiele in die wöchentliche Wertung einfließen. Was ist die Konsequenz? Für maximale Effizienz muss man die 30 Rivals Partien vor der Weekend League spielen; also im Endeffekt hat man 24 Stunden Zeit für diese 30 Rivals Partien oder weniger Zeit für die 30 Weekend League Spiele. Zum Verständnis sei angemerkt, dass man selbst als durchschnittlicher Spieler mehr als 12.000 Punkte erreicht.

Wenn ich nun positiv an diese Änderung heran gehe, kommt dies absoluten Gelegenheitsspielern zugute die wenig Zeit für FIFA haben oder aufbringen möchten. Das ist gut.

Nur; muss man andere gleichzeitig dem "Stress" mit den idealerweise 30 Spielen Rivals vor der Weekend League aussetzen? Und im Zuge dessen die angesprochene Beschäftigung unterhalb der Woche nehmen? Ich bin der Meinung, dass mit mehr Mühe andere Lösungen möglich gewesen wären die allen Typen von Spielern gerecht würden.

Die Kommunikation. Ein Dauerthema. Warum also diese Änderung? Bitte EA SPORTS, erklärt uns die Beweggründe zu wichtigen Änderungen. Nehmt uns mit.

Aber zum Thema Spaß! FIFA 21 macht mir und erfreulich vielen anderen in der Community Spaß! Es ist in gewisser Weise schwieriger, aber auch belohnender! Es hat Aspekte, die verbessert werden sollten, klar. Aber spaßiger als FIFA 20 ist es! Also; an dieser Stelle: gut gemacht, EA SPORTS!

Die Hoffnung besteht also weiterhin, begleitet mit Bangen. Aber so ist es nun mal mit unserem FIFA. Wir leben in einem ständigen Hin und Her aus Lust auf Fußball und Frust das Spiel betreffend. Und nicht wenige schwören sich nach einer schlechten Weekend League mit viel Delay dank langsamer Server, dass es das letzte Spiel FIFA war.

Kenne ich.

Und jetzt trainiere ich weiter den Elastico.

Euer Tim