Diese Bundesligisten haben bisher den Einstieg in den eSports gefunden. © EASPORTS / SPORT1

Immer mehr deutsche Fußballvereine finden ihren Weg in den eSports. Diese Bundesligisten haben den Schritt in die digitale Sportwelt gewagt.

von Linh Vu

Der Fußball-Bereich des eSports wird auch in Deutschland immer populärer. Einige Vereine folgen bereits jetzt dem Trend und verpflichten vor allem FIFA-Profispieler. Mit der Veröffentlichung von FIFA 19 startete auch die neue eSports-Saison der der deutschen Profiklubs.

Bundesliga

1. FSV Mainz 05

Zum Start der FIFA-Saison kündigte Mainz 05 den Einstieg in die eSports-Szene an. Francesco "Bajazzo_7" Mazzei wird als erster FIFA-Spieler für den Verein antreten.

RB Leipzig

Seit August 2017 verfügt RB Leipzig über eine eSports-Abteilung. Der FIFA-Profi Cihan Yasarlar ist der erste eSportler, der bei den roten Bullen unter Vertrag genommen wurde. Zuvor spielte Cihan beim FC Schalke 04. Im April 2018 gewann der gebürtige Berliner erneut die ESL Meisterschaft und verlängerte daraufhin seinen Vertrag bei Leipzig bis Ende 2019.

Werder Bremen

Die Grün-Weißen fanden zwar vergleichsweise spät den Einstieg in den eSports, konnten aber mit dem Start der neuen Sparte bereits zwei deutsche FIFA-Superstars engagieren.

Die beiden Profis Michael "MegaBit" Bittner, Xbox-Champion bei den Global Series Playoffs und Mohammed "MoAuba" Harkous, aktueller ESL Meister mit insgesamt vier Titeln, gehören zu den größten FIFA-Spielern der deutschen Szene.

Beide nahmen bei der vergangenen FIFA-Weltmeisterschaft, der FeWC, in London teil und erreichten jeweils das Viertelfinale.

Hertha BSC

Der Hauptstadtverein ist der erste Bundesligist, der über eine eSports-Akademie verfügt. Dort sollen junge FIFA-Talente aus der Region gefördert und ausgebildet werden. Zu Beginn war der FIFA-Experte Matthias "STYLO" Hietsch der Coach der Akademie und wurde ab August vom Streamer Daniel "DieHahn" Brandt abgelöst.

VfL Wolfsburg

Die FIFA-Proifs Benedikt "Salz0r" Saltzer und Timo "TimoX" Siep unterstützen derzeit die Wölfe im eSports-Bereich. Der 21-jährige TimoX trägt seit 2016 das Trikot in Grün-Weiß und sicherte sich im selben Jahr den zweiten Platz bei den Electronic Sports World Cup.

In der vergangenen Saison verpassten die beiden die Teilnahme an der FIFA-WM in London. Allerdings konnte sich TimoX bereits in der neuen Saison für den Continental Cup in Paris qualifizieren.

1. FC Nürnberg

Mit den Spielern Daniel "Bubu" Butenko und Kai "Hensoo" Hense im Team ist der Nürnberger Verein in der FIFA-Szene gut aufgestellt. Der neuste Zuwachs von Streamer und YouTuber Lukas "Badeschlappen LP" Hösch als Influencer stieß bei den Fans auf große Freude.

Bayer 04 Leverkusen

Im November 2017 wagte auch Bayer 04 den Schritt in den eSports. Alleiniger eSportler des Vereins ist Marvin "M4RV" Hintz, der nicht nur mehrmals deutscher Vizemeister wurde, sondern auch der erste eSports-Stipendiat Deutschlands ist. Bei der letzten FIFA-WM vertrat er seinen Verein.

VfB Stuttgart

Zu den Jungs vom VfB Stuttgart gehören unter anderem Erhan "Dr. Erhano" Kayman, der sowohl FIFA also auch Pro Evolution Soccer beherrscht, und Marcel "Marlut" Lutz, dem FIWC 2017 Finalisten.

Schalke 04

Die Knappen waren einer der ersten deutschen Fußballvereine, die eine eigene eSports-Abteilung gründeten. Ab Mai 2016 ist der Verein im eSports aktiv.

Neben dem FIFA-Spieler Tim "Tim Latka" Schwartmann gehört auch Philipp "Eisvogel" Schermer, der bei der letzten WM im Achtelfinale ausschied, zu den Königsblauen.

Im Gegensatz zu den anderen Vereinen verfügt Schalke noch über ein eigenes League of Legends Team, welches mit den deutschen Spielern Elias "Upset" Lipp und Maurice "Amazing" Stückenschneider derzeitiger Vizeeuropameister ist und nur knapp die WM-Teilnahme verpasste.

Zudem zog Schalke einen Deal mit Konami an Land. Der PES-Kader besteht aus den erfolgreichen Winkler Brüdern, Dennis "wide" Winkler und Matthias "GoooL" Winkler, und Mike "EL_Matador" Linden.

2. Liga

Im September 2017 gab der VfL Bochum als erster Zweitligist den Einstieg in den FIFA-eSports bekannt. Mit den Top-Talenten Daniel "Dani_Fink96" Fink und MegaBit hatte der Verein eine starke FIFA-18-Saison. Durch den Wechsel von MegaBit zu Werder Bremen im August müssen die Bochumer allerdings einen großen Verlust verkraften.

Als Ersatz für Bittner holte der Revierklub Niklas Raseck, der seit Jahren international erfolgreich ist und zu den besten Xbox-Spielern der Welt gehört. Nach nur kurzer Zeit entschied sich dieser aber, den Verein wieder zu verlassen - noch vor Beginn der der neuen Saison.

Auch der SV Sandhausen kündigte im August 2018 eine Kooperation mit der eSports-Sparte des TSV Oftersheim "eSport Rhein-Neckar" an. Ähnlich wie beim 1.FC Köln und der Partnerschaft mit der Traditions-eSports-Organisation SK Gaming.

Weitere Klubs

Die restlichen Organisationen in der Bundesliga sind den großen Schritt noch nicht gegangen. Der BVB und der HSV sich öffnen dem eSports nach anfänglicher Abneigung mehr. 

Das Basketballteam des FC Bayern, den Bayern Ballers, hat zwar Spieler in NBA2K unter Vertrag. Aber Uli Hoeneß ist immer noch sehr dem Thema gegenüber sehr verschlossen und sprach sich gegen einen Einstieg aus.

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